Üppige Dahlien

Was wäre ein Garten ohne Blumen? Trostlos – endlos gesund und schlicht einfarbig grün. Auch wenn Gemüse und Kräuter sehr schöne filigrane, farbenfrohe und unscheinbare Blüten zeigen, dürfen in meinem Garten große, üppige Farbtupfer nicht fehlen.
Direkt auf meinem Acker wachsen daher Sommer für Sommer Bauernblumen wie Studenten- und Ringelblumen, Zinnien viele Kosmen und seit ein paar Jahren mehr und mehr Dahlien.

Es gibt tausende von Dahliensorten, die in viele Dahlienarten untergliedert werden. Ich mag vor allem die schlichteren Einfachblühenden- und Halskrausen-Dahlien. Daneben gibt es in meinem Garten auch sehr schöne Seerosen- und Kaktus-Dahlien. Dahlien stammen aus Mittelamerika, genauer von den Hochebenen Mexikos und Guatemalas. Sie vertragen keinen Frost und müssen daher frostfrei überwintert werden. Aber der Aufwand lohnt sich. Nicht nur, dass die Pflanzen von Jahr zu Jahr kräftig an Größe und Umfang zunehmen. Sie können dadurch auch sehr einfach vermehrt und mit Gartennachbarn getauscht werden.

Pflanzung

Ende April bis Anfang Mai können die Knollen in die vorbereiteten Pflanzlöcher ausgepflanzt werden. Dahlien benötigen einen humusreichen, gut durchlässigen Boden. Wenn Dahlien in Kübeln gepflanzt werden sollen, so empfiehlt es sich, einen großen Kübel zu wählen und für eine ausreichende Nährstoffzufuhr zu achten. Dahlien stehen gern warm und sonnig. Sie sollten mäßig feucht gehalten werden.
Auf meinem Acker wachsen die Dahlien unterdessen sehr breit und hoch. Ich wähle für meine großen Pflanzen einen Pflanzabstand von fast einem Meter. Kleinere, jüngere Wurzelknollen benötigen einen geringeren Abstand von ca. 50 cm. Dahlien können je nach Art bis zu 1,30 m hoch werden. Sie müssen im Laufe des Sommers an Pflanzstäben angebunden werden, damit sie bei Wind und Wetter nicht abbrechen.
Das Pflanzloch wird etwas größer ausgehoben als der Wurzelballen groß ist. Bei magerem Boden empfiehlt es sich eine gute Portion Kompost in das Pflanzloch zu geben. Der Wurzelballen oder die gekauften Knollen sollten ca. 5 cm mit Erde bedeckt werden. Wenn es aus dem Vorjahr abgeschnittene Triebe gibt, ragen diese bei der Pflanzung leicht aus der Erde. Anschließend werden die Dahlienknollen gut angegossen. Nach dem ersten Austrieb, der ca. 1-2 Wochen auf sich warten lassen kann, wird der Boden mit einer Mulch-Schicht aus Rasenschnitt und anderem Grün abgedeckt. Das verhindert das Austrocknen und unterdrückt das Untkraut.

Krankheiten und Schädlinge

Dahlien sind anfällig für den Echten Mehltau, Blattfleckenkrankheiten und Grauschimmel. Wenn die Pflanzen einen ausreichenden Pflanzabstand erhalten, sonnig und warm stehen, kann dem vorgebeugt werden. Auch hilft eine Mischpflanzung im Garten. Geeignete Beet-Nachbarn sind Zinnien und Kosmen, da diese ähnlich hoch wachsen und zudem filigraner aussehen als die wuchtigen Dahlien.
Nacktschnecken und Wühlmäuse können ebenfalls zum Problem werden. Wer diese Schädlinge im Garten hat, sollte sich frühzeitig um einen Schutz bemühen.

Überwintern

Ab Juni blühen die Dahlien immerzu. Verwelkte Blüten sollten über dem zuletzt entwickelten Blattpaar abgeschnitten werden. Dies fördert eine schnelle Blütenneubildung.
Nach dem ersten Frost ist die schöne Blütenpracht meist vorbei. Dann können die Pflanzen 10 cm über dem Boden abgeschnitten werden. Die Wurzelballen werden vorsichtig aus dem Boden gegraben. Dabei ist es wichtig die Knollen nicht zu beschädigen. Ich verwende zum Einlagern große Holzkisten, die ich vorher beschrifte. Anschließend schüttle ich die lockere Erde leicht von den Wurzeln und lege sie in die passende Kiste. Zum Überwintern kommen unsere Dahlien in den Kartoffelkeller. Wichtig ist, dass die Wurzeln frostfrei aber kühl und nicht zu feucht lagern. Wessen Keller zu trocken ist, sollte ein wenig feuchten Sand über die Wurzeln geben und diese öfter kontrollieren. Ein Austrieb im zeitigen Frühjahr ist unproblematisch.

Vermehrung

Bevor meine Dahlien im Frühjahr wieder in die Erde dürfen, werden diese auf faulige, trockene Knollen untersucht. Große Wurzelballen teile ich mit einem Spaten, kleinere können mit einem Messer getrennt werden. Dabei ist es wichtig, dass der abgetrennte Teil mindestens einen alten Austrieb hat. Am Ende bleiben immer einzelne abgefallene Knollen in den Kisten übrig. Diese dürfen bei mir auch in die Erde, manche werden zu kleinen Pflanzen, andere nicht.