Der Jahresurlaub ist die schönste Zeit. Meist fällt diese längere Erholungsphase in den Sommer. Das ist jene Zeit, in der das angebaute Gemüse anfängt zu reifen. Die Bohnen fangen an zu blühen, wenn die Taschen gepackt werden. Aus dem Urlaub zurück, findet man nicht nur eine wahrlich grüne Hölle vor sich, es gibt auch allerhand zu ernten. Ähnlich wie bei Frau Holle rufen die Pflanzen: „Ernte mich!“ Aber der Schein trügt. Gerade bei den Bohnen kann es so ausgehen, dass eimerweise Erntegut gepflückt werden könnte. Im Nachgang stellt sich allerdings heraus, dass die Bohnen schon viel zu reif waren und die Schale auch nach längerem Kochen hart und strohig bleibt.

Dieser Enttäuschung kann vorbeugt werden. Bohnen säe ich so aus, dass sie erst nach dem Urlaub reifen. Buschbohnen benötigen mindestens 6 bis 8 Wochen ehe sie erste Früchte tragen. Stangenbohnen benötigen noch etwas länger.
Den Reifegrad testen
Überreife Busch- oder Stangenbohnen erkennt man daran, dass sie recht dick und schon ein wenig weich und sehr biegsam sind. Wenn ich nicht sicher bin, breche ich eine Bohne auseinander, so dass die einzelnen Bohnenkerne zu sehen sind. Füllen diese die komplette Bohnenhülse aus, ist die Bohne nicht zum Weiterverarbeiten im Ganzen geeignet. Wenn ich mir später beim Bohnenschnippeln nicht sicher bin, nutze ich ein weniger schwarfes Messer. Schneidet das Messer leicht durch die Bohne, ist sie gut. Schneidet das Messer nicht oder schwer, kann die Bohne weg.
Überreife Bohnen

Ich teste immer erst ein paar Bohnen direkt beim Pflücken. Denn zu reife Bohnen lasse ich einfach hängen und richtig ausreifen. Erst wenn diese trocken sind, werden sie gepflückt und zum Nachtrocknen an einem trockenen, frostfreien Platz eingelagert.
Reife Bohnenkerne können allerdings auch geerntet werden, wenn Sie nicht getrocknet sondern ähnlich wie Erbsen groß und rund sind. Allerdings lassen sich die Bohnenkerne schwer aus der Hülse pulen. Dies ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich. Die ausgepulten Kerne werden ca. 15 Minuten weichgekocht und können dann als Salatzugabe oder in einem Aufstrich verwendung finden.
Die gut getrockneten Bohnenkerne dienen als Saatgut und zum Verzehr im Winter. Dazu werden die trockenen Kerne aus den Hülsen gepult und in verschiedenen Gerichten verarbeitet. Trockene Bohnenkerne müssen einige Stunden einweichen, bevor sie gekocht werden können. Ich nutze diese für Eintöpfe, Aufstriche und Bratlinge.


Ausblick
Buschbohnen wachsen nach. Wer seine Bohnenpflanzen länger auf dem Beet belässt, entdeckt immer wieder neue Triebe und Blüten. Sie reifen noch einmal zu einer kleinen beschaulichen Menge nach. Je öfter gepflückt wird, desto mehr wird die Pflanze angeregt zu blühen.

Ein langer Begleiter ist die Feuerbohne. Sie rankt und sieht sehr dekorativ aus. Sie blüht den ganzen Sommer über bis in den September hinein. Mit ihren unzähligen Blüten wird sie dann sogar zur Bienenfutterpflanze. Die Bohnen reifen ab etwa Juli-August bis zum Frost. Nicht geerntete Bohnen trocknen unterm Laub und können als Trockenbohne für den Winter aufbewahrt werden.
Buschbohnen können bis Anfang August noch einmal nachgesät werden. Je nach dem, wann der erste Frost kommt, können dann Anfang Oktober noch junge Bohnen geerntet werden. Bohnen eignen sich auch als Begrünung für abgeerntete Flächen. Als Gründünger verbleiben Sie auf dem Boden und werden im kommenden Jahr eingearbeitet.
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Rettiche sind eher herb im Geschmack und zeichnen sich durch eine gewisse Schärfe aus. Sie können in jeden Salat geraspelt werden. Aufgeschnitten als Frischkost zum Snacken oder direkt als Brot-Belag finden Sie häufig Verwendung.







Ab April kann mit der ersten Aussaat direkt ins Beet begonnen werden. Die Rote Beete hat keine besonderen Ansprüche. Sie kommt mit jedem guten Boden aus und kann sonnig wie halbschattig gedeihen. Als Mittelzehrer eignet sie sich auch zur Zwischen- oder Nachkultur. Die recht großen Samenkörner kommen in der Reihe ca. alle 5 cm, 2 cm tief in die Erde. Der Reihenabstand sollte 25-30 cm betragen. Die Saat geht recht zügig auf. Zu dicht stehende Pflanzen können vereinzelt werden. Ich warte jedoch ab und ziehe nach Bedarf größere Knollen aus der Erde, damit die Übrigen wieder neuen Platz zum Wachsen haben. Eine Mulchschicht um die Pflanzen ist zu empfehlen, damit die Pflanzen feucht bleiben. Die Pflanzen benötigen regelmäßig Wasser, sonst werden die Rüben holzig.
Bereits während des Wachstums können kleine Blättchen den Salat ergänzen. Die Blätter der Roten Beete übertreffen den Vitamingehalt der Rüben um ein Vielfaches. Es gibt länglich wachsende und runde Rüben. Ich verwende beide Sorten gern. Kleine zarte Knollen können roh gegessen werden. Dazu müssen sie nicht einmal geschält werden. Rohe Rüben werden aufgeschnitten, geraspelt oder als Saft verwendet. Größere und später eingelagerte Rüben verwende ich hauptsächlich gegart. Es spricht allerdings nichts dagegen diese roh zuzubereiten. Gegarte Rote Bete eignet sich als Gemüsebeilage, gebacken aus dem Ofen oder als Salat. Dazu wird das Laub abgedreht, nicht geschnitten. Somit werden die Rüben nicht verletzt und der Saft bleibt im Inneren. Gekocht werden handgroße Rüben im Ganzen ca. eine knappe Stunde. Sie können auch im Ofen gegart werden. Die Wurzel bleibt beim Kochen an der Rübe. Das verhindert das Auslaufen des Saftes. Anschließend müssen die Rüben etwas abkühlen und können recht leicht geschält und kleingeschnitten werden. In der Regel lässt sich die Schale leicht abziehen.










Grünkohl kennt eigentlich jeder. Seit ich einen eigenen Garten habe, versuche ich Grünkohl anzubauen und spähe im Spätherbst immer neidisch über den Gartenzaun, wo prächtige Exemplare wachsen. Nicht zuletzt liegt mein Misserfolg auch daran, dass ich einen Acker bewirtschafte, den wir im Oktober pflügen. Somit müssten die Pflanzen spätestens zu diesem Zeitpunkt abgeerntet sein, was natürlich keinen Sinn macht. In den letzten Jahren kultiviere ich deshalb neben unserem Acker eine Beet-Fläche mit mehrjährigen Pflanzen wie Erdbeeren und Kräutern. Meine Versuche mit Grünkohl an dieser Stelle scheiterten allerdings an abgefressener Saat oder unterwühlten Pflanzen.
almkohl gibt es als Saatgut zu kaufen. Dieser kann ab April/Mai ins Beet ausgesät werden. Eine Anzucht unter Glas ist ab März möglich. Ich säe eine kleine Reihe von ca. 30-40 cm, ca 1-2cm tief. Achte darauf, dass die Saatkörner nicht zu dicht liegen, ein Abstand von 3cm ist zu empfehlen. Wenn die Pflanzen 10 – 15 cm groß sind, können sie auf freie Stellen im Beet oder im Kübel umgepflanzt werden.
Feinde
