Ein Frühbeet

Auch wenn uns die warmen Sonnenstrahlen schon in den Frühling beamen, so ist es dennoch erst Februar und die Erde noch sehr kalt. Um trotzdem bald frischen Salat und die ersten Radieschen zu ernten bedarf es etwas Hilfe. Ich arbeite seit vielen Jahren mit einem selbst gebauten Frühbeet. Das ist ca. 1x 2 Meter groß und kann variabel aufgestellt werden. Ich nutze es für frühe Gemüsesorten und zur Anzucht von Gemüsepflanzen, die dann später in einen Folientunnel umziehen. Denn bis Ende März kann es noch ziemlich kalt draußen werden.

Frühbeet in der Februar-Sonne

Auch bei mir kommt es vor, dass ich in meinem großen Garten keinen Platz habe. 😄 So musste ich in diesem Jahr mächtig grübeln, wo ich das Frühbeet aufstelle. Es sollte geschützt, sonnig und nach Süden ausgerichtet stehen. Ein verwilderter Platz würde sich eignen, dieser ist allerdings mit Brennnesseln, Giersch und anderen Pflanzen stark durchwurzelt.

Untergrund vorbereiten
Pappe gegen Wurzelunkräuter

Ich hab es trotzdem gewagt. Der Platz wurde freigeräumt und einen guten spatentief ausgehoben. Anschließend wurde das Frühbeet eingepasst und ausgerichtet. Um die Wurzeln, die tiefer in der Erde stecken am sofortigen durchwachsen zu hindern, legte ich Karton aus. Anschließend kamen grober Kompost und Gartenerde in das Frühbeet. Insgesamt waren es fünf Schubkarren Erde. Um das Frühbeet herum wurde Erde aufgefüllt und eine Mulchschicht aus Hackschnitzeln ausgebracht.

Alle Materialien stellen wir im Laufe der Jahre selbst her. Es gibt mehrere Komposthaufen, Schnitt-Holz und grobe Gartenabfälle werden gehäckselt und als Mulchmaterial verwendet.

Diese Art der Vorratshaltung ist äußerst sinnvoll. Zum einen werden Materialien die anfallen wiederverwertet und müssen nicht beschafft werden. Zum anderen, weiß man was man hat und kann schneller Ideen in Taten umsetzen. Das spart Zeit und Ressourcen.

Nun steht das Frühbeet in der Sonne und die Erde kann sich darin erwärmen. Die ersten Samen dürfen auch schon ausgesät werden. Dies waren Radieschen, Blattsalat, Rucola und Bremer Scheerkohl.

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Frühling im Garten

Was im März zu tun ist
Ein Hügelbeet für die Nebensaison
Rübstiel auch Stielmus oder Stängelmus

Frühbeete bei Amazon

Schnelle Ernteerfolge mit Spinat

Eigenen Spinat anzubauen bringt viele Vorteile. Spinat ist nicht nur sehr gesund, er wächst auch ziemlich schnell. Bei mir gehören die kleinen Blättchen zu den ersten grünen Lebensmitteln aus dem eigenen Garten. Einzelne Blättchen können laufend gepflückt werden. Diese finden roh Verwendung im Smoothie oder Salat. Die späteren großen Blätter werden zu Spinat oder Pastasoße verarbeitet.

Ausgesät wird Spinat im März in Reihen. Spinat ist eine gute Vorkultur für fast alle Sommergemüsesorten. Was vom Spinat übrig bleibt landet als gutes Mulchmaterial auf den Beeten.

Weitere Informationen

 

Rhabarber richtig düngen

Spätestens jetzt wird es Zeit dem Rhabarber eine ordentliche Portion Kompost oder Mist zu geben. Dabei wird auf und um die Staude gute Komposterde oder zerkleinerter, mit Kompost vermischter Mist verteilt und vorsichtig in den Boden eingearbeitet. Kleine Blättchen und Triebe dürfen sie ruhig bedecken. Bei trockenem Wetter sollte die Staude gewässert werden.

Wer will kann dem Rhabarber eine Haube aufsetzen. Ein alter Eimer ohne Boden wird verkehrt herum auf den Rhabarber gestellt. Der Rhabarber treibt dann schneller und bildet längere Stängel.

Wenn dann später im Frühjahr die Brennnesseln hochwachsen, kann eine Brennnessel-Jauche angesetzt werden, um die Pflanze nach und während der Ernte zu stärken.

Mehr zum Rhabarber
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Radieschen unter Glas oder Folie

Gerade im Frühjahr kann es nicht schnell genug gehen. Wer Radieschen unter Glas, Folie oder Vlies aussät hat nicht nur schneller etwas auf dem Teller. Die kleinen roten Knollen werden auch zarter und nicht ganz so scharf, wie die Knollen direkt vom Freiland-Beet. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem zarteren Blattgrün. Dies kann beizeiten einzeln gepflückt im Salat oder Smoothie den Grünanteil aus eigenem Anbau erhöhen. Wessen Radieschen oft madig werden, der profitiert ebenfalls vom geschützten Anbau.

Radieschen können im Frühbeet, im Folientunnel oder unter einer Vliesdecke wachsen. Auch im Gewächshaus oder im Folienzelt funktioniert der Anbau im zeitigen Frühjahr. Sobald es jedoch im späteren Frühling warm wird, schießen die Radieschen ins Laub und entwickeln keine Knollen. Dann ist der Anbau im Freiland vorteilhafter.

Zum Thema:

 


Die Puffbohne

Sie wird auch Saubohne oder Pferdebohne genannt. Ich kenne die Puffbohne schon seit Kindertagen und mag ihren eigenen herben Geschmack. Die Puffbohne ist wegen ihres hohen Eiweißgehalts sehr beliebt. Zudem enthält Sie viele Ballaststoffe, Vitamine, Eisen und Kalzium. Die Puffbohne ist ein echter Frühstarter. Sie kann bereits ab Ende Februar, sofern die Erde frostfrei und abgetrocknet ist, angebaut werden. Je früher, desto besser: Puffbohnen gedeihen besonders gut, je eher sie ausgesät werden. Sie setzen mehr Blüten an und werden nicht so stark von den schwarzen Läusen befallen.

Aus diesem Grund beobachte ich die Wetterlage Ende Februar /Anfang März sehr genau und hoffe, dass der Frühling sich bald zeigt. Theoretisch wäre es möglich die Puffbohnen im Haus vorzuziehen. Dazu benötigt man pro Pflanze allerdings ein höheres Pflanzgefäß und einen kühlen hellen Platz. Ich ziehe es vor abzuwarten, bis die Natur draußen so weit ist, dass ich die Samen direkt in die Erde legen kann.

Anbau

Die Puffbohne wurde früher vor allem in Norddeutschland angebaut. Hier sind die Winter milder und es herrscht ein feuchtes Klima. Einst galt die Puffbohne als Grundnahrungsmittel für Mensch und Tier. Heute bereichert die Puffbohne ab Juni den Speiseplan, lange bevor die Busch- und Stangenbohnen reifen. Die Puffbohne benötigt einen tiefgründigen und feuchten Boden. Idealerweise ist der Boden mit Kompost oder Stallmist vorbereitet worden. Die einzelnen Samen kommen mindestens 5 cm tief in die Erde. Es können zwei Samenkörner in je ein Loch gegeben werden. Der Abstand der Pflanzen sollte in der Reihe mindestens 20 cm und die Reihen selbst 40 cm auseinander sein. Die kleinen Pflanzen wachsen sehr schnell. Sie mögen es feucht, jedoch sollte Staunässe vermieden werden.

Wenn möglich, sollten die Puffbohnen nach dem Aufgehen dick gemulcht werden. Dazu eignet sich auch groberes Mulchmaterial beispielsweise Rasenschnitt gemischt mit Gartenunkräutern. Im Frühling verwende ich ausgeharktes altes Gras gemischt mit ein wenig altem Laub.

Sind die Puffbohnen gut 20 bis 30 cm gewachsen, können sie etwas angehäufelt werden. Das trägt zur späteren Stabilität der Pflanzen bei, denn Puffbohnen können je nach Sorte recht hoch werden. Die weiß-schwarzen, rosa oder weißen Blüten sehen übrigens wunderschön aus.

Blüten der Puffbohne

Schwarze Läuse an Blüten

Schwarze Läuse

Sollten sich schwarze Läuse an den Blüten zeigen, ist dies zwar nicht schön aber auch kein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen sind die Läuse nach 1-2 Wochen verschwunden. Marienkäfer helfen bei der Bekämpfung. Sollten viele Pflanzen betroffen sein, hilft eine Brennnesseljauche zur Stärkung der Pflanze. Zur Vorbäugung empfehle ich die Bohnen so zeitig wie möglich zu setzen, eine Mischkultur anzulegen und weitere kleinere Folgeaussaaten vorzunehmen. Beispiel: Ende Februar 1-2 m², Anfang März 1 m² an einer anderen Stelle, Mitte März 1 m² an einer weiteren Stelle usw.

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Ernte

Die Puffbohne bildet mehrere 10-20 cm lange und 1-3 cm dicke Hülsen in denen 3-4 Kerne heranwachsen. Sind die Bohnenkerne von außen erkenn- und fühlbar, kann geerntet werden. Ich pflücke meine Puffbohnen 3-4 Wochen lang durch. Die einzelnen Hülsen reifen nacheinander. Verwendung finden nur die Bohnenkerne. Sie sollten nicht in großen Mengen roh gegessen werden. Es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten: Sie passen als Bohnen-Gemüse zu herzhaften Gerichten, können Eintöpfe bereichern oder Salate verfeinern.

Rezepte: Puffbohnensalat oder Rote-Beete-Puffbohnensalat

Nachkultur

Die abgeernteten Pflanzen bereichern den Kompost. Puffbohnen bilden lange Pfahl- und Seitenwurzeln an denen die Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff anreichern. Sie hinterlassen einen sehr lockeren guten Boden. Besonders gut gedeihen daher Kohlpflanzen, Tomaten und Sellerie als Folgekultur. Puffbohnen sollten in den nachfolgenden Jahren nicht auf der gleichen Stelle angebaut werden. Sie benötigen eine Anbaupause auf dem jeweiligen Beet von 3-5 Jahren.

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Links

Was im März zu tun ist
Baum- und Obstbaumschnitt – Verwertung von Schnittgutes
Spinat
Radieschen

Aktuelle Beiträge

Ein Hügelbeet für die Nebensaison

Die Sonnenstrahlen und das milde, klare Wetter locken mich diesen Winter immer wieder nach draußen. Endlich wieder etwas Aktives tun, sich bewegen, frische Luft einatmen, den Wintervögeln lauschen. Das tut gut und macht Lust auf mehr. Manch einer zählt schon die Monate und Wochen bis es wieder wärmer wird und das Aktive-Draußen-Leben endlich wieder losgehen kann.

Ich nutze schöne Wintertage, um Vorbereitungen für die nahende Saison zu erledigen. Im Herbst hatte ich beispielsweise angefangen ein Hügelbeet zu bauen. Neben meinem Acker gibt es einige angelegte Beete mit mehrjährigen Kräutern, Erdbeeren, Blumenstauden und Wintergemüse. Trotz jährlicher Kompostgaben und Jauchedüngung ist der Boden jedoch um einiges nährstoffärmer als nebenan der Acker. Vermutlich ziehen größere Tannen in unmittelbarer Nähe die begehrten Nährstoffe aus dem Boden.

Kurzum entschloss ich mich ein Hügelbeet anzulegen. Nur so, zum Testen, mal schauen und probieren. Ein Platz war schnell gefunden. Jede Menge Gartenabfälle hatte ich parat. Zuerst kamen die Reisig-Zweige der Erbsen und Zuckerschoten sowie größere Sonnenblumen und anderer teils verholzter Gartenabfall auf den vorbereiteten Boden. Danach landete im Laufe der Zeit alles Mögliche auf das zukünftige Hügelbeet. Eben wie es auf einem Komposthaufen der Fall ist. Zum Beschweren schippte ich zwischendurch immer wieder etwas Gartenerde auf die Abfälle. Zum richtigen Abdecken des Hügelbeetes, mit einer großzügigen Schicht Gartenerde, war ich im Spätherbst leider nicht mehr gekommen.

Als ich letztes Wochenende auf unserer Obstwiese spazieren ging, sah ich, dass der Maulwurf ordentliche Erdhaufen gegraben hatte. Diese Erde hole ich mir im Frühjahr oft, um Sie als Blumenerde, zur Auffüllung entstandener Löcher oder zur Einebnung von Bodendellen zu verwenden. Ich überlegte nicht lange, holte die Schubkarre, Schippe und Harke aus dem Schuppen und legte los. Die Erde war zwar noch sehr nass und schwer, aber die Bewegung machte Spaß. Nach 4 Schubkarren voll eingesammelter Erde war mein Hügelbeet fertig. Oh wie freue ich mich auf den Frühling.

Ein Hügelbeet erwärmt sich im Frühjahr schneller, da der verrottende Gartenabfall Wärme im Inneren des Beetes produziert. Zudem trocknet die Erde durch die Hügelform schneller ab. Später im Gartenjahr bleibt der Boden locker und Staunässe wird vermieden. Starkzehrer und wärmeliebende Pflanzen lassen sich hier bestimmt gut kultivieren.

Ich konnte es natürlich nicht dabei belassen. So ganz ohne etwas zu säen oder zu pflanzen, ging es dann doch nicht. Auch wenn es Anfang Januar ist und ich weiß, dass der Winter doch noch kommen kann, überlegte ich, was schon auf das Hügelbeet umziehen könnte. Somit grub ich Schnittlauch aus, platzierte drei Stiefmütterchen, teilte und versetzte Pfefferminze und Zitronenmelisse. Einige noch kleine Wintersalate und Kohlrabi-Pflanzen fanden obenauf einen neuen Platz. Ein paar Kresse-, Salatrauke-, Spinat– und Radieschen-Samen wanderten auch in die Erde. Man kann ja nie wissen, vielleicht bleibt es ja doch ein milder Winter.

Weiter geht es hier:
Das Hügelbeet (Teil 2)
Hügelbeete 3 und 4

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Frisches Zwiebelgrün (Zwiebeltuten)

Im Januar und Februar ist selbst auf den Wiesen und den Feldern nichts Grünes mehr zu finden. Neben Kresse und anderen Grünkräutern kann auf der Fensterbank auch frisches Zwiebelgrün gezogen werden. Das funktioniert ganz einfach. Aus dem Zwiebelvorrat werden 2-3 Zwiebeln ausgewählt und in Gefäße ca. 0,5 bis 1 cm hoch in Wasser gesetzt. Dann braucht es ein wenig Geduld. Am Küchenfenster sprießt bereits nach einer guten Woche ein wenig Grün aus der angetriebenen Zwiebel. Nach zwei bis drei Wochen sind die Zwiebeltuten so lang, dass Sie geerntet werden können. Das Zwiebelgrün wächst noch ein paar Wochen nach. Wichtig ist, dass die Zwiebeln zwischendurch nicht austrocknen. Wir verwenden das Zwiebelgrün frisch als Brotbelag, im Rührei oder in Salaten.

Auch interessant: Zwiebeln richtig stecken

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Die Süßkartoffel

Die Süßkartoffel ist eine Knolle, ähnlich unserer Kartoffel. Jedoch sind beide Knollen nicht miteinander verwandt. Die Süßkartoffel kommt aus Mittelamerika und gehört botanisch zu den Prunk- und Prachtwinden. Sie wird hauptsächlich in tropischen Regionen angebaut. Aufgrund der großen Nachfrage kommen die Süßkartoffeln in unseren Supermärkten aus Italien oder Spanien.

Die Süßkartoffel ist hell, gelb, rosa bis violett und kann sowohl roh wie gegart gegessen werden. Es gibt unzählige Zubereitungsformen. Ich bereite aus ihr überwiegend Rohkostsalate, Eintöpfe, Ofengemüse oder Chips zu. Die Süßkartoffel gehört zu den Hauptnahrungsmitteln der Menschheit und ist nicht nur nahrhaft sondern auch sehr gesund. Einziger Nachteil liegt in der schlechteren Lagerfähigkeit. Sie verträgt keine Kälte und sollte auch nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Pflanze selbst ist sehr dekorativ. Sie bildet lange Triebe, die als Sichtschutz genutzt werden können. Kletternd oder hängend ist die Süßkartoffelpflanze auf jeden Fall ein Hingucker.

  1. Versuch
Süßkartoffel Steckling ca. 3 Wochen

Für meinen Testanbau ziehe ich bereits seit 3 Wochen Süßkartoffelstecklinge vor. Dafür verwende ich Süßkartoffel-Stücke aus biologischem Anbau. Süßkartoffeln aus dem Supermarkt waren in meinem Versuch nicht keimfähig. Mithilfe von Zahnstochern, die sternenförmig in die Süßkartoffel gesteckt werden, kann das Ende der Knolle in ein Wassergefäß gestellt werden. Diese stehen jetzt an einem warmen Fensterplatz. Innerhalb einer Woche entwickeln sich kleine Wurzeln. Nach insgesamt 3 Wochen sind die ersten Triebe zu sehen.

Mai 2017

Bis zu den Eisheiligen mussten meine Stecklinge in ihren Gefäßen ausharren. Frisches Wasser und viel Licht ließen sich die Bataten gefallen. Mitte Mai war es jetzt soweit, die ersten Stecklinge konnten ins vorbereitete Beet umziehen. Ich konnte ein kleines Hügelbeet am Ende des Ackers vorbereiten. So dass die Ranken ungestört nach allen Richtungen wachsen dürfen.

Nach meinen Recherchen sollten die neuen Triebe von der Mutterknolle getrennt und einzeln eingepflanzt werden. Ich möchte jedoch kräftige Pflanzen ziehen, die größere Süßkartoffeln, in der doch kurzen Zeit Vegetationszeit, hervorbringen. Daher entschloss ich mich, die Triebe an der Mutterknolle zu lassen und komplett einzupflanzen.

Pflanzung nach den Eisheiligen Mitte Mai

Die Pflanzstelle wurde gut gelockert. Die zahlreichen Wurzeln grub ich 10-15 cm tief ein, so dass die Knolle noch leicht aus der Erde schaut. Zudem erhielt jede Pflanze einen Giesrand, damit die Pflanzen feucht gehalten werden können.

Wie geht es weiter:

Drei weitere Stecklinge sind noch zu klein, diese werden weiter am Fenster gezogen. Wenn sich das Grün zeigt, werden diese an eine andere Stelle verpflanzt. Vielleicht in einem Kübel, damit die Reifezeit verlängert werden kann, wenn es im Spätsommer kühl werden sollte. Zudem geben die langen Ranken einen schönen Sichtschutz ab.

Süßkartoffeln lieben es warm und sonnig jedoch keine Staunässe. Erntereif sind die neuen Knollen, wenn das Laub im September abstirbt. Nach der Ernte sollten Süßkartoffeln noch ein paar Tage abtrocknen, damit sie richtig gut schmecken.

Spinat

Spinat ist eine schnell wachsende, gesunde und vielseitige Gemüsepflanze. Ich baue den Spinat gern im Frühjahr an, um zeitig eigene Blättchen für meinen Salat und Smoothie ernten zu können. Spinat kann auch im Herbst angebaut werden und den Winter über auf dem Beet stehen bleiben. Bei milden Temperaturen können einzelne Blätter auch in der kalten Jahreszeit gepflückt werden.

Der Spinat ist ein Blattgemüse aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es gibt ca. 50 verschiedene Sorten. Alle weisen viele Vitamine und Mineralstoffe auf. So kann Spinat mit Vitamin A, B und C sowie Eiweiß, Eisen und Magnesium punkten. Ein problemloser Anbau und mehrfache Ernte machen den Spinat somit zu einem Muss auf dem Frühlingsbeet.

Angebaut wird der Spinat von März bis Anfang Mai. Danach lohnt es sich nicht mehr, da der Spinat schnell in die Blüte geht. Für die Herbstsaat empfiehlt sich eine Aussaat von August bis September. Der Spinat ist eine ideale Vorkultur für andere Gemüsesorten. Seine tiefen Wurzeln lockern den Boden optimal auf. Spinat benötigt einen nährstoffreichen Boden und mag es sonnig bis halbschattig. Wärme oder gar Hitze verträgt er nicht gut. Spinat sollte gleichmäßig feucht aber nicht zu nass gehalten werden. Gute Nachbarn sind Kohlrabi, Kohl, Bohnen, Erdbeeren und Zwiebeln. Mit Roter Beete, Mangold oder Sauerampfer verträgt sich der Spinat nicht. Wird Spinat im Kübel oder Balkonkasten angebaut, sollte er einmal die Woche gedüngt werden.

Aussaat
Ich säe Spinat in Reihen aus. Dabei werden Rillen im Abstand von ca. 20 cm gezogen. Die Samen sollten 1-3 cm tief und in einem Abstand von 3 cm ausgesät werden. Die Erde nur leicht andrücken. Sollte es im Frühjahr noch einmal kalt werden, kann ein Vlies oder eine Folie über dem Spinat die jungen Pflanzen schützen. Zu dicht gewachsene Pflänzchen schießen schnell, daher verzieht man sie.

Verwendung
Die ersten Blättchen sind länglich und bleiben stehen. Sobald die nächsten zwei Blattpaare erscheinen, kann man die ersten einzelnen Blättchen vorsichtig abknipsen. Da der Spinat sehr schnell wächst, hat man dann laufend frisches Grün. Ich verwende die ersten jungen Blättchen im Salat oder Smoothie. Für Gemüsegerichte schneide ich die großen Blätter ab, lasse aber die Spinatherzen stehen. Die Pflanze wächst dann noch ein bis zwei Mal nach. Sobald der Spinat in die Blüte geht, sollte er nicht mehr geerntet werden.
Das Blattgemüse hält sich 1-3 Tage im Kühlschrank. Spinat kann eingefroren werden. Dazu wird der Spinat kurz blanchiert und grob gehackt.

Rezept: Spinat zu Pasta, Maigarten-Smoothie

Spinat gehört zu den oxalsäurehaltigen Lebensmitteln. Daher sollte er nicht zu oft und in geringen Dosierungen auf dem Speiseplan stehen. Kochen vermindert den Oxalsäure-Gehalt, wenn das Kochwasser nicht mitverwendet wird.

Links

Schnelle Ernteerfolge mit Spinat
Radieschen

Aktuelle Beiträge

Februar: Wir fangen an

Die ersten Frühlingsstrahlen locken hinaus ins Freie. Es ist Ende Februar und im Garten geht es langsam los. Sobald frostfreies Wetter die Lebensgeister in Feld und Wiese wecken, können wir schon einiges im Garten tun:

  • Beerensträucher werden verschnitten.
  • Obstbäume benötigen einen Rückschnitt.
  • Rabatten werden vom Laub befreit.
  • Das Frühbeet kann aufgestellt werden damit sich die Erde erwärmt.
  • Die Planungen für die nahende Saison sollten zum Abschluss gebracht werden.
  • Sofern noch nicht vorhanden können schon Samen und Steckzwiebeln gekauft werden.