Nachhaltige Anbaumethoden im Hochbeet

Praxisnahe Tipps zu Bodenpflege, organischer Kompostnutzung und effizientem Wassermanagement:

Ein Gastbeitrag von Franziska Frank, Hochbeet-Hans.de |

Quelle: Hochbeet-Hans.de

Hochbeete gelten als wahre Alleskönner im naturnahen Garten: Sie sind rückenschonend, vielseitig einsetzbar und ermöglichen selbst auf kleiner Fläche erstaunliche Erträge. Damit ein Hochbeet jedoch nicht nur praktisch, sondern auch nachhaltig ist, kommt es auf die richtige Pflege und Bewirtschaftung an. Wer Boden, Wasser und organische Materialien bewusst einsetzt, schafft ein stabiles System, das langfristig fruchtbar bleibt.

Im Folgenden werden praxisnahe Methoden gezeigt, wie Hochbeete nachhaltig genutzt werden können – mit Fokus auf lebendiger Bodenpflege, Kompostnutzung und wassersparendem Gärtnern.


Lebendige Bodenpflege statt „Verbrauchserde“

Ein häufiger Fehler bei Hochbeeten ist, sie wie einen großen Blumentopf zu behandeln: Erde rein, Pflanzen rein – und nach ein, zwei Jahren ist der Boden ausgelaugt. Nachhaltige Bodenpflege bedeutet jedoch, den Boden als lebendiges System zu verstehen.

Bewährte Maßnahmen für gesunden Hochbeetboden:

  • Schichtaufbau nutzen: Grobes organisches Material (z. B. Zweige, Laub, Pflanzenreste) im unteren Bereich verbessert die Durchlüftung und speichert Feuchtigkeit.
  • Regelmäßig mulchen: Eine Mulchschicht aus Grasschnitt, Laub oder Stroh schützt vor Austrocknung, fördert Bodenleben und unterdrückt Beikräuter.
  • Schonend gärtnern: Nicht unnötig umgraben – Regenwürmer und Mikroorganismen übernehmen die Bodenlockerung.

So entsteht mit der Zeit ein humusreicher Boden, der Nährstoffe speichern und bedarfsgerecht abgeben kann.


Organische Kompostnutzung direkt im Hochbeet

Kompost ist das Herzstück eines nachhaltigen Gartens – auch im Hochbeet. Statt ausschließlich fertigen Kompost einzubringen, lässt sich organisches Material direkt im Beet verwerten.

Praktische Möglichkeiten:

  • Küchenabfälle klein zerkleinert einarbeiten (z. B. Gemüseschalen, Kaffeesatz – ohne Gekochtes oder Fett)
  • Pflanzenreste direkt zurückführen, anstatt sie zu entsorgen
  • Gründüngung nutzen, etwa durch Leguminosen oder schnell wachsende Zwischenpflanzen

Diese Methoden fördern geschlossene Nährstoffkreisläufe und reduzieren den Bedarf an externen Düngemitteln deutlich.

Quelle: Hochbeet-Hans.de

Effizientes Wassermanagement im Hochbeet

Durch ihre erhöhte Bauweise trocknen Hochbeete schneller aus als ebenerdige Beete. Umso wichtiger ist ein durchdachtes Wassermanagement.

Nachhaltige Wasserspar-Tipps:

  • Mulch als Verdunstungsschutz einsetzen
  • Morgens oder abends gießen, wenn die Verdunstung gering ist
  • Regenwasser nutzen, idealerweise aus der Tonne
  • Durchdringend statt häufig gießen, damit Pflanzen tief wurzeln

    Ein gut strukturierter Boden mit hohem Humusanteil kann Wasser deutlich besser speichern – ein weiterer Grund, auf organische Bodenpflege zu setzen.

Hochbeet nachhaltig denken: Material & Standort

Auch das Hochbeet selbst kann nachhaltig gestaltet werden. Naturbelassenes Lärchenholz ist besonders langlebig und witterungsbeständig, sodass auf chemische Holzschutzmittel verzichtet werden kann. Ergänzend können Schneckenschutz, Mäuseschutz oder Noppenfolie/Alu-Sockel eingesetzt werden, um das Beet zu schützen und die Lebensdauer zu erhöhen. Ebenso wichtig ist der Standort: sonnig, windgeschützt und gut erreichbar – so wird Pflege effizient und Freude am Gärtnern bleibt erhalten.

Quelle: Hochbeet-Hans.de

Fazit: Kleine Fläche, großer Kreislauf

Ein Hochbeet kann weit mehr sein als ein platzsparendes Gemüsebeet. Richtig genutzt, wird es zu einem kleinen ökologischen Kreislauf, in dem Boden, Wasser und organische Materialien sinnvoll zusammenwirken. Wer auf lebendige Bodenpflege, Kompostnutzung und sparsamen Wasserverbrauch achtet, schafft die Grundlage für gesunde Pflanzen – und eine nachhaltige Selbstversorgung, auch auf begrenztem Raum.


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Wildkräuterführung im Frühling

Vitalkraft in Hülle und Fülle:

Entdecke mit mir die geballte Power des Frühlings. Ich nehme dich mit in die Welt der Blüten und Vitalpflanzen. Detox, Kräutertees, aromatisiertes Wasser, heilkräftige Blüten und vieles mehr entdecken wir im Permakulturgarten. Folgende Wildpflanzen sehen wir uns genauer an:

  • Löwenzahn
  • Kamille
  • Kornblume
  • Giersch
  • Schafgarbe
  • Holunder
  • Linde

Du erfährst, wie du die Wildpflanzen sammelst und verwendest. Ich gebe dir einen ersten Einblick in die Welt der Heilpflanzen und ihre Einsatzmöglichkeiten.

Dauer

1,5 bis 2 Stunden

Preis

25 Euro pro Person, zahlbar Vorort

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Permakultur Workshop – Frühjahr

Wie fange ich als Selbstversorger an?

Zu aller erst führe ich dich durch unseren Permakulturgarten und erkläre dir primäres Wissen über die Permakultur: Aufbau, Kreisläufe und Umsetzung im heimischen Garten.

Anschließend erkläre ich dir die verschiedensten Anbauformen: Gemüsebeete, Hügelbeete und Hochbeete. Dabei gehen wir in der Praxis die Vor- und Nachteile durch.

Wer möchte, kann anschließend verschiedene Werkzeuge zum Bodenlockern, Harken oder Hacken ausprobieren oder eine Reihe Radieschen oder Erbsen aussäen bzw. Salat pflanzen.

Kurz gesagt

  • Kurze Führung durch den Permakulturgarten mit Einführung in die Permakultur
  • Beete planen und anlegen
  • erste Aussaaten
  • Mischkultur
  • Schnittgut verwerten

Dauer

ca. 4 Stunden

Preis

50 Euro pro Person, zahlbar Vorort

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Wildkräuterführung im Frühling

Vitalkraft aus der Natur:

Entdecke mit mir die Frühlingskraft aus dem Permakulturgarten. Die besten Detox-Pflanzen finden sich meist direkt in der näheren Umgebung, oft sogar im eigenen Garten. Folgende Pflanzen sehen wir uns genauer an:

  • Löwenzahn
  • Giersch
  • Gundermann
  • weiße Taubnessel
  • Schafgarbe
  • Gänseblümchen
  • Birkenblätter

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Dauer

1,5 bis 2 Stunden

Preis

25 Euro pro Person, zahlbar Vorort

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Selbstversorger-Dinner: Sommer-Gemüsepfanne mit Hirse

Nach getaner Arbeit streife ich mit Erntekorb und Schüssel durch den Garten. Gemüse kurz vor der Zubereitung zu ernten, ist so entschleunigend, gesund und entspannend. Meistens weiß ich noch gar nicht genau, was im Korb landen wird. Ich lasse mich intuitiv treiben.

An einem Abend im August entschied ich mich für eine Sommer-Gemüse-Pfanne mit Hirse. Dafür erntete ich:

  • Einige Stangen Mangold
  • Paprika
  • Tomaten
  • Grüne Bohnen
  • Magentamelde
  • Zwiebelgrün der Winterheckenzwiebel
Bunter Mangold

Die Mangold-Stangen säuberte ich und dünstete sie kleingeschnitten in Kokosöl an. Hinzu kamen grüne Bohnen und Paprika, ebenfalls kleingeschnitten. Ich löschte die Pfanne mit Wasser ab und gab die Triebspitzen der Magentamelde hinzu. Die Blätter der Mangold-Stangen hackte ich klein und gab sie ebenfalls in die Pfanne.

Ich würzte mit Salz und Pfeffer sowie ein wenig Garam Masala und deckte die Pfanne mit einem Deckel ab.

Es gibt oft geplatzte Tomaten im Spätsommer. Das hängt mit den Temperatur-Unterschieden zwischen Tag und Nacht oder/und zu viel Feuchtigkeit zusammen. Diese Tomaten sind ideal zum Verarbeiten. Sie werden gewaschen und kleingeschnitten. Für Mangold-Gerichte verwende ich gern Tomaten.

Die kleingeschnittenen Tomaten kamen ebenfalls in die Pfanne, die ich mit Deckel kurz köcheln ließ. Zum Schluss rührte ich, in die nicht mehr kochende Pfanne, die grünen Zwiebelringe der Winterheckenzwiebel unter.

Dazu gab es heimisch wachsende Hirse in etwas Brühe gekocht.

Eine leckere, leichte Sommer-Mahlzeit

Unser Familienleben spielt sich größtenteils im Freien ab. So essen wir die gesamte Saison gern draußen. Bis zum Sonnenuntergang wird anschließend im Garten und auf dem Hof gewerkelt.

Gesund zu essen, hat auch viel mit der Herkunft der Lebensmittel zu tun. Frische Zutaten sind dabei sehr wertvoll. Sie sollten biologisch und aus dem Freilandanbau kommen, um ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu haben. Zudem ist der Erntezeitpunkt für die Inhaltsstoffe von Bedeutung. Ein eigener Garten kann diese frischen und gesunden Lebensmittel liefern. Es wird weder Verpackung noch der Transport benötigt.

Wie genau ein Selbstversorgergarten funktionieren kann, zeige ich dir gern bei einem Gartenrundgang.

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Sommerglück: Zurück im Selbstversorgergarten

Ich melde mich zurück aus der Sommer-Pause. Wir hatten einen aktiven Familien-Urlaub in den Bergen. Wir sind viel gewandert und konnten die Berge so richtig genießen. Ich saß auf üppig blühenden Almwiesen und studierte Wiesenkräuter, wanderte staunend durch uralte Fichten-, Lärchen- und Zirbelkiefern-Wälder und konnte mich gedankenverloren treiben lassen.

Zurück im Selbstversorgergarten kam ich ebenfalls nicht aus dem Staunen heraus. Es hatte 14 Tage immer mal wieder ergiebig geregnet. Die Folge war grenzenloses Wachstum, ja ein quirliges Durcheinander! Ich kam und komme teilweise noch nicht überall hin. 

Blick aufs Acker, August 2025
Neues Blumen-Hügelbeet, August 2025

Vor Jahren noch, hätte mich dieser Wildwuchs zum Verzweifeln gebracht. Aktuell macht es mich glücklich, einen so lebendigen und nährstoffreichen Garten mein Eigen zu nennen. 

Gut zwei Wochen nach unserem Urlaub sieht es noch nicht wesentlich anders aus. Ich konnte die Puffbohnen für Saatgut ernten und gewann so ein neues Beet. Hier nahm ich neue Aussaaten vor: Kopfsalate, Wintersalate, Rettiche, Rübchen und Radieschen. 

Hauptsächlich nutze ich meine wenige freie Zeit fürs Ernten und Verarbeiten. 

Für das tägliche Wohl ernte ich im Gemüsegarten:

  • Tomaten
  • Zucchini
  • erste Paprika
  • letzte Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohlrabi
  • Zwiebeln und Zwiebelgrün
  • Blätter vom Blattkohl (Grünkohl, Braunkohl und Palmkohl)
  • Petersilie, Basilikum und viele andere Küchenkräuter
  • Wildkräuter vom Acker: Magentamelde, Krause Malve, Franzosenkraut
  • Wildkräuter von der Wiese: Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerich, Schafgarbe, der Rote Wiesenklee

Verarbeitet werden müssen regelmäßig:

Bald werden reif:

  • Pfirsiche (die Bäume hängen brechend voll)
  • Aroniabeeren
  • Holunder
  • Pflaumen
  • Herbst-Himbeeren

Du siehst, es ist jetzt vor allem wichtig, die Ernte einzufahren und zu verarbeiten. Wenn Zeit ist und das Wetter bzw. die vielen Mücken es zulassen, werden neue Gemüsepflanzen in Lücken gesetzt. Mit dem rausgezogenen Beikraut mulche ich länger stehende Kulturen. Nach und nach werden so neue Flächen frei, um Herbst- und Wintergemüse anzubauen. 

Sommerastern im Hügelbeet
Meine Lieblingsdahlie: Orange Bauerndahlie

Aber alles gemach, gemach … mein Augenmerk liegt derzeit auf “den Sommer genießen” und “die Natur beobachten”, ganz im Hier und Jetzt einzutauchen, das Üppige und den Überfluss zu fühlen.

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Der Apfel von der Streuobstwiese: Vitalstoffe for free

Kennst du den Unterschied zwischen einem „konventionellen/herkömmlichen“ Apfel, einem Bio-Apfel bzw. einem Apfel von der naturbelassenen Streuobstwiese?

Es liegen Welten dazwischen!

Nicht nur geschmacklich, auch die Inhaltsstoffe sind in ihrer Intensität sehr unterschiedlich. Demzufolge kann niemand die gesundheitliche Wirkung eines x-beliebigen Apfels genau ermitteln. Das Sprichwort “An apple a day keeps the doctor away!” gilt meiner Meinung nach lediglich für Äpfel aus alten Bauerngärten oder von der naturbelassenen Streuobstwiese.

Aber warum ist der Apfel von der Streuobstwiese so besonders?

Die Unterschiede im Apfelanbau, Lagerung und Lieferketten sowie hunderte Züchtungen hin zum optimalen Apfel lassen schon erahnen, dass dieses Thema sehr komplex ist. Ebenso verhält es sich mit den gesundheitlichen Vorteilen eines Streuobstwiesen-Apfels. Einen Überblick erhältst du in diesem Beitrag.

Alte Apfelsorten und Apfelbäume sind heute sehr wertvoll.

Der “konventionelle/herkömmliche” Apfel aus dem Supermarkt ist ein selektiertes, speziell für den Handel gezüchtetes Produkt. Es gibt nur ein paar gängige, optimierte Sorten. Der moderne Apfel sollte möglichst süß und saftig schmecken. Er muss resistent gegen sämtliche Krankheitserreger sein. Dabei gleicht ein Apfel dem anderen. Sie sind makellos, wachsen in endlosen Monokulturen, teilweise unter Folien und Netzen, werden mit Pestiziden behandelt, unter “Kontrollierter Atmosphäre” kühl gelagert und sehr weit transportiert. 

Der Bio-Apfel hat es da schon wesentlich besser. Zwar werden auch hier selektierte und speziell für den Handel gezüchtete Sorten angebaut. Diese Äpfel werden allerdings nicht mit Pestiziden behandelt. Monokulturen, Netze und Folien können dennoch eingesetzt werden. Die Nachhaltigkeit und Bodenbeschaffenheit hängt stark vom jeweiligen Apfelbauer und der Region ab. 

Es gibt Bio-Apfel-Bauern, die auf einen natürlichen Anbau Wert legen. Neben speziell gezüchteten Sorten finden sich meist auch alte Apfelsorten. Diese Äpfel findest du direkt auf diesen Bauernhöfen, auf regionalen Märkten oder ausgewählten Bioläden. Erkennbar sind diese Äpfel zum Teil an der Größe und der Beschaffenheit der Schale.
Ein Bio-Apfel ist meistens kleiner und hat eine kräftige, teils raue/feste Schale. Zudem verfärben sich alte Apfelsorten beim Anschnitt schneller braun. (Was ein gutes Zeichen ist.)

Noch besser für die Inhaltsstoffe eines Apfels wären jedoch Agroforst-Betriebe. In der Agroforstwirtschaft wird nach den Prinzipien der Permakultur gearbeitet. Diese Unternehmen bauen u.a. Apfelbäume in Mischkultur mit Sträuchern und Kulturgemüse an. Der Boden wird aktiv gestärkt und vielseitig aufgewertet. Alles wächst im ökologischen Gleichgewicht und profitiert voneinander. Gibt’s nicht? Doch aber derzeit nur sehr vereinzelt.  

Aber hey: Wir hier in Mitteleuropa könnten alle unsere Äpfel völlig stressfrei frisch von der Streuobstwiese hinterm Haus aufsammeln – in Bioqualität – kostenfrei – mit und ohne Wurm – sowie den besten gesundheitlichen Vorteilen ever! Und das ist nichts Neues. Unsere Vorfahren wussten, wo die besten Äpfel wuchsen.

Lageräpfel werden gepflückt und sorgfältig kühl gelagert. So halten sich manche Sorten bis in den März/April hinein.

Was macht den Apfel von der Streuobstwiese so besonders?

In jedem alten Garten steht mindestens 1 Apfelbaum. Manchmal finden sich auch alte Apfelbäume in Parkanlagen, verwildert in Hecken oder eben auf Streuobstwiesen. Diese natürlich gewachsenen Apfelbäume sind sämtlichen Standort- und Umwelteinflüssen (Sonne, Wasser, Regen, Wind, Schädlingen) ausgesetzt und müssen sich selbst vor diesen schützen.
Wenn ein Apfel heranreift, werden in ihm diese im Laufe der Zeit gesammelten Informationen, Wirkstoffe und Eigenschaften gespeichert, um sie der kommenden Generation weiterzugeben. Somit enthält der Apfel viele verschiedene Inhaltsstoffe, die auch uns beim Verzehr stärken.

Einem in Monokultur, unter Folie oder Netzen gewachsener Apfel wurde es immer leicht gemacht. Er hat ständig Wasser zur Verfügung, gegen Pilze, Parasiten und Schädlinge gibt es Pestizide und direkte Konkurrenz kennt er auch nicht. Nährstoffe werden künstlich zugefügt, Wind und Sonne kommen durch die dichten Bepflanzungen in den endlosen Plantagen gar nicht überall hin. Der Boden wird seit vielen Jahren einseitig beansprucht.

Eigenschaften eines Streuobst-Apfels

1. Inhaltsstoffe und Nährstoffdichte

  • Polyphenole und sekundäre Pflanzenstoffe: Alte Apfelsorten von Streuobstwiesen sind oft deutlich reicher an Polyphenolen, Flavonoiden und Anthocyanen. Diese wirken antioxidativ, entzündungshemmend und schützen Zellen vor Schäden.
  • Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine und Provitamin A sind in beiden Äpfeln enthalten. Streuobstwiesen-Äpfel, die nicht auf Hochglanz getrimmt sind, weisen jedoch oft wesentlich höhere Werte auf, weil sie ohne übermäßige Stickstoffdüngung in Mischkultur langsamer reifen und mehr Abwehrstoffe bilden.
  • Mineralstoffe: Kalium, Magnesium und Spurenelemente sind im Apfel generell reichlich vorhanden. Untersuchungen zeigen, dass Streuobst durch tiefere Wurzeln oft mehr Mineralstoffe aufnehmen kann als Plantagenobst. Der Boden wird nicht überdurchschnittlich beansprucht und Synergien zwischen den Mischkulturen fördern ein breites Spektrum an Mineralstoffen.

2. Unterschiedliche Wachstumsbedingungen

  • Vielfalt statt Monokultur: Auf Streuobstwiesen wachsen Bäume ohne chemisch-synthetische Spritzmittel und oft in Mischbeständen, zudem sind sie meistens schon sehr alt. Dadurch sind sie Stressfaktoren wie Pilzen, Insekten und Umweltfaktoren ausgesetzt. Der Apfel enthält mehr Schutzstoffe, die wiederum auch für den Menschen gesund sind.
  • Bodenleben: Alte Bäume mit tiefem Wurzelwerk sind stark mit dem Bodenmikrobiom vernetzt, was zu einem breiteren Nährstoffspektrum im Apfel führt.
  • Reifeprozess: Streuobstäpfel reifen am Baum bis zur Pflückreife. Supermarktäpfel werden oft früh geerntet und in Kühlhäusern monatelang gelagert, was den Vitamin- und Aromagehalt mindert.

3. Gesundheitliche Vorteile für den Menschen

  • Bessere Verträglichkeit: Manche Menschen, die auf Supermarktäpfel mit Bauchschmerzen reagieren, vertragen alte Sorten deutlich besser. Grund dafür sind die höheren Polyphenolgehalte.
  • Antioxidativer Schutz: Durch die Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen wirken Streuobstwiesen-Äpfel stärker antioxidativ, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen und sogar bestimmten Krebsarten vorbeugen kann.
  • Darmgesundheit: Der Ballaststoff Pektin ist in allen Äpfeln reichlich enthalten. Streuobstwiesen-Äpfel, die kleiner und aromatischer sind, bringen aber oft ein komplexeres Zusammenspiel von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen mit. Das unterstützt die Darmflora.

Meiner Erfahrung und Meinung nach sind natürlich gewachsene Äpfel reine Vitalstoffbomben in jeglicher Hinsicht. Sie stärken uns, liefern ein breites Spektrum an Vitaminen und Mineralstoffen und verbinden uns mit der Natur und Mutter Erde. Vor allem aber schmecken Sie total lecker.

Aber aufgepasst: Natürlich gibt es einen Qualitäts-Unterschied. Es ist nicht egal ob du einen Apfel in freier Natur, einer Großstadt, an einer befahrenen Straße oder zwischen mit Pestiziden behandelten Feldern aufliest. Auch ein Apfelbaum kann ein zu viel an Umweltgiften nicht wiedergutmachen. Daher sieh genau hin, wo du deine Äpfel sammelst.

Natürlich wachsende Apfelbäume liefern köstliche Früchte mit vielen Vitaminen und weiterten Inhaltsstoffen.

Es lebe die heimische Streuobstwiese

Wir pflegen und genießen eine Streuobstwiese im Selbstversorgergarten. Diese Wiese existiert wahrscheinlich schon ewig. Wir sammeln hier bereits fast 30 Jahre lang Äpfel und andere Früchte auf. In den letzten 20 Jahren pflanzten wir immer wieder neue (alte) Sorten, um die Streuobstwiese zu erhalten. Wir ließen Bäume aus Reisern veredeln, um alte Arten zu bewahren und achteten bei der Sortenauswahl darauf, dass wir uns von Juli bis in den März-April hinein mit frischen Äpfeln versorgen können. 

Einzig im Jahr 2024 gab es durch einen heftigen Spätfrost kaum Obst, sonst können wir uns gut mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen und anderen Früchten selbst versorgen. 

Wenn wir ehrlich sind, fallen in guten Jahren zu viele Früchte vom Baum. Wir fahren dann zum Mosten und verteilen gern an Nachbarn und Freunde. Auch stelle ich übriges Obst vor unseren Hof, zum Mitnehmen für vorbei radelnde Touristen. Leider gibt es nicht viele Menschen, die einen natürlich gewachsenen Apfel schätzen können. 

Gewaschene Äpfel für radelnde Touristen und Einheimische zum Mitnehmen, stehen bei uns oft vor dem Hof.

Zukunftsvision für natürliche Äpfel

Viele Menschen fahren in den Wald, um Pilze zu sammeln. Warum planst du nicht auch einen Landausflug zum Äpfelauflesen oder den Besuch eines Bio-Apfelhofes? Ich bin mir sicher, jeder kennt Menschen, die im ländlichen Bereich leben und Apfelbäume im Garten oder eben hinter dem Garten stehen haben. Selbst auf einsamen oder landwirtschaftlich genutzten Wegen gibt es alte, teils verwilderte Apfelbäume. 
Beim wilden Sammeln ist es wichtig, die möglichen Besitzer der Bäume ausfindig zu machen. Fragen kostet nichts. Als Dankeschön freuen sich Besitzer auch über ein nettes Tauschangebot.

Selbst hier bei uns kenne ich mehr als 5 Apfelbäume, die am Wegesrand wild und frei wachsen. Die Äpfel warten nur darauf, gepflückt zu werden.

Auf freien Flächen könnten Gemeinden neue Streuobstwiesen anlegen. Das sieht nicht nur besonders schön aus, es fördert die Gemeinschaft, versorgt alle mit frischem, gesunden Obst und hilft nebenbei der Umwelt.

Wer will da schon einen in Folie verpackten Apfel aus dem Supermarkt essen? Völlig unnötig und gesundheitlich besonders fraglich!

Für mehr Apfelwissen und Verarbeitungsmöglichkeiten schreibe mir gern oder kommentiere diesen Beitrag. Gern kannst du unsere Streuobstwiese auch besuchen kommen, natürlich inkl. Verkostung (Mitte Juli bis März, solange unser Vorrat reicht).

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Magentaspreen & Weißer Gänsefuß – Farbenfrohe Kraftpakete

Ob pink glitzernde Blätter oder zarte grüne Triebe – Magentaspreen und der Weiße Gänsefuß bringen nicht nur Farbe, sondern auch echte Vielfalt in deinen Selbstversorgergarten. Diese alten Kulturpflanzen sind pflegeleicht, essbar und erstaunlich robust – perfekt für alle, die ihren Garten zukunftsfähig und genussvoll gestalten wollen.

Was ist Magentaspreen – und warum solltest du die farbige Variante des weißen Gänsefußes kennen?

Magentaspreen oder auch Magentamelde (Chenopodium giganteum), ist eine alte Kulturpflanze aus den Himalaya-Regionen Indien, Nepal und Tibet, die nicht nur ihre dekorative Seite in unseren naturnahen Gärten und Selbstversorgerbeeten feiert. Mit ihrem leuchtenden Magentaton an den jungen Blatttrieben zieht sie alle Blicke auf sich. Verwandt ist Magentaspreen mit dem Weißen Gänsefuß (Chenopodium album), beide wilden Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Was viele nicht wissen: Auch Spinat und Quinoa zählen zur großen Familie. Und genau wie seine Verwandten ist Magentaspreen oder auch der Weiße Gänsefuß nicht nur eindrucksvoll, sondern auch essbar, pflegeleicht und robust. 

So erkennst du den Weißen Gänsefuß

  • einjährig, krautig
  • wächst als ein Trieb oder buschig verzweigt
  • kann bis zu 2 Meter hoch werden
  • gräulich-weißer, mehliger Belag auf jungen Blättern
  • Blätter wachsen wechselständig, dreieckig, leicht gezähnt
  • Blätter und Wuchs kann je nach Standort sehr unterschiedlich ausfallen.
  • Stängel ist oft rötlich angelaufen
  • Die Blüten sind unscheinbar, 5 mm klein, grünlich-weiß und sehr zahlreich in ährenartigen Rispen

Magentaspreen hat dunklere Blätter. Bei mir wachsen sie breiter und größer als beim weißen Gänsefuß. Die Triebspitzen und die Unterseiten junger Blätter sind magentafarben.

Triebspitze des Weißen Gänsefußes
Triebspitze der Magentaspreen

Magentamelde im Selbstversorgergarten: Mehr als nur eine Spinat-Alternative

Ich lernte die Magentamelde in einem Wildkräuter-Kurs kennen und integrierte sie wenig später in meinem Garten. Den Weißen Gänsefuß kannte ich bereits als wilde Ackerpflanze bzw. lästiges Unkraut. Beide Pflanzen werden bis zu 2 Meter hoch. Die asiatische Magentaspreen wird sogar bis zu 3 Meter hoch, weshalb sie oft auch Baumspinat genannt wird. Die Gänsefußarten bilden immer wieder neue Triebspitzen. Somit erhöht sich die Erntedauer, je fleißiger man erntet.

Im Vergleich zum herkömmlichen Spinat sind Magentaspreen und Weißer Gänsefuß deutlich weniger krankheitsanfällig, schießen nicht so schnell in Blüte und kommen mit Trockenheit und Wärme erstaunlich gut zurecht. Ideal also für die Selbstversorgung mit wenig Aufwand. 

Beide Sorten schließen zudem die Spinatlücke im Sommerhalbjahr. Während herkömmlicher Spinat bereits Anfang Mai in die Blüte übergeht, starten die wilden Vertreter erst ab Mai und bieten junge Blätter bis in den August hinein. Im Herbst können Blütenstände und später Samen geerntet werden. Ab dem Spätsommer wird der kältetolerante Kulturspinat ausgesät und versorgt uns über die dunkle Jahreszeit hinweg. Die wilden Gänsefußarten sind frostempfindlich.

Der Weiße Gänsefuß findet sich wild überall da, wo Erde rasch bedeckt werden sollte, auf Brachflächen und Schutthalten.

Anbau und Pflege: So kultivierst du Magentaspreen und Weißer Gänsefuß erfolgreich

Die Aussaat erfolgt ab Mitte April direkt ins Beet. Beide Gänsefußgewächse sind Lichtkeimer, das heißt: Saatgut ausbringen und nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. Sobald die Pflanze etabliert ist, wächst sie schnell und zuverlässig.

Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal. Du brauchst weder viel Wasser noch Dünger. Wichtig: Die jungen Pflanzen wachsen zart und können leicht übersehen oder versehentlich gejätet werden – also gut markieren. Je nahrhafter der Boden, desto üppiger wachsen die Pflanzen.

Wer die Samen nicht selbst gewinnt, findet sie bei Anbietern wie Dreschflegel oder Magic-Garden-Seeds. Ich selbst lasse beide Gänsefuß-Arten unterdessen sich selbst aussäen. Die Samen des Weißen Gänsefußes können 30 und mehr Jahre im Boden überdauern.

Ernte & Verwendung: Magentaspreen und Weißer Gänsefuß kannst du fast das ganze Jahr über nutzen

Die ersten jungen Blätter erntest du bereits wenige Wochen nach der Aussaat ab Mitte Mai. Sie schmecken mild-nussig, etwas herzhaft und erinnern an Spinat. Auch die Triebspitzen und später sogar die Blütenstände bzw. Samen lassen sich verarbeiten.

Am liebsten nutze ich die Triebspitzen und junge Blätter roh im Salat oder Smoothie, blanchiert als Spinatersatz oder in Gemüsepfannen. Die Samen kannst du wie Quinoa kochen oder ein Mehl daraus herstellen. Es ist auch möglich, im Winterhalbjahr Microgreens aus dem Samen zu ziehen.

Powerpakete: Inhaltsstoffe für mehr Wohlbefinden

Der Weiße Gänsefuß enthält dennoch viele wertvolle Inhaltsstoffe und darf deshalb immer mal wieder den Speiseplan ergänzen:

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Kalium
  • Zink
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Eisen
  • Saponine
  • Oxalsäure

In den Samen sind reichlich Mineralien, Vitamin B3, Spurenelemente und Proteine enthalten. Der rote Farbstoff in der Magenta Melde ist Betalaine und wirkt antioxidativ.

Mein Lieblingsrezept: Grüner Smoothie mit Magentaspreen

Wenn ich durch den Garten gehe, pflücke ich mir meistens 2–3 Blätter des magentafarbenen Gänsefußes. Ich falte die Blätter und knappere sie direkt roh. Sie schmecken würzig bis aromatisch.

Jetzt im Sommer, wenn der Salat eine Pause einlegt und der Kohl noch nicht so üppig wächst, kommen in meinem Smoothie vermehrt Wildkräuter. Unter anderem dürfen 3–4 Triebspitzen der Magenta-Melde nicht fehlen. Die Farbe zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht.

Grüner Smoothie, ein Sommerrezept

ergibt 3 Portionen

  • 1 Wedel Grünkohl (alternativ Kohlrabiblätter oder Wirsing)
  • 2 Handvoll Salatblätter (Pflücksalate, wie Eichblattsalat)
  • Wenn vorhanden, etwas Selleriegrün und/oder Rote Beete Blätter
  • 3–4 Triebspitzen Magentaspreen oder Weißer Gänsefuß
  • 1–2 Handvoll Wildkräuter (Löwenzahn, Spitzwegerich, Giersch, Schafgarbe, Knopfkraut)
  • 1 Banane (alternativ ½ Mango)
  • 1 Apfel (gerne ein selbst geernteter Klarapfel)
  • 1 Portion süßes Obst nach Wahl (Birne, Aprikosen oder Pfirsich)
  • ½ Zitrone (wer mag mit Schale)
  • 500 ml Wasser

Das Grün, wenn nötig, waschen, etwas zerkleinern und in einen Mixer geben. Obst ebenfalls vorbereiten und kleinschneiden. Zusammen mit dem Wasser cremig mixen. 

Optimal sind 2/3 Grün und 1/3 Obst – starte mit einem Verhältnis 1:1.
Wenn du es cremiger möchtest, nimmst du weniger Wasser.

Je nachdem, wie hoch der rote Anteil in deinem Gemüse bzw. Obst ist, kann der grüne Smoothie nicht ganz so grün aussehen, wie man vermutet. Die roten Farbstoffe im Blattgemüse und Obst lassen das Grün nicht ganz so quietschig aussehen. Geschmacklich ändert sich nichts – immer total lecker!

Wer Wildkräuter nicht kennt und nicht gewöhnt ist, sollte langsam beginnen, Wildkräuter zu integrieren. Auch solltest du 100%ig sicher sein, bei der Bestimmung von Wildkräutern. In meinen Führungen zeige ich dir gerne die wichtigsten und häufig verwendeten Wildpflanzen aus dem heimischen Garten.

Weitere Smoothie-Rezepte:

Wildkräuter-Smoothie: Energy-Kick im Frühling
Maigarten-Smoothie

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Klimawandel im Garten: Warum der Weiße Gänsefuß und Magentaspreen Pflanzen der Zukunft sind

In Zeiten zunehmender Trockenperioden und Extremwetterlagen brauchen wir Gemüsepflanzen, die mit diesen Bedingungen klarkommen. Baumspinat ist so eine Art Klimawandel-Gewinner:

  • Er wächst auf nahezu allen Böden,
  • kommt mit Wärme und weniger Wasser aus,
  • vermehrt sich durch Selbstaussaat extrem gut,
  • und hat kaum Schädlinge.

Wilde Gänsefußgewächse in der Permakultur

Auch wenn er botanisch einjährig ist, kommen beide Gänsefußarten bei mir jedes Jahr zuverlässig wieder. Er sät sich wunderbar selbst aus. Jahrelang habe ich ihn mühevoll entfernt, unterdessen dürfen die Pflanzen an geeigneten Stellen ungestört wachsen.

Im Permakulturgarten ist es wichtig, einen Mix aus verschiedenen Pflanzen gemeinsam zu kultivieren. Die Gänsefußarten helfen dabei:

  • als Schattenspender für empfindliche Pflanzen,
  • zur Bodenabdeckung bzw. als frisches Mulchmaterial
  • als Stickstoffspeicher im Gründünger,
  • und als essbare Strukturpflanze im naturnahen Beet.
  • Zudem befördern die langen Wurzeln wichtige Nährstoffe nach oben
  • und versorgen damit die Nachbarpflanzen bzw. den Boden.
  • Sie sind wichtige Nahrungspflanzen für Raupen und Vögel (Samen).

Der Weiße Gänsefuß wächst gerne ungestört in meinen Kartoffelreihen. Auf den übrigen Beeten lasse ich nur wenige Exemplare stehen, da sie sehr groß werden. Sie können aber auch zurückgeschnitten werden, um den Platzbedarf einzuschränken.

Fazit: Einmal gepflanzt – für immer begeistert

Kaum eine Pflanze hat mich so positiv überrascht wie Magentaspreen. Sie ist dekorativ, essbar, pflegeleicht, klimaresistent und passt perfekt in naturnahe Selbstversorgergärten. Magentaspreen hat mir auch die Augen für den Weißen Gänsefuß geöffnet. Wenn im trockenen, heißen Brandenburger Sommer nichts mehr richtig wachsen will, diese beiden Pflanzen sind immer da!

Übrigens: Kinder lieben die pinken Blätter – es ist fast, als ob Feen sie bepinselt hätten. Probier’s aus: Dein Garten wird es dir danken.

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Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) – Die Wildpflanze mit Heilkraft für deinen Garten

Die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) ist eine lange übersehene Verwandte der bekannten Garten-Ringelblume. Sie wächst im Süden Europas wild auf Äckern, Brachflächen und sonnigen Wegrändern – und ist doch eine wahre Schatzpflanze für Naturgärtner*innen, Permakultur-Begeisterte und Pflanzenheilkundige. Als robuste, wilde Variante der Ringelblume spielt sie eine wichtige Rolle für die Biodiversität und die Gesundheit des Bodens – ihre Heilkraft ist längst kein Geheimtipp mehr.

In meinem Selbstversorger-Garten darf sich die wilde Schwester der Ringelblume seit 3 Jahren ungestört entfalten. Sie ist unheimlich beliebt bei den Insekten und hat auch sonst einige Vorteile gegenüber der Garten-Ringelblume. Lass dich überraschen.

Insektengarten: lange Blühzeit von April bis Oktober

Botanic der Acker-Ringelblume (Calendula arvensis)

Die Acker-Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihre zarten, gelben Blüten sind wesentlich kleiner als die der großen Schwester, dafür aber reich an Nektar. Die Pflanze wächst niederliegend bis locker aufrecht, wird etwa 10–30 cm hoch und bildet von April bis Oktober immer wieder neue Blüten. Selbst im Winterhalbjahr konnte ich noch Blüten entdecken.

Typisch sind die klebrigen, behaarten Stängel und Blätter, die der Pflanze ihren leicht würzigen, harzigen Duft verleihen. Ursprünglich stammt Calendula arvensis aus dem Mittelmeerraum, ist aber auch in Mitteleuropa verbreitet – besonders auf nährstoffarmen, trockenen Böden, so die Theorie. 

Meine Beobachtungen zeigen auch, dass die Acker-Ringelblume zwar gut mit Trockenheit und Wärme umgehen kann, jedoch wächst sie umso üppiger, je feuchter und humoser sie es hat.

Acker-Ringelblume: Blüht nur Vormittags
Acker-Ringelblume: Blüht nur Vormittags

Ein Fest nicht nur für Insekten: Ringelblumen sind beliebt

Die Acker-Ringelblume ist ein Magnet für alle Arten von Bienen, Schwebfliegen und andere Bestäuber. Ihre lange Blütezeit macht sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle im zeitigen Frühling wie im späten Herbst. 

Im Permakultur-Garten lässt sie sich vielseitig einsetzen. Die tiefe Durchwurzelung trägt zur Bodenlockerung bei. Zudem macht sie sich richtig breit und verdrängt Beikräuter. Dabei hält sie den Boden durch den dichten Wuchs schattig und feucht. Das freut die Bodenlebewesen. Genauso wie ihre Verwandte, die Garten-Ringelblume, ist sie gegen Schädlinge einsetzbar und fördert die Gesundheit der Pflanzen im Beet. 

Als Gründüngung oder Mulchmaterial bringt sie organische Masse in den Boden und unterstützt das Bodenleben. Zudem ist sie eine wertvolle Begleitpflanze in der Mischkultur, etwa mit Möhren, Salat oder Kohl. Auch als Baumscheibenbepflanzung bringt sie ähnlich gute Vorteile wie die Garten-Ringelblume.

Nichts leichter als das: Anbau und Pflege der Acker-Ringelblume

Die Acker-Ringelblume liebt sonnige Standorte – je durchlässiger und sandiger, desto besser. Die Aussaat erfolgt ab März direkt ins Beet. Sie ist unkompliziert, keimt schnell und blüht oft schon nach wenigen Wochen. Eine Nachsaat ist meist nicht nötig, denn sie versamt sich selbstständig

Blättervergleich: Garten-Ringelblume mit Acker-Ringelblume
Blättervergleich: Garten-Ringelblume mit Acker-Ringelblume

Die Samen sind recht groß im Verhältnis zur Blüte. Darum fallen sie meistens direkt auf den Erdboden. Eine natürliche Ausbreitung ist daher nur in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze zu erwarten.

Pflege braucht die Acker-Ringelblume kaum: Wässern nur bei starker Trockenheit, kein extra Dünger, kein Schnitt – eine ideale Pflanze für naturnahe, pflegearme Gärten. Allerdings kann ein Rückschnitt Sinn ergeben, wenn die Pflanze andere Gemüse- oder Blumenpflanzen erdrückt oder verdrängt. Denn die Acker-Ringelblume hat Power und Durchsetzungskraft.

Während die Garten-Ringelblume in feuchten Jahren und im Herbst zu Mehltau neigt, ist die Acker-Ringelblume robuster gegen den Pilzbefall. Auch Läuse habe ich an meinen Pflanzen noch nicht gesichtet.

Die wilde Ringelblume: Heilpflanze mit Tradition?

Sie wird oft als die Wildform der Garten-Ringelblume bezeichnet. Ganz sicher ist diese Aussage allerdings nicht. Funde beweisen zwar, dass die Verwendung der Acker-Ringelblume als Heilpflanze bis ins Mittelalter zurückreichen. Ungewiss ist aktuell jedoch, ob sie die direkte Vorgängerin der Garten-Ringelblume ist oder lediglich eine verwilderte Form, eine wilde Schwester. Die Acker-Ringelblume verbreitete sich durch den Ackerbau vom Mittelmeerraum bis nach Europa und ist in einigen Teilen als gefährdete Art eingestuft.

Auch wenn die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) häufiger in Salben und Tees verwendet wird, hat auch Calendula arvensis eine ähnliche Heilwirkung. Ihre Blüten enthalten:

  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Saponine
  • Carotinoide

Diese wirken entzündungshemmend, wundheilend, antibakteriell und hautberuhigend. Die Acker-Ringelblume lässt sich für Tee, Tinktur, Ölmazerate, Salben oder Umschläge nutzen – vor allem bei Hautreizungen, kleinen Verletzungen und zur Unterstützung der Lymphdrainage.

Allerdings ist es mühsamer, an die wertvollen Blüten zu kommen. Die Blüten gehen spät am Morgen und nur bei Sonnenschein auf. Schon gegen Mittag sind sie wieder geschlossen. Auch beim Trocknen schließen sich die Blüten wieder. Im Gegensatz zur Garten-Ringelblume, die auch zu kosmetischen und medizinischen Zwecken genutzt wird, sind die Blüten viel kleiner, etwa nur 2 cm groß. Das macht das Sammeln etwas schwieriger.

Geduld ist gefragt. Gerade bei Ölauszügen ist es sinnvoll, die Blüten gut antrocknen zu lassen (mind. 1 Tag). 

Verwendung in Küche und Naturkosmetik

Die essbaren Blütenblätter (aus gezupft) eignen sich als farbenfrohe Garnitur für Salate, Suppen oder Brote. Ihr leicht herber Geschmack bringt aromatische Tiefe.

Für die Naturkosmetik kannst du ganz einfach selbst Ringelblumenöl oder -salbe herstellen. Die frischen (angetrockneten) oder getrockneten Blüten werden in Öl eingelegt (z. B. Oliven- oder Jojobaöl) und mehrere Wochen sonnig ausgezogen. So entsteht ein hautpflegendes Heilöl, das sich pur verwenden oder zu einer Salbe weiterverarbeiten lässt.

Acker-Ringelblume im Permakultur-Garten
Acker-Ringelblume im Permakultur-Garten

Die Acker-Ringelblume in der Permakultur

Im Permakultur-Garten ist die Acker-Ringelblume mehr als nur ein hübscher Hingucker:

  • Sie lockert den Boden mit ihren Wurzeln
  • Schützt die Nachbarpflanzen vor Schädlingen
  • Bringt durch ihre Blüten Farbe und Vielfalt ins Beet
  • Unterstützt das Mikroklima im Pflanzensystem
  • Ist eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten vom Frühjahr bis in den Spätherbst
  • Lohnt sich zur Gründüngung und als Mulchmaterial
  • Sie kümmert sich selbst! 🙂

Besonders in Kombination mit Lauchgewächsen, Kohl oder Tomaten entfaltet sie ihr Potenzial als gute Gildenpflanze.

In meinem eigenen Garten darf sie sich frei aussäen – inzwischen ist sie fast überall auf den Gemüsebeeten zu finden. Ich lasse sie stehen, wo sie sich wohlfühlt und keine Kulturpflanzen durch ihren starken Wuchs beeinträchtigt wird. 

Wo gibt´s das? Samen, Sorten und Bezugsquellen

Wer die Acker-Ringelblume gezielt anbauen möchte, findet samenfestes Bio-Saatgut bei Anbietern wie:

Wichtig: Die Acker-Ringelblume ist nicht mit der Kulturform (C. officinalis) zu verwechseln – sie ist kleiner, robuster und ideal für die natürliche Selbstvermehrung. Die Samenernte gelingt einfach: Nach der Blüte die trockenen Samenstände abnehmen, trocknen und dunkel lagern.

Größen-Vergleich: Garten-Ringelblume (orange) mit Acker-Ringelblume und deren Samenstand

Fazit: Kleine Blume mit großer Wirkung

Die Acker-Ringelblume ist ein echtes Multitalent im naturnahen Garten. Sie ist pflegeleicht, insektenfreundlich, heilkräftig und optisch ein Gewinn. Wer sie einmal im Beet hatte, möchte sie nicht mehr missen.

Ob als Begleitpflanze im Gemüsebeet, Wildblume für Bienen, Heilpflanze oder Zutat für DIY-KosmetikCalendula arvensis ist eine wertvolle Pflanze für alle, die im Einklang mit der Natur gärtnern möchten.

Unser Permakultur-Garten profitiert von ihrer robusten Gesundheit und den fröhlichen Farbtupfern im Gemüsebeet. Vor allem das Beschatten des Bodens und das Unterdrücken anderer Beikräuter ist bei uns willkommen. Die Acker-Ringelblume trägt aktiv zur Biodiversität bei.

Die Heilkraft werde ich in den kommenden Jahren weiter austesten. Da die Pflanze auf mich einen sehr kräftigenden, beruhigenden, ausdauernden und erdenden Charakter hat, rechne ich mir positive Heil- und Pflegewirkungen aus.

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Ist wirklich jedes Garten-Jahr anders?

Gartensprüche wie: „Jedes Jahr ist anders!“ oder „Nicht jedes Jahr ist gleich.“ Höre ich immer öfter. Aber ist es wirklich so?

Ich denke, dass sich die Garten-Jahre schon aufgrund wechselnder klimatischer Ereignisse ändern. Unterschiedliche Bedingungen lassen auch die Pflanzen unterschiedlich gut gedeihen.  Zudem entwickelt sich ein Garten von Jahr zu Jahr und passt sich den Gegebenheiten an. Gerade in einem naturnahem Garten ist die Dynamik groß.

Biene, Borretsch
Ein naturnaher Garten bietet vielen Tieren Nahrung.

Aus den Nachbargärten höre ich derzeit leider nur Fluchen und Schimpfen. Ein Kopfschütteln und Abwinken: „Kannste vergessen!“
Üblicherweise werden bei uns auf dem Land Kartoffeln, Zwiebeln, Gurken, Bohnen, Grünkohl und Tomaten angepflanzt. Wesentlich mehr ist es nicht und war es auch noch nie. Denn die Menschen hier auf dem Land hatten immer Nutztiere Sie standen an erster Stelle, für sie musste das Futter angebaut werden. Das war Arbeit genug. Sie verkauften Gurken oder legten diese ein, kultivierten Meerrettich oder Spargel und zogen sich ein paar Tomatenpflanzen. Vielfalt, wie wir es heute aus der Permakultur kennen, gab und gibt es nur sehr selten.

Heute ist das Wissen um die Selbstversorgung von vor über 100 Jahren überwiegend verloren gegangen. Große Nutztiere hat kaum einer mehr. Hühner werden auch immer weniger, da der Fuchs sich jedes Jahr aufs Neue bedient. Einen Bauern- oder Gemüsegarten haben nur noch wenige. Es sind meist nur die älteren Generationen, die sich mit frischem Gemüse selbst versorgen möchten. „Gibt ja alles zu kaufen!“

Traditioneller Gurkenanbau im Spreewald
Traditioneller Gurkenanbau im Spreewald

Und wieder: Ich höre es fluchen und schimpfen. Aber warum?

Meine Kartoffeln stehen aktuell gut. Allerdings weiß ich, dass ich sie mit den Maulwurfsgrillen teilen muss. Ich sehe die Löcher, die sie emsig graben. Ich hatte schon etliche Verluste. Nicht nur Kartoffelpflanzen und Kartoffeln werden abgefressen, auch Gurkenpflanzen, Tomatenpflanzen, Paprikapflanzen, Salat- und Kohlpflanzen sind über Nacht einfach weg. 

Was könnte ich tun? Gift, Nematoden oder Chemie einsetzen? Auf gar keinen Fall. Der Garten ist ein ökologisches System und mir persönlich heilig. Ich weiß: Wenn mein Selbstversorgergarten im Gleichgewicht wäre, würden die Maulwurfsgrillen gar nicht auffallen. So die Theorie.

Kartoffelkäfer
Kartoffelkäfer

Durch die Umstellung auf Permakultur vor etlichen Jahren fühlen sich nicht nur die Pflanzen bei uns wohl. Auch die Tierwelt merkt schnell, wo es sich paradiesisch leben lässt. 

Haben Schädlinge keine Gegenspieler, nehmen sie überhand. Ich habe etwas nachgeholfen und über 50 Pflanztöpfe in die Erde eingegraben. Ich bin mir sicher, dass dort auch jede Menge Maulwurfsgrillen drin landen. Leider bin ich immer zu spät. Es muss andere Tiere geben, die sich an den selbstgebauten Fallen laben. Ein Fuchs? Die Elstern vielleicht?

Ob es mir was bringt, kann ich noch nicht sagen. Es sind noch genügend Maulwurfsgrillen da, die täglich Löcher und Gänge graben, Jungpflanzen anfressen oder schädigen.

Maulwurfsgrillen in einer Falle
Maulwurfsgrillen können gut 5 cm groß werden. Sie graben fingerdicke Gänge und schädigen damit vor allem Jungpflanzen. Sie fressen eigentlich kleinere Tiere. Wenn Sie nicht genug Nahrung finden, knappern Sie gern an Wurzeln. Meine Maulwurfsgrillen scheinen alle Vegetarier geworden zu sein.

Aber deshalb laufe ich nicht fluchend durch den Garten. Im Gegenteil, es gibt so viel zu bestaunen, zu ernten und zu tun. Sicher … um die Verluste bin ich auch traurig und es ärgert mich, wenn wieder ein Zögling tot umgefallen ist. Aber es gibt Alternativen. 

Wenn die eine Gemüseart ausfällt, wird entweder nachgesät oder Plan B umgesetzt. Es gibt immer einen Plan B. Wichtig ist die Mischkultur und die Vielfalt. Im Garten sind wir ständig den Launen der Natur ausgesetzt. Mal sind es Läuse, mal Mehltau, Wühlmäuse oder Schnecken, mal Hagel, mal Hitze … und das ist jedes Jahr gleich.

Selbstversorgung: Mangoldblüten zur Samengewinnung
Selbstversorgung: Mangoldblüten zur Samengewinnung

Die Maulwurfsgrillen, die gab es hier schon immer. Mal mehr und mal weniger. Allerdings vermehren Sie sich nicht nur bei mir gut. In den Nachbargärten treten auch zunehmend Schadbilder auf. Die Bedingungen sind also günstig für die Maulwurfsgrillen.

Die Kunst ist es, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, auf Vielfalt zu setzen und zu schauen, was braucht mein Garten jetzt in diesem Moment? Was kann ich tun, damit es ihm auch in den kommenden Monaten und Jahren gut geht? Es geht um ein Miteinander, nicht um ein Gegeneinander.

Es ist nicht jedes Jahr gleich! Zum Glück, sonst wäre es ja langweilig. 

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