Ein Kartoffelacker in Umstellung auf Permakultur

Eigene Kartoffeln anzubauen ist hier auf dem Land eigentlich nichts Besonderes. Es gibt auch nichts Wohlschmeckenderes als die selbst geernteten Knollen. Während früher große Flächen privat angebaut wurden, schrumpfen diese von Jahr zu Jahr. Aber Warum?

In den Gärten im ländlichen Brandenburg bauen hauptsächlich ältere Generationen Kartoffeln noch selbst an. Aber auch diese Generationen benötigen im Alter weniger, es gibt kaum noch Nutztiere denen Kartoffeln zugefüttert werden und sie schaffen es einfach nicht die großen Flächen allein zu bewirtschaften. Zunehmende Kartoffelkäferinvasionen, Dürre oder zuviel Regen in den letzten Jahren ermutigen nicht ein ganzes Feld zu bestellen. Zudem kann man ja heutzutage alles zu jederzeit kaufen.
Jüngere Generationen kaufen ebenfalls im Supermarkt, pflanzen maximal ein paar Kartoffeln in Hochbeete oder in Pflanzsäcke bzw. besorgen sich bestenfalls eine Gemüsekiste im Abo. Dabei wäre es so einfach sich mit den Älteren zusammenzuschließen und gemeinsam ein Stück Acker mit Kartoffeln zu bestellen. Der Platz auf den Ländereien wäre da. Der Aufwand kann aufgeteilt werden. Noch gibt es hier und da erfahrene Landfrauen und -männer, die ihr Wissen weitergeben könnten. Wer sich ein bischen damit beschäftigt, hat am Ende einen ordentlichen Wintervorrat und wird zumindest Kartoffel-Autark.

Wir bauten einst zusammen mit der Vorbesitzerin unseres Hofes Kartoffeln im großen Stil an. Lernten dies und das, hielten uns an Traditionen. Aber auch wir haben unser Kartoffelacker Jahr um Jahr ein wenig verkleinert. Warum? Es sind ähnliche Gründe: Berufstätigkeit, Kinder, viele andere Verpflichtungen. Wir haben nicht unbegrenzt Zeit dem Unkraut hinterherzujagen, stundenlang Kartoffelkäfer abzusammeln und auf Regen zu hoffen.

Seit gut einem Jahr befasse ich mich jetzt schon mit Permakultur und stelle verschiedene Bereiche in unserem Leben und den großen Garten um. Es darf wachsen was wächst. Wir ernten reichlich. Unser Kartoffelacker war uns aber bisher heilig. Es hatte eine gewisse Tradition. Kartoffeln setzen, aufpflügen, die Ernte der Kartoffeln und die Einlagerung im Kartoffelkeller wurden immer zusammen in der Familie erledigt. Jahr um Jahr das gleiche Spiel.

Als wir im Frühjahr den Entschluss fasten unseren Acker gar nicht zu pflügen, um den Boden zu schonen und auch hier in Richtung Permakultur zu gehen, betraten wir Neuland. Noch ging ich davon aus, dass wir wieder etwas weniger Kartoffeln anbauen würden, um mehr Gemüse ernten zu können.

Saatkartoffeln

Durch die sich schnell wandelnde Zeit mit all den Unsicherheiten und scheinbar düsteren Aussichten – sei es klimatisch oder gesellschaftlich – habe ich die Kartoffeln aus unserem Wintervorrat sehr zu schätzen gelernt. Wie wichtig wird es zukünftig sein, sich selbst versorgen zu können? Bisher schaute ich auf ökologischen Anbau, gesunde Lebensmittel und Vielfalt. Was, wenn Lebensmittel knapper werden, wenn wir wirklich auf uns alleingestellt wären? Wie können wir die Ressourcen Wasser und Strom sparsamer verwenden. Diese Gedanken brachten mich dazu die Kartoffel wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Die Knolle ist nachhaltig, das ganze Jahr verfügbar und macht die Familie satt. Sie kann in einem funktionierenden Kreislauf ohne Mitteleinsatz von außen jedes Jahr angebaut werden. Sicher ist aber auch, der Anbau erfordert Arbeitseinsatz, Ausdauer und Muskelkraft.

Bisher hatten wir die Kartoffeln mit Hilfe eines Kartoffelsetzers gesetzt. Mit einem Kartoffelsetzer werden Löcher in die Erde gedrückt. Ein Korb mit Saatkartoffeln in der Hand und schon geht es los. Die Kartoffeln kommen in die Löcher, die dann mit den Füßen zugedrückt werden. Rechts – links, Schritt um Schritt werden so zwei Reihen mit einem Mal bepflanzt. Das geht recht zügig.

Abgeerntete und freigeräumte Fläche für Kartoffeln

Aber zuvor musste ich die Ackerfläche freiräumen. Im Winter wuchsen verschiedene Wintergemüse und Grünkohl auf dem Stück. Zudem hatte ich Freiflächen mit Gartenabfällen und Laub gemulcht. Schon beim Glattharken bemerkte ich, wie locker und feucht die Erde auf den gut gemulchten oder bewachsenen Stellen war. Es gab jede Menge Regenwürmer die mich optimistisch stimmten. Im Gegensatz dazu ist die Erde auf den Wegen des letzten Jahres hart und trocken. Hier Pflanzlöcher zu buddeln oder zu drücken schien schwer zu werden. Es hatte lange nicht geregnet und es war auch kein Regen in Sicht. Die Erde trocknete auf den freigeräumten Flächen schnell aus.

Zeit die Kartoffeln zu setzen.

Wir versuchten Löcher mit dem Kartoffelsetzer in den Boden zu bekommen. Aber keine Chance, die Löcher vielen entweder sofort wieder zu oder der Kartoffelsetzer kam an den Stellen wo Wege waren erst gar nicht tief genug rein. Da wir dies schon befürchtet hatten, gingen wir zu Plan B über. Wir holten den Handpflug. Damit wollten wir Reihen ziehen, in die wir die Kartoffeln legen konnten. Hört sich erst einmal einfach an. War es dann aber doch nicht. Wie schwierig ist es, gerade Reihen zu ziehen? Der Pflug glitt mal tief mal gar nicht ins Erdreich. Bei festen Erdstücken brach er nach links oder rechts aus. Im Stillen dachten wir beide, was für ein Mist. Mit einem gepflügten Acker, so wie wir es immer gemacht hatten, wäre uns die Schinderei erspart geblieben. Ob das alles so richtig ist? Ob es das wert ist? Wir zogen unsere Reihen fertig, schwitzten und legten die Kartoffeln. Anschließend pflügten wir die Reihen gleich zu. Das gestaltete sich ähnlich kräftezehrend. Im Nachgang hatte ich überlegt, wäre es einfacher gewesen, die Reihen einfach zuzuharken und nach dem Aufgehen der Pflanzen aufzupflügen. Egal, die Knollen waren in der Erde. Geschafft!

Meine Gedanken kreisen jedoch gleich weiter. Eigentlich müsste ich die Reihen ordentlich mulchen um die Beikrautentwicklung zu minimieren. Da die Fläche doch recht groß ist, scheint es unmöglich so viel Mulch auf einmal aufzutreiben. Trotzdem begann ich bereits zu mulchen und werde zumindest einen Teil des Kartoffelackers mit Grünkraut abdecken. Testweise.

Zudem kann ich mir vorstellen, dass die Pflanzen nicht hundertprozentig in einer Reihe aufgehen werden. Das macht ein weiteres Aufpflügen schwierig. Manuelles Anhäufeln könnte nötig werden. Auch das Mulchmaterial ist beim Aufpflügen sicherlich hinderlich. Mein Ziel bleibt es dennoch die Erde irgendwie zu bedecken. Zum einen um Nährstoffe dem Boden, den Lebewesen und damit den Pflanzen zu geben und zum anderen um Feuchtigkeit im Boden zu halten. Denn je kräftiger die Pflanzen wachsen, desto weniger werden sie anfällig für Krankheiten und starkem Kartoffelkäferbefall.

Mulchmaterial bedeckt die Reihen

Des Weiteren werde ich zwischen die Kartoffeln verschiedene andere Pflanzen kultivieren. Erbsen zum Beispiel. Erbsen speichern wie alle Hülsenfrüchte (Leguminosen) Stickstoff an ihren Wurzeln und geben diesen dort später an den Boden ab. Das führt zu besseren Böden. Zudem sollen Kartoffelkäfer keine Erbsen mögen. Ähnliches gilt für Ackerbohnen. Ebenso denke ich an Ringelblumen und Grüne Bohnen. Zur Stärkung der Pflanzen gibt es Brennnesseljauche.

Fakt ist, der Boden muss mit organischen Materialen aufgebaut werden. Kommendes Jahr wird die jetzige Gemüsefläche mit Kartoffeln bepflanzt. Ich muss mir jetzt schon überlegen, wie ich den Boden füttere und locker halte. Gründünger, viel Mulchmaterial und Mischkultur sind Möglichkeiten. Verkleinere ich Wege? Brauch ich überhaupt Wege? Sie nehmen ja eh nur kostbaren Platz weg und verhärten den Boden. Mir fällt auf, dass die älteren Gartennachbarn keine sichtbaren Wege anlegen. Ich erinnere mich, unsere Vorbesitzerin hatte auch kaum Wege auf ihrem Acker.

So viele neue Ideen, so viele neue Erfahrungen und doch braucht es das alte Wissen um weiter zu gehen. Nur die Kombination aus altbewährtem und neuem Wissen kann uns durch diese unsicheren Zeiten tragen.

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Der Unterschied zwischen Zuckerschoten und Erbsen

Es ist schon verwirrend: Da gibt es Zuckerschoten, Kaiserschoten, Markerbsen, Palerbsen und viele andere Bezeichnungen der kleinen grünen Powerfrüchte. Allesamt gehören zu den Hülsenfrüchten und sind im Gegensatz zu Bohnen & Co. auch roh essbar. Wo liegen nun aber die Unterschiede und wie baue ich die einzelnen Erbsensorten an?

Zuckerschoten

Zuckerschoten, Zuckererbsen oder auch Kaiserschoten können samt Schote gegessen werden. Die Schoten werden in einem jungen Stadium geerntet, wenn die Erbsen noch klein sind. Ausgewachsene Erbsen, dicke Schoten, können auch ausgepult Verwendung finden. Zuckerschoten sind, wie der Name schon sagt, sehr süß und daher ein frohlockender Snack.

Markerbsen sind richtige grüne Erbsen, die vor allem frisch verzehrt werden können. Sie haben ebenfalls einen höheren Zuckergehalt, weshalb die kleinen grünen Erbsen sehr beliebt sind.

Pal- oder Schalerbsen finden eher als Trockenerbsen Verwendung. In diesen Erbsen überwiegt der Stärkeanteil. Aus diesem Grund werden Palerbsen eher für herzhafte Gerichte, wie Suppen und Eintöpfe eingesetzt.

Kapuzinererbse – Blauwschokker

Anbau

Alle Erbsensorten können bereits ab Ende März / Anfang April ausgesät werden. Palerbsen sind Frühstarter und dürfen auch schon eher im März ins Beet. Ich beginne meistens mit den Zuckerschoten. Die Saatkörner werden über Nacht in Wasser eingeweicht und anschließend in einem Beet mit gelockertem Boden ausgesät. Es ist nicht nötig den Boden vorher zu düngen oder großzügige Kompostgaben auszubringen. Gesät wird in Reihen aller 20-25 cm ca. 5 cm tief. Die Saaterbsen lege ich in ca. 3-5 cm Abständen. Sobald die Pflanzen 15 bis 20 cm groß sind, werden sie angehäufelt und bekommen ein Gerüst aus Reisig-Ästen. Zuckerschoten und Erbsen können bis zu 1,20 hoch werden. Eine Mulchschicht hält Feuchtigkeit im Boden und minimiert Beikräuter.

Erbsen eigenen sich gut als Vorkultur. Wie alle Leguminosen speichern sie in ihren Wurzeln Stickstoffe, die den Boden aufwerten und lockern. Nach den Erbsen können Grün- und Rosenkohl sowie Wintersalate oder Herbstrübchen angebaut werden.

Markerbsen mit Reisig-Zweigen

Der Unterschied liegt in der Ernte und Verwendung

Zuckerschoten können zeitig als ganze Schote geerntet werden. Sie werden komplett mit Schote am besten roh oder kurz gedünstet gegessen.

Markerbsen sind zwar auch als dünne, junge Schote roh essbar. Die Schoten sind aber etwas härter und werden im weiteren Reifeverlauf sehr zäh und faserig. Die Haupternte der Markerbsen wird ausgepult. Die Erbsen sollten dabei nicht vollreif sein. Besser ist es, wenn die Erbsen in der Hülse noch frisch grün sind und ein wenig Platz in ihrer Schote haben.

Pal- und Schalerbsen bleiben am Strauch bis sie getrocknet sind. Die prallen Schoten können an einem warmen luftigen Ort auch nachgetrocknet werden. In einem Leinensack ausgedroschen oder per Hand ausgepult ergeben sie einen tollen Wintervorrat.

Wer seine Zuckerschoten und Markerbsen nach der Ernte auf dem Beet belässt, kann mit einer kleineren Nachernte im Sommer rechnen. Die Pflanzen produzieren noch einmal Blüten und Früchte, wenn alle Erbsen abgeerntet wurden. Bei den Schalerbsen geht dies nicht, da die Schoten an der Pflanze ausreifen. Die Pflanze hat damit Ihr Ziel erreicht und Samen für folgende Generationen produziert. Es folgen höchstens vereinzelt neue Blüten.

frische Markerbsen

Weitere Anbau-Informationen finden Sie hier: Die Zuckerschote

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Ernte der Kohlköpfe

Wann ist ein Kohl erntereif? Es gibt einige Kriterien, die uns bei der Entscheidung helfen.

Weißhohl


Im Spätsommer sollten die Kohlköpfe öfter kontrolliert werden. Kohlkopf Nr. 1 (oben) beispielsweise ist sieht noch jung und frisch aus. Die Kohlblätter sind glänzend, kräftig und der Kopf unversehrt. Er könnte noch eine Weile auf dem Beet bleiben und wachsen.

Nr. 2 sollte bald geerntet werden. Reife Kohlköpfe neigen zum Platzen. Das machen sie nicht auf einmal, sondern sehr langsam. Oft sieht man nur einen kleinen Riss an der Seite.

In Bild Nr. 3 und 4 ist der Beginn eines Risses zu sehen. Jetzt heißt es aufgepasst. Wartet man mit der Ernte zu lange, kann der Kohlkopf von innen faulen oder ganz auseinander brechen. Im Inneren des Kohlkopfes wird es zu eng, er möchte eine Blüte ausbilden. Ähnlich wie beim Kopfsalat wird die Blüte aus der Mitte heraus wachsen.

Zum Einlagern sollten Kohlköpfe keine Risse haben und richtig fest sein.


Der Wirsing im obigen Bild ist zwar noch nicht besonders groß, die blassere Farbe der Blätter zeigt mir jedoch, dass er geerntet werden muss. Ein wachsender Wirsing hat dunkelgrüne kräftige Blätter, die nach innen heller werden. Der Kopf ist zudem noch locker und nicht so prall.

Ich nahm den Wirsing mit in die Küche. Sommer-Wirsing ist super zart und kann gerne roh als Salat oder ganze Blätter als Wrap verwendet werden.

Ich habe mich für Salat entschieden. Kleingeschnibbelt, mit frischer Petersilie, Salz, Pfeffer, Essig, Öl und wer mag was Süßes, schon ist ein super gesunder leichter Salat fertig.

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Kopfsalate pflanzen

Von April bis in den Juni hinein können Kopfsalate gepflanzt werden. Es gibt unzählige Sorten der frischen Salatköpfe. Am bekanntesten sind wohl die handelsüblichen grünen Kopfsalate und Eisbergsalate. Es gibt jedoch abseits der Supermarktregale interessante Sorten wie beispielsweise „Indianerperle“ oder „Eissalat Sioux“, derzeit meine Favouriten.

Salatpflanzen säe ich selbst aus. Dazu eignet sich ein Aussaatbeet, in dem der Kopfsalat einfach in einer Reihe ausgesät wird. Zudem eignen sich Salatpflanzen als Markierungssaat für Möhren. Möhren benötigen meist 2-3 Wochen ehe sie keimen. Daher ist es ratsam eine Markierungssaat mit auszusäen. Ich mische die Möhrensamen mit Kopfsalat- oder Radieschensamen. Der Vorteil liegt darin, dass die Aussaatreihen eher zu erkennen sind. Währenddessen Radieschen einfach geerntet werden, sollten die Kopfsalatpflanzen verpflanzt werden. Dies ist nicht ganz einfach und erfordert ein wenig Geschick. Allerdings nehmen es einem die Kopfsalatpflanzen selten übel und fast jede Pflanze wächst frisch verpflanzt munter weiter.

Kopfsalatpflanze als Markierungssaat zwischen den Möhren

Damit dies auch gelingt, sollte der Boden weder zu nass noch zu trocken sein. Idealerweise hatte es ein paar Stunden zuvor geregnet und die Erde ist durchweg feucht. Jungpflanzen sollten immer bei bedecktem, gemäßigten Wetter verpflanzt werden, nie bei praller Sonne, über Mittag oder in einer anhaltenden Hitzeperiode. Wenn es anhaltend warm ist, nutzt man die frühen Abendstunden. Somit haben die Pflanzen in der Nacht die Möglichkeit sich zu erholen.

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Das Verpflanzen

Salatpflanzen

Die Salatpflänzchen sollten 7-10 cm groß sein. Je nachdem, wie dicht die Möhren gewachsen sind, benötigt es ein wenig Fingerspitzengefühl. Mit einer schmalen Schippe oder bei lockerem Boden auch einem kleinen Stab oder einem alten größeren Löffelstiel hebt man vorsichtig die Pflanze aus der Erde. Die Wurzel ist meist dünn und kann bis zu 10 cm lang sein. Um so mehr Erde haften bleibt, um so besser. Die kleinen Möhrenpflänzchen werden wieder vorsichtig festgedrückt und bei trockenem Wetter später noch einmal gut gegossen.

Idealerweise ist das Beet oder der Platz für die neuen Salatpflänzchen schon fertig bearbeitet. Salat benötigt lockeren normalen Boden. Kopfsalat braucht Luft und sollte daher nicht zu eng gepflanzt werden. 30 x 30 cm Abstand sind Minimum. Anderenfalls fängt der Salat an zu schießen oder zu faulen.

Das Pflanzloch sollte so tief sein, wie die Wurzel lang ist. Ich benutze meine Finger zum einpflanzen, dabei kann ich die Pflanze nicht verletzen. Das Herz des Salates sollte leicht aus der Erde gucken. Die Salatpflanze darf nach dem Andrücken nicht umfallen. Sollte dies der Fall sein, die Pflanze lieber ein kleines Stückchen tiefer setzen. Frisch gepflanzt sehen die Pflanzen immer schön aus. Nach dem Angießen liegt der Salat allerdings meist flach am Boden, platt, matt, wie drübergefahren. Das macht aber nichts, in 1-3 Tagen stehen die kleinen Pflanzen wieder in voller Pracht und werden von da an zügig wachsen.

Viele Leute haben Probleme mit Schnecken. Hier hilft nur absammeln und einen Schneckenschutz um den Salat zu bauen. Wer den Platz hat, sollte Mischkulturen anlegen. Dabei wird der Salat kunterbunt durcheinander in den Garten gepflanzt. Lieber ein paar Köpfe mehr als zu wenig. Salat wächst zudem auch in Kübeln oder Hochbeeten.

Links:

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Die Krux mit den überreifen Bohnen

Der Jahresurlaub ist die schönste Zeit. Meist fällt diese längere Erholungsphase in den Sommer. Das ist jene Zeit, in der das angebaute Gemüse anfängt zu reifen. Die Bohnen fangen an zu blühen, wenn die Taschen gepackt werden. Aus dem Urlaub zurück, findet man nicht nur eine wahrlich grüne Hölle vor sich, es gibt auch allerhand zu ernten. Ähnlich wie bei Frau Holle rufen die Pflanzen: „Ernte mich!“ Aber der Schein trügt. Gerade bei den Bohnen kann es so ausgehen, dass eimerweise Erntegut gepflückt werden könnte. Im Nachgang stellt sich allerdings heraus, dass die Bohnen schon viel zu reif waren und die Schale auch nach längerem Kochen hart und strohig bleibt.

Blaue Kapuziner Bohnen werden beim Kochen grün.

Dieser Enttäuschung kann vorbeugt werden. Bohnen säe ich so aus, dass sie erst nach dem Urlaub reifen. Buschbohnen benötigen mindestens 6 bis 8 Wochen ehe sie erste Früchte tragen. Stangenbohnen benötigen noch etwas länger.

Den Reifegrad testen

Überreife Busch- oder Stangenbohnen erkennt man daran, dass sie recht dick und schon ein wenig weich und sehr biegsam sind. Wenn ich nicht sicher bin, breche ich eine Bohne auseinander, so dass die einzelnen Bohnenkerne zu sehen sind. Füllen diese die komplette Bohnenhülse aus, ist die Bohne nicht zum Weiterverarbeiten im Ganzen geeignet. Wenn ich mir später beim Bohnenschnippeln nicht sicher bin, nutze ich ein weniger schwarfes Messer. Schneidet das Messer leicht durch die Bohne, ist sie gut. Schneidet das Messer nicht oder schwer, kann die Bohne weg.

Überreife Bohnen

Bohnen und Bohnenkerne immer kochen! Roh enthalten sie Blausäure & Phasin. Diese Stoffe sind bei übermäßigem Verzehr giftig.

Ich teste immer erst ein paar Bohnen direkt beim Pflücken. Denn zu reife Bohnen lasse ich einfach hängen und richtig ausreifen. Erst wenn diese trocken sind, werden sie gepflückt und zum Nachtrocknen an einem trockenen, frostfreien Platz eingelagert.

Reife Bohnenkerne können allerdings auch geerntet werden, wenn Sie nicht getrocknet sondern ähnlich wie Erbsen groß und rund sind. Allerdings lassen sich die Bohnenkerne schwer aus der Hülse pulen. Dies ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich. Die ausgepulten Kerne werden ca. 15 Minuten weichgekocht und können dann als Salatzugabe oder in einem Aufstrich verwendung finden.

Die gut getrockneten Bohnenkerne dienen als Saatgut und zum Verzehr im Winter. Dazu werden die trockenen Kerne aus den Hülsen gepult und in verschiedenen Gerichten verarbeitet. Trockene Bohnenkerne müssen einige Stunden einweichen, bevor sie gekocht werden können. Ich nutze diese für Eintöpfe, Aufstriche und Bratlinge.

Ausblick

Buschbohnen wachsen nach. Wer seine Bohnenpflanzen länger auf dem Beet belässt, entdeckt immer wieder neue Triebe und Blüten. Sie reifen noch einmal zu einer kleinen beschaulichen Menge nach. Je öfter gepflückt wird, desto mehr wird die Pflanze angeregt zu blühen.

Feuerbohnen sind ideale Bohnen zum Trocknen

Ein langer Begleiter ist die Feuerbohne. Sie rankt und sieht sehr dekorativ aus. Sie blüht den ganzen Sommer über bis in den September hinein. Mit ihren unzähligen Blüten wird sie dann sogar zur Bienenfutterpflanze. Die Bohnen reifen ab etwa Juli-August bis zum Frost. Nicht geerntete Bohnen trocknen unterm Laub und können als Trockenbohne für den Winter aufbewahrt werden.

Buschbohnen können bis Anfang August noch einmal nachgesät werden. Je nach dem, wann der erste Frost kommt, können dann Anfang Oktober noch junge Bohnen geerntet werden. Bohnen eignen sich auch als Begrünung für abgeerntete Flächen. Als Gründünger verbleiben Sie auf dem Boden und werden im kommenden Jahr eingearbeitet.

Buchtipps:

Volle Power Hülsenfrüchte: Grüne Proteine satt
Bohnen, Erbsen, Linsen & Co. Vollwertige Rezepte mit Hülsenfrüchten.

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Kann ich jetzt noch etwas säen (August)
August – Die Haupterntezeit beginnt

Hast du schon etwas gesät?

Radieschen im Frühbeet Anfang März

Derart ungläubige Fragen bekomme ich im zeitigen Frühjahr oft. Wer einen Garten sein Eigen nennt, kann es kaum erwarten, endlich loslegen zu dürfen. „Ein wenig.“ antworte ich meist, um niemanden zu verschrecken. Denn wen es in den Fingern juckt, der hat schon längst zur Samentüte gegriffen.

Im Frühbeet, Gewächshaus oder einem Folienzelt ist es eher möglich nicht nur Aussaaten vorzunehmen, sondern auch erste kleine Pflanzen in die Erde zu setzen. Für den Gemüseanbau im Freiland gilt, der Boden muss abgetrocknet sein und es sollte nicht mehr vor Kälte in den Fingern zwicken.

Es gibt Gemüsesamen, die dürfen schon zeitig in die Erde. Puffbohnen, Spinat, Rübstiel oder Stielmus frühe Möhren, Rucola, Radieschen, Schwarzwurzeln und Petersilie beispielsweise können je nach Witterung Ende Februar in vorbereitete Beete gesät werden.

Pflücksalat im Frühbeet Anfang März

Ab Mitte März ist es dann auch für Pflücksalate und Zwiebeln soweit. Zum Schutz vor kalten Nächten, lege ich ein Vlies über die Aussaaten.

Kleine Gemüsepflänzchen ziehe ich im Frühbeet vor. Das sind beispielsweise Kohlrabi- und Kopfsalatpflanzen.

Genug oder? Also warme Gartenstiefel, Winterjacke und Mütze angezogen und raus mit Euch! Den Pflanzen ist es weder zu windig noch zu kalt. Was sie wollen ist vor allem Licht und das gibt es jetzt jeden Tag ein bisschen mehr.

 

Rettich als Nachkultur

Ich kannte Rettiche nur aus dem Supermarkt als Wintergemüse. Seit 2-3 Jahren baue ich den weißen und schwarzen-runden Rettich im Garten als Nachkultur an. Bis in den Winter hinein können die Rettiche geerntet werden. Rettiche wachsen schnell und unkompliziert. In der Reihe bis Ende August gesät, zeigen sich schnell die ersten Blättchen. Mit ausreichendem Platz wachsen die Rettiche zu stattlichen Pflanzen heran.

Rettiche sind sehr gesund. Besonders der Vitamin-C-Gehalt, B-Vitamine und die Senföle sind hervorzuheben. Zudem enthält der Rettich ein Mineralstoffpaket aus Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Eisen.

Mich begleiten die Rettiche die gesamte dunkle Jahreszeit über. Sie können im kühlen Keller noch eine ganze Weile eingelagert werden. Besonders die schwarzen runden Rettiche halten sich gut.

Rettiche sind eher herb im Geschmack und zeichnen sich durch eine gewisse Schärfe aus. Sie können in jeden Salat geraspelt werden. Aufgeschnitten als Frischkost zum Snacken oder direkt als Brot-Belag finden Sie häufig Verwendung.

Übrigens: Die kleinen Verwandten der Rettiche, die Radieschen können noch ausgesät werden.

 

Unser altes Folienzelt und die Gurkenpflanzen

Das jähe Warten hat ein Ende wenn die Temperaturen steigen und die Natur geradezu explodiert. Kaum blühen die Forsythien, blühen auch schon die ersten Obststräucher, blühen die wilden Pflaumen und später die Steinobstbäume im Garten. Die Birnbäume reihen sich ein und schon sind die Apfelbäume dran. Jetzt, wo alles grünt und blüht, wird die Arbeit im Garten plötzlich unüberschaubar. Hier und dort wächst bereits das (Un)kraut. Die Samen müssen in die Erde, Pflanzen wollen vorgezogen werden (sein). Alles scheint auf einmal wichtig und es ist wahnsinnig schwer eine Prioritätenliste zu erstellen. Ja genau, Prioritäten sind zumindest für die „Moonshinefarmer“, die „Wochenendgärtner“ ziemlich wichtig. Sonst kann der liebgewonnene Garten schnell zur Belastung werden. Jeder sollte sich überlegen: Was ist mir wichtig? Wie viel Zeit und Energie möchte ich einbringen? Was kann ich ernten und verarbeiten? Anhand dieser Fragen sollte ein grober Plan erstellt werden.

Ich stelle mir immer wieder diese Fragen und optimiere meine Arbeitseinsätze so gut es geht. Keiner sollte im Garten sein eigener Sklave werden. Ich bestelle meinen Garten weil es mir Spaß macht. Ich habe Freude daran, etwas zu kreieren und zu planen. Dabei erhole ich mich vom Arbeitsalltag und finde meinen Ausgleich. Zudem vertiefe ich meine Erfahrungen und gebe sie gerne weiter. Ich möchte das Wissen, was ich von älteren Generationen gelernt habe neu entdecken und weiterführen. Nebenbei produziere ich für eine 4-köpfige Familie, Verwandte und Freunde jede Menge Gemüse und Obst in Bioqualität.

Und aus diesen ganzen Zielen heraus stellten wir auch in diesem Jahr wieder das alte Folienzelt auf. Es besteht aus 5 Metallbügeln, einer selbstgebauten Tür, Holzleisten, Nägeln und einer alten Folie. Viele Jahre mussten wir das Aufstellen erlernen. Von der Vorbereitung bis zu den einzelnen Handgriffen und Tricks wurde uns der Aufbau geduldig beigebracht. Abweichungen in der Vorgehensweise waren strengstens verboten. Jetzt, da wir dieses Zelt schon viele Jahre allein aufbauen, folgen wir immer noch diesen Regeln. Aber warum? Warum kaufen wir uns nicht einfach ein neues, modernes Zelt? Wie wäre es mit einem Gewächshaus? Brauchen wir wirklich so ein Zelt?

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Ich kaufte vor 5 Jahren mein erstes Tomatenzelt. Es hielt nicht lang. Ich kaufte ein großes Tomatenzelt und es hält wahrscheinlich auch nicht länger als 3-4 Jahre. Die starke Sonneneinstrahlung, die Stürme und Unwetter der letzten Jahre setzen den neuen Materialien sehr zu. Zudem lassen sich die neuen Zelte nicht richtig schließen. Sie sind nicht so frostsicher wie unser altes Folienzelt. Auch hält das alte Folienzelt jedem Unwetter stand. Generation um Generation hat sich mit dem Aufbau dieser Art Folienzelte beschäftigt und sie optimiert. Das Bewährte wurde weiterentwickelt und weitergegeben. Es ist eine Art Familientradition. Aktuell kenne ich nichts Besseres um meine Gurkenpflanzen optimal wachsen zu lassen.

Schlangengurken pflanzen

Im Abstand von knapp einem Meter wird ein Loch von ca. 30x30x30cm ausgehoben. Hinein kommt Mist oder guter Kompost. Dieser wird anschließend mit Erde gemischt. Jede Gurkenpflanze bekommt einen Stab und einen Tontopf. Der Tontopf dient der Bewässerung. Da ich als „Moonshinefarmer“ nicht täglich im Garten sein kann, habe ich ein System entwickelt, mit dem meine Pflanzen mindestens 3 Tage allein bleiben können. Der Tontopf kommt direkt neben den Wurzelballen und wird ebenerdig miteingegraben. Rings um die Pflanze kommt eine Gießmulde (Ein Ring aus Erde), damit das Gießwasser nicht weglaufen kann. Gegossen wird in den Topf. Die Pflanzen werden so lange gegossen, bis der Topf voll Wasser bleibt. Erst dann ist die Erde rings herum ausreichend nass und bleibt es dann auch entsprechend lang. Später, wenn die Pflanzen groß sind und sich auch auf der Erde ranken, weiß ich anhand der Töpfe, wo die Pflanzen gegossen werden müssen. Gurken werden immer mit leicht erwärmten Wasser gegossen, nie mit kaltem, welches beispielsweise aus einem tiefen Brunnen oder der Wasserleitung kommt.

Rankhilfe

Ist die Pflanze über einen Meter hoch, wird der Haupttrieb abgeknipst. Dies fördert die Bildung der Seitentriebe. Spätestens jetzt sollte der Pflanze eine Rankhilfe angeboten werden. Ob die Gurkenpflanzen dann tatsächlich hochranken oder lieber auf der Erde weiterwachsen wollen, entscheidet scheinbar jede Pflanze für sich.

Lüften

Mein Folienzelt bleibt die meiste Zeit lang zu. Wenn es sehr heiß ist, sollte gelüftet werden. Dann ist es wichtig die Pflanzen regelmäßigzu gießen. Wenn ich bei sehr heißem Wetter das Zelt nicht lüften kann, können hochrankende Pflanzenteile verbrennen. Allerdings erholen sich die Pflanzen anschließend. Meist bleiben die Triebe auf dem Boden verschont und treiben entsprechend neu aus.

Rezepte

Spreewälder Gurkensalat
Schmorgurken

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Rhabarber, starke Gemüsestaude

Was wäre ein Frühling ohne Rhabarberkuchen oder Rhabarberkompott? Die fruchtig sauren Stangen wachsen in meinem Garten leider nicht so üppig, wie ich es aus meiner Kindheit gewöhnt war. Dennoch hege und pflege ich meine Stauden. Wähle neue Standorte für Ableger und freue mich Jahr für Jahr über meine Rhabarber-Ernte.

Die Rhabarberstaude ist ein Stielgemüse und kommt aus Asien, genauer aus China. Die Stauden sind sehr winterhart und können 10 Jahre am gleichen Standort bleiben. Bei guter Pflege werden die Stauden von Jahr zu Jahr größer.

Anbau

Der Rhabarber wird durch Teilung vermehrt. Junge Pflanzen gibt es in Töpfen zu kaufen oder werden von einer alten Rhabarberstaude abgestochen. Dazu wird vom alten Wurzelballen ein etwa faustgroßes Stück mit Blattknospen im Herbst oder zeitigem Frühjahr abgestochen.

Die ideale Pflanzzeit ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr. Im Topf gekaufte Pflanzen können jederzeit gepflanzt werden. Für jede Pflanze wird ein Platz von ca. 1 Quadratmeter benötigt. Die roten lieblicheren Sorten sind eher kleiner, grüne sauere Sorten benötigen noch mehr Platz. Rhabarber mag es sonnig, gibt sich allerdings auch mit einem halbschattigen Plätzchen zufrieden.

Der Boden sollte tiefgründig gelockert werden. Rhabarber benötigt als Starkzehrer entweder Stallmist oder guten verrotteten Kompost. Der Wurzelstock wird so tief gepflanzt, dass die Blattknospen aus dem Boden schauen. Zum Abschluss wird nochmals eine gute Gabe Komposterde um die Pflanze verteilt. Es bietet sich an, den vorgesehen Platz der Rhabarberstaude mit Mulchmaterial abzudecken, damit die Erde nicht austrocknet. Rhabarber benötigt viel Feuchtigkeit, vor allem in der Wachstumsphase von Mai bis Juni.

Pflege

Nach dem Pflanzen müssen sich die Stauden erst entwickeln. Das benötigt Zeit. Die erste Ernte sollte nicht vor dem zweiten Jahr erfolgen. Die Staude wächst von Jahr zu Jahr größer und liefert immer mehr Ertrag.

Damit der Ertrag sich erhöht, ist es wichtig die Staude regelmäßig zu wässern und zu düngen. Im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden auftaut, wird mit einer ordentlichen Schicht Kompost gedüngt. Alternativ kann auch rund um die Staude Stallmist eingearbeitet werden. Nach der Ernte im Juni benötigt die Pflanze ebenfalls Dünger. Hier eignet sich beispielsweise eine Brennnessel-Jauche. Auf genügend Feuchtigkeit ist während der gesamten Wachstumszeit zu achten.

Ernte

Ab dem dritten Standjahr werden große Stangen aus dem Wurzelstock gedreht bzw. gezogen. Dabei werden lediglich ein Drittel bis die Hälfte der Stangen geerntet. Die übrigen Stangen benötigt die Staude zum Wachsen. Bis Mitte Juni kann so immer wieder geerntet werden. Danach enthalten Die Stangen zu viel Oxalsäure. Zudem muss sich die Staude für das kommende Jahr erholen. Zeigen sich Blütenknospen werden diese entfernt.

Verwendung

Vom Rhabarber werden nur die Stangen verwendet. Die Blätter des Rhabarbers enthalten zu viel Oxalsäure und dürfen nicht verzehrt werden. Die Rhabarberstangen weisen weniger Oxalsäure auf. Je später im Sommer geerntet wird, desto mehr Oxalsäure wird gebildet. Aus diesem Grund wird Rhabarber nie roh gegessen. Blanchieren Sie die kleingeschnittenen Rhabarber-Stangen vor der Verwendung, so geht die Oxalsäure ins Wasser über. Auch wird empfohlen Rhabarber mit Milchprodukten zu kombinieren, was die Wirkung der Oxalsäure vermindern soll.

Ich verwende Rhabarber vor allem für Kuchen und Kompott. Ebenso lässt sich ein leckerer Sirup aus Rhabarber herstellen. In Maßen genossen, ist der Rhabarber ein Vitamin- und Mineralienspender. Er liefert neben Vitamin C auch jede Menge Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Rhabarber wird gesundheitlich genutzt um Darm, Leber und Galle zu reinigen.

Rezepte

Rhabarber-Buttermilchkuchen
Rhabarberkuchen de luxe

 



Rote Beete – Rote Rüben

Die gesunden, roten Knollen sind nahezu überall erhältlich. Das liegt daran, dass die Rote Beete fast immer Saison haben. Rote Rüben können in den Wintermonaten gut eingelagert werden. Ab dem späten Frühjahr werden bereits die ersten frischen Rüben geerntet. Rote Beete sind reich an vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Sie helfen den Körper zu reinigen, senken den Blutdruck und sind damit gut für das Herz und die Blutgefäße. Zudem schmecken die kleinen Vitaminbomben einfach lecker, bringen ordentlich Farbe auf den Teller und sollten daher in keinem Garten fehlen.

Anbau

Ab April kann mit der ersten Aussaat direkt ins Beet begonnen werden. Die Rote Beete hat keine besonderen Ansprüche. Sie kommt mit jedem guten Boden aus und kann sonnig wie halbschattig gedeihen. Als Mittelzehrer eignet sie sich auch zur Zwischen- oder Nachkultur. Die recht großen Samenkörner kommen in der Reihe ca. alle 5 cm, 2 cm tief in die Erde. Der Reihenabstand sollte 25-30 cm betragen. Die Saat geht recht zügig auf. Zu dicht stehende Pflanzen können vereinzelt werden. Ich warte jedoch ab und ziehe nach Bedarf größere Knollen aus der Erde, damit die Übrigen wieder neuen Platz zum Wachsen haben. Eine Mulchschicht um die Pflanzen ist zu empfehlen, damit die Pflanzen feucht bleiben. Die Pflanzen benötigen regelmäßig Wasser, sonst werden die Rüben holzig.

Verwendung

Bereits während des Wachstums können kleine Blättchen den Salat ergänzen. Die Blätter der Roten Beete übertreffen den Vitamingehalt der Rüben um ein Vielfaches. Es gibt länglich wachsende und runde Rüben. Ich verwende beide Sorten gern. Kleine zarte Knollen können roh gegessen werden. Dazu müssen sie nicht einmal geschält werden. Rohe Rüben werden aufgeschnitten, geraspelt oder als Saft verwendet. Größere und später eingelagerte Rüben verwende ich hauptsächlich gegart. Es spricht allerdings nichts dagegen diese roh zuzubereiten. Gegarte Rote Bete eignet sich als Gemüsebeilage, gebacken aus dem Ofen oder als Salat. Dazu wird das Laub abgedreht, nicht geschnitten. Somit werden die Rüben nicht verletzt und der Saft bleibt im Inneren. Gekocht werden handgroße Rüben im Ganzen ca. eine knappe Stunde. Sie können auch im Ofen gegart werden. Die Wurzel bleibt beim Kochen an der Rübe. Das verhindert das Auslaufen des Saftes. Anschließend müssen die Rüben etwas abkühlen und können recht leicht geschält und kleingeschnitten werden. In der Regel lässt sich die Schale leicht abziehen.

Oft ist zu lesen, dass man beim Verarbeiten von Roter Beete Handschuhe tragen soll. Das mache ich nicht. Sicher werden die Hände beim Zubereiten rot. Wenn diese aber anschließend gleich gewaschen werden, geht die Farbe weitestgehend wieder ab. Zur Not hilft Zitronensaft.

Wintervorrat

Im Frühsommer ausgesäte Rote Rüben können bis zu den ersten Frösten auf den Beeten verweilen. Dazu benötigen Sie einen Abstand von mindestens 15 bis 20 cm, um ordentlich wachsen zu können. Müssen Sie dann abgeerntet werden, wird das Laub vorsichtig abgedreht. Die Rüben lagern sich am besten wie Möhren in einer Kiste mit feuchtem Sand im frostfreiem Keller. Sie können auch in einer Erdmiete überwintern.

Rezepte

Hummus aus Roter Bete
Salat aus Roter Bete




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