Permakultur verstehen: Vorteile & Prinzipien einfach erklärt

Ich sehe ein Paradies, andere eine grüne Hölle. Pures Leben, eine bunte Vielfalt und üppiges, gesundes Wachstum erwarten dich im Permakultur-Garten. Du siehst zahllose Schmetterlinge. Vögel zwitschern in den Bäumen. Der Boden ist locker, weich, humos und voller nützlicher Helfer. Dir wird schnell klar: Permakultur ist weit mehr als reine Gartenarbeit.

Permakultur beginnt mit einer Entscheidung für das Leben als Ganzes. Der Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen – für die Erde, für uns selbst und für die Kinder unserer Kinder.

Was ist Permakultur?

Permakultur ist ein nachhaltiges Gestaltungskonzept für Gärten, Landwirtschaft und Lebensweise. Ziel ist es, natürliche Kreisläufe zu nutzen, fruchtbare Böden aufzubauen und dauerhaft stabile, vielfältige Ökosysteme zu schaffen.

Permakultur steht für „permanente Kultur“ oder „dauerhafte Landwirtschaft“.

Permakultur beginnt im Kopf

In unserer Welt scheint alles schneller, unpersönlicher und minderwertiger zu werden. Es geht um mehr Ertrag, mehr Wachstum, mehr Effizienz. Doch die Natur kennt kein grenzenloses „mehr“. Sie kennt Gleichgewicht, Kreisläufe und Anpassung. Mutter Natur nutzt vorhandene Kreisläufe, um Bestehendes zu bewahren und sich weiterzuentwickeln. Sie kennt Ruhephasen und nutzt, was bereits vorhanden ist.

Permakultur bedeutet, diese Kreisläufe wieder zu verstehen und sie bewusst im gesamten Alltag zu integrieren. Naturnah gärtnern: Statt gegen die Natur zu kämpfen, arbeiten wir mit ihr. Statt Böden auszulaugen, bauen wir sie auf. Statt Schädlinge zu vernichten, fördern wir Gleichgewichte. Wir teilen, was im Überfluss vorhanden ist und fördern damit das Miteinander in unserer Gesellschaft.

Mischkultur

Die drei ethischen Grundlagen der Permakultur:

  • Verantwortung für die Erde übernehmen (earth care)
  • Verantwortung für unsere Mitmenschen übernehmen (people care)
  • Gerechte Verteilung / Begrenzung von Konsum und Wachstum (Fair Share / Return of the Surplus)

Fünf R´s für nachhaltiges Gärtnern und Handeln im Sinne der Permakultur:

  • Refusing: Überflüssigen Konsumgütern widerstehen
  • Reducing: Reduzieren von Ressourcen wie: Energie, Materialien und Müll
  • Reusing: Gegenstände mehrfach verwenden
  • Repairing: Kaputte Gegenstände und Dinge reparieren
  • Recycling:  Aus scheinbar wertlosen Dingen entstehen durch Upcycling neue Gebrauchsgegenstände.

Die Permakultur-Prinzipien können und sollen auf alle Bereiche des Lebens angewandt werden. Diese Philosophie orientiert sich an der Natur und dem ursprünglichen gesellschaftlichen Leben. Sie entsteht durch Beobachtung und daraus abgeleitetes, bewusstes Handeln. Die Permakultur ist nicht auf Ertragsoptimierung aus, sondern fördert alle Funktionen im System gleichermaßen.

Die Vorteile der Permakultur – was sich wirklich verändert

Wenn du anfängst im Sinne der Permakultur zu handeln und zu gärtnern, wirst du schnell Veränderungen bemerken. Dein Garten wird lebendiger und dein Blick auf die Dinge rings herum wird ein anderer sein.

Fruchtbare Böden statt ausgelaugter Erde

Der Boden wird zum Mittelpunkt. Humusaufbau, Mulchschichten, Kompost – das sind die Grundlagen für einen lebendigen Garten. Ein humusreicher Boden speichert Wasser, bindet CO₂ und versorgt Pflanzen beständig mit Nährstoffen.

Das Umgraben oder Pflügen ist in meinem Selbstversorgergarten schon mehrere Jahre tabu. Mein Beitrag „Hat der Spaten ausgedient?“ vom Januar 2022 zeigt, wie meine ersten Überlegungen zu großen Veränderungen führten. Schon im Mai 2022 folgten weitere Maßnahmen, die ich im Beitrag: „Ein Kartoffelacker in Umstellung auf Permakultur“ festgehalten habe. Heute, vier Jahre später, sieht unser Acker und der Kartoffelanbau komplett anders aus. Seither optimiere ich eine Mischkultur mit Kartoffeln und Gemüse sowie den Fruchtfolgewechsel. Die Ernten bessern sich von Jahr zu Jahr.

Gemulchte Kartoffelreihen

Weniger Arbeit durch kluge Planung

Was paradox klingt, wird in der Praxis spürbar: Ein gut geplanter Permakultur-Garten macht weniger Arbeit

  • Kurze Wege
  • Dauerhafte Strukturen
  • Mehrjährige Pflanzen
  • Selbstregulierende Systeme

Du erkennst die Vorteile nicht sofort – aber mit jedem Jahr wird die Gartenarbeit einfacher.

Mehr Biodiversität

Wo Vielfalt herrscht, entsteht gesunde Stabilität: Wildobsthecken, Blühpflanzen, Totholz, Wasserstellen – sie alle bringen Insekten, Vögel und Kleinsäuger zurück. Und mit ihnen stellt sich ein Gleichgewicht ein, das Pflanzenschutzmittel überflüssig macht.

Eine einfache Wildobsthecke aus Hasel, Schlehe, Weißdorn und Holunder kann bereits nach wenigen Jahren zu einem kleinen essbaren Ökosystem werden. Vögel finden hier Nistplätze, Insekten Nahrung und der Garten gewinnt an Struktur. Aber nicht nur das, unsere Wildobsthecke(n) speichern auch Feuchtigkeit und regulieren die Temperatur im Hochsommer. Es entsteht ein geschütztes Mikroklima rings um die Hecken.

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Teilweise Selbstversorgung

Dein Permakultur Garten schenkt dir Unabhängigkeit. Frisches Gemüse, Obst und (Wild)Kräuter – geerntet im richtigen Moment. Die Selbstversorgung beginnt vielleicht klein. Aber sie wächst mit dem Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten.

Schon ein kleines Beet mit Mischkultur aus Salat, Kräutern, Mangold und Radieschen kann über viele Wochen hinweg frische Ernte liefern – direkt vor deiner Küchentür.

Überschüsse teilen

Permakultur endet nicht am Gartenzaun. Du kannst Samen tauschen, Erfahrungen weitergeben und Ernte teilen. Es entsteht Gemeinschaft – leise, freundlich und nachhaltig.

Warum Permakultur Geduld braucht

Permakultur braucht Beobachtung, Zeit und Ausdauer.

Ein neu angelegter Kompost liefert nicht sofort fruchtbare humose Erde. Ein gepflanzter Obstbaum trägt nicht im ersten Jahr reichlich Früchte. Eine Wildblumenwiese entwickelt sich mit der Zeit. Und genau darin liegt die Kraft: Permakultur denkt in Jahrzehnten – nachhaltig und vorausschauend.

Sie ist dein Generationenprojekt.

Ein Garten als Hoffnungsschimmer

Schon kleine Veränderungen wie Mulchschichten, Mischkultur oder neu angelegte Schutzräume bewirken eine Verbesserung des Gartenklimas. Permakultur zeigt, dass große Veränderungen im Kleinen beginnen.

Es braucht Mut, anders zu denken und kluge Entscheidungen zu treffen.

Jeder Garten kann ein Anfang sein, ob groß oder klein.

Rankgerüst aus Holzschnitt, gemulchte Freiland-Tomaten

Permakultur im Alltag – fünf einfache Beispiele aus dem Garten

1. Mulchen statt nackter Erde

Ein einfaches Prinzip der Permakultur ist die dauerhafte Bodenbedeckung. In meinem Garten bleibt kaum ein Beet ungemulcht. Eine Mischung aus Laub, Wiesenschnitt und Pflanzenresten schützt den Boden vor Austrocknung, fördert das Bodenleben und sorgt ganz nebenbei für neuen Humus.

2. Mischkultur im Gemüsebeet

In meinem Gemüsegarten wachsen Möhren und Zwiebeln immer nebeneinander. Die Zwiebeln vertreiben mit ihrem Duft die Möhrenfliege, während die Möhren der Zwiebelfliege weniger Chancen lassen. Solche Pflanzengemeinschaften tragen zur Gartengesundheit bei ohne mit Chemikalien arbeiten zu müssen.

Viele Pflanzen gehen dabei sogar Symbiosen ein. Sie helfen sich untereinander. Das klassische Mischkultur-Beet ist ein Inka-Beet oder auch Indianerbeet genannt. Es kommt aus Lateinamerika und besteht aus den 3 Schwestern: Mais, Bohnen und Kürbis. Die Bohnen nutzen den Mais, um empor zu ranken. Im Gegenzug reichern sie Stickstoff im Boden an. Der Kürbis beschattet mit seinen Blättern den Boden und verhindert die Austrocknung.

3. Ein Küchengarten in Hausnähe

Direkt vor der Haustür wächst ein kleines Beet mit Salaten, Kräutern, Radieschen und Mangold. Weil der Weg so kurz ist, wird hier fast täglich geerntet. Genau dafür ist in der Permakultur die Zone 1 gedacht: Lebensmittel, die oft gebraucht werden, wachsen möglichst nah am Haus.

Das ist natürlich nicht immer machbar. Aber auch ich habe an meiner Terrasse die wichtigsten Küchenkräuter kultiviert. Einfach damit es schnell geht.

4. Eine Benjeshecke als Lebens- und Schutzraum

Totholzhecken haben den Vorteil, dass Rückschnitte und Holzbruch schnell an einem nahegelegenen Platz untergebracht werden können. Dort entwickelt sich mit der Zeit ein natürlicher Lebensraum für viele Käfer und Insekten. Auch Kleinlebewesen finden hier Unterschlupf. Zudem kann eine Benjeshecke den Permakultur-Garten vor äußeren Einflüssen schützen und den Garten in kleinere Räume einteilen.

Benjeshecke: Lebensraum & Strukturgeber

5. Ein Hügelbeet aus Gartenresten

Aus Ästen, Laub, Rasenschnitt, Kompost und Gartenerde lässt sich ein fruchtbares Hügelbeet aufbauen. Während das Material im Inneren langsam verrottet, entstehen Wärme und Nährstoffe. Viele Gemüsearten wachsen darauf besonders kräftig – und Gartenabfälle werden sinnvoll genutzt.

Hügelbeete haben in meinem Garten eine längere Tradition. 2018 legte ich mein erstes Hügelbeet an und ich wurde mit totaler Ablehnung meiner Mitmenschen konfrontiert. Heute sind Hügelbeete feste Bestandteile meiner Gartenstruktur, nützlich, fruchtbar und einfach in der Handhabung.

Lies dazu: Vor- und Nachteile eines Hügelbeetes

Permakultur-Element: Hügelbeet

Fragen und Antworten zur Permakultur

Was ist Permakultur einfach erklärt?

Permakultur ist ein nachhaltiges Gestaltungskonzept für Gärten, Landwirtschaft und Lebensräume. Ziel ist es, natürliche Kreisläufe zu nutzen, fruchtbare Böden aufzubauen und stabile Ökosysteme zu schaffen. Statt gegen die Natur zu arbeiten, werden ihre Prozesse beobachtet und gezielt genutzt.

Was sind die Grundprinzipien der Permakultur?

Die Permakultur basiert auf drei ethischen Grundsätzen:

  • Sorge für die Erde (earth care)
  • Sorge für die Menschen (people care)
  • Teile gerecht, was im Überfluss vorhanden ist (fair share)

Darauf aufbauend werden natürliche Kreisläufe genutzt, Ressourcen geschont und vielfältige, stabile Lebensräume geschaffen.

Was bringt Permakultur im eigenen Garten?

Ein Permakultur Garten kann viele Vorteile bringen:
Der Boden wird fruchtbarer, Pflanzen wachsen widerstandsfähiger und der Pflegeaufwand kann mit der Zeit deutlich sinken. Gleichzeitig entstehen wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere.

Kann jeder einen Permakultur Garten anlegen?

Ja. Permakultur lässt sich auf nahezu jedem Stück Land oder auch auf dem Balkon umsetzen. Wichtig ist vor allem, die natürlichen Gegebenheiten zu beobachten und Schritt für Schritt passende Elemente zu integrieren.

Ist Permakultur viel Arbeit?

Am Anfang braucht Permakultur etwas Planung und Geduld. Doch ein gut gestalteter Permakultur Garten arbeitet im Verlauf der Zeit immer stärker mit natürlichen Kreisläufen. Dadurch kann der Pflegeaufwand langfristig sogar sinken.

Welche Pflanzen eignen sich für Permakultur?

Besonders gut eignen sich robuste, standortangepasste Pflanzen. Dazu gehören viele Kräuter, Beerensträucher, Obstbäume und mehrjährige Gemüsepflanzen. Auch Wildpflanzen spielen eine wichtige Rolle, weil sie Insekten Nahrung bieten und das ökologische Gleichgewicht stärken.

Was ist der Unterschied zwischen Permakultur und Bio-Garten?

Ein Bio-Garten verzichtet hauptsächlich auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Permakultur geht einen Schritt weiter: Hier wird der Garten als ganzes Ökosystem gesehen, in dem Pflanzen, Tiere, Boden und Wasser miteinander im Gleichgewicht stehen.

Warum ist Permakultur wichtig für die Zukunft?

Permakultur hilft dabei, fruchtbare Böden aufzubauen, Wasser zu speichern und die Artenvielfalt zu fördern. Gerade in Zeiten von Klimawandel und Artensterben kann sie einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen und widerstandsfähigen Lebensräumen leisten.

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Permakultur erleben: Exkursionstag mit Schülern im Garten

Eine Mischung aus Skepsis, Null-Bock-Stimmung und ein bisschen Neugier schwappte zusammen mit der Schülergruppe aus dem Bus, der vor unserem Permakultur-Garten hielt. Für viele der Schüler war es sicherlich das erste Mal, dass sie nicht nur über Natur gesprochen haben – sondern plötzlich mittendrin standen. Permakultur erleben – so hieß das Motto für einen Schüler Praxisworkshop im Spreewald.

Diese Woche durfte ich einen Exkursionstag mit Schülern im Alter von 16 und 18 Jahren gestalten. Eine neue Herausforderung – und gleichzeitig ein Moment, der mir wieder einmal gezeigt hat, wie wichtig echte Naturerfahrungen gerade für Jugendliche sind.

Im Folgenden erfährst du, wie außerschulisches Lernen und der Kontakt zu unberührter Natur schon in kürzester Zeit zu einem friedvollen Miteinander führt. Die Schulklasse lernte u. a. Biodiversität, Integration und Vielfalt unter komplett neuen Denkansätzen kennen.

Permakultur erleben – genau das durften Jugendliche bei einem Exkursionstag im Spreewald.
Viele Menschen, besonders die jungen, verlieren heute den Bezug zur Natur. Umso wichtiger ist es, Lernräume zu schaffen, in denen sie wieder mit allen Sinnen erfahren können, wie natürliche Kreisläufe funktionieren.

Gartengerätekunde für Teenager

Was bedeutet Permakultur? Einfach erklärt für Einsteiger

Permakultur ist weit mehr als nur „Gärtnern ohne Chemie“. Es ist eine Einstellung. Ein bewusstes Gestalten von Lebensräumen, die sich an natürlichen Kreisläufen orientieren. Statt gegen die Natur zu arbeiten, lernen wir mit ihr zu planen, zu gestalten und zu leben.

Im Zentrum stehen dabei drei ethische Grundsätze:

  • Verantwortung für die Erde übernehmen (earth care)
  • Verantwortung für unsere Mitmenschen übernehmen (people care)
  • Gerechte Verteilung (Fair Share)

Und genau diese Werte haben wir an diesem Tag der Permakultur Exkursion gemeinsam greifbar gemacht.

Totholz-Tipi im kleinen Waldgarten

Permakultur erleben mit Schülern: Lernen durch praktische Erfahrung

Nach einer Einführung in die Zonen der Permakultur – die bewusste Einteilung eines Gartens nach Nutzungsintensität – ging es direkt in die Praxis. Denn gerade Teenager lernen durch echtes Erleben besser, als durch lange Vorträge.

Praktische Projekte im Permakultur-Garten

Die Schüler konnten Permakultur direkt erleben und selbst aktiv werden. Wir bildeten vier Teams.

  • Ein Team plante und baute ein Totholz-Tipi – ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Dabei stand die Platzwahl ebenso im Fokus, wie die Auswahl der unterschiedlichen Materialien.
  • Das zweite Team errichtete eine Steinpyramide und lernte ganz nebenbei, wie wichtig Strukturvielfalt für die Biodiversität ist. Auch hier war die Standort-Auswahl von großer Bedeutung. Neben Kraft und handwerklichem Geschick übten sich die Teenies auch in Ausdauer.
  • Das dritte Team suchte geeignetes Mulchmaterial und versorgte damit unsere Erdbeerbeete – ein praktisches Beispiel für Bodenschutz, Wasserspeicherung und Humusaufbau.
  • Das vierte Team setzte eine Brennnessel-Jauche an – ein natürlicher Dünger, der zeigt, wie wir vorhandene Ressourcen sinnvoll nutzen können. Es wurden Brennnesseln gesucht. Diese sollten „geerntet“ und zu einer Jauche angesetzt werden.

Jedes Team bekam von mir eine Anleitung und praktische Unterstützung. Sie hatten aber auch genügend Zeit, um selbst kreativ zu werden und eigene Ideen zu entwickeln. Am Ende stellte jedes Team das entstandene Projekt und das Gelernte bzw. Erfahrene den übrigen Teilnehmern vor.

Steinpyramide für Reptilien und andere kleine Lebewesen in der Sanddornhecke

Permakultur Prinzipien – praktisches Lernen mit Schülern

Was vorher vielleicht abstrakt klang, wurde beim Tun plötzlich lebendig:

  • Biodiversität fördern, indem wir Lebensräume schaffen
  • Ressourcen nutzen, die direkt vor unserer Nase wachsen
  • Geduld lernen, weil nicht alles sofort sichtbar wird und sofort funktioniert
  • Integration statt Ausgrenzung, indem jedes Element und jedes Lebewesen eine Funktion erfüllt
  • Vielfalt fördern, jedes Lebewesen, jede Pflanze ist willkommen

Besonders spannend war zu beobachten, wie sich der Blick der Jugendlichen im Laufe des Tages verändert hat. Anfangs noch distanziert und gelangweilt – später dann immer offener, neugieriger, lebendiger.

gemulchte Erdbeerreihen

Wenn Regenwürmer plötzlich spannend werden

Ein echtes Highlight der Permakultur-Exkursion war der Kompost. Die Begeisterung für Regenwürmer war größer als erwartet – und zeigt, wie wichtig direkte Naturerfahrung ist. Es wurde gestaunt, beobachtet, gefragt. Genau hier entsteht echtes Verständnis für Bodenleben und nachhaltiges Gärtnern.

Auch unsere halbwilde Zone (Zone 4 bis 5) rund um den naturbelassenen Teich hatte eine besondere Wirkung auf die Teenies. Dort, wo die Natur noch Natur sein darf, wurden die Jugendlichen entspannter, offener und kreativer. Ein Raum, der nichts fordert und doch so viel gibt. Das zu beobachten, hat mich nachhaltig bestätigt und gibt mir Hoffnung.

Unterschiedlichen Materialien für mehr Biodiversität

Permakultur erleben – mehr als Lernen im Permakultur-Garten

Zum Abschluss saßen wir gemeinsam am kleinen Lagerfeuer. Müde, ein bisschen schmutzig und mit den ein oder anderen Kratzern, aber zufrieden und geerdet. Und genau so fühlt sich ein guter Tag im Garten an.

Gerade Jugendliche profitieren von Naturerfahrungen wie einen Tag im Permakultur-Garten. Sie erleben Selbstwirksamkeit: Ein selbst gebautes Totholz-Tipi, ein gemulchtes Beet oder eine angesetzte Pflanzenjauche zeigen sofort Wirkung. Gleichzeitig lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und natürliche Kreisläufe zu verstehen – etwas, das im Alltag oft verloren geht.

Für mich war dieser Exkursionstag wieder mehr als nur ein „Programm“. Es war ein echtes Miteinander, ein Lernen auf Augenhöhe und ein kleiner Schritt zurück zu dem, was uns oft verloren geht: die Verbindung zur Natur.

Kreative Ideen: „Das 20-Zimmer-Appartment“

Lust, Permakultur selbst zu erleben?

Wenn du jetzt neugierig geworden bist:
Unser Selbstversorger- und Permakultur-Garten liegt mitten im Spreewald – und ist offen für alle, die naturnahes Gärtnern nicht nur verstehen, sondern erleben möchten.

Ob Führung oder Workshop – ich nehme dich gern mit auf diese Reise und zeige dir, wie vielfältig, lebendig und erfüllend ein Garten sein kann, der im Einklang mit der Natur wächst.

Meine Angebote sind geeignet für Schulklassen, kleine Gruppen oder alle, die naturnahes Gärtnern kennenlernen möchten.

Jetzt Termin buchen oder anfragen und Permakultur hautnah erleben!

Weitere Beiträge rund um das Thema Permakultur findest du hier

Selbstversorger-Dinner: Sommer-Gemüsepfanne mit Hirse

Nach getaner Arbeit streife ich mit Erntekorb und Schüssel durch den Garten. Gemüse kurz vor der Zubereitung zu ernten, ist so entschleunigend, gesund und entspannend. Meistens weiß ich noch gar nicht genau, was im Korb landen wird. Ich lasse mich intuitiv treiben.

An einem Abend im August entschied ich mich für eine Sommer-Gemüse-Pfanne mit Hirse. Dafür erntete ich:

  • Einige Stangen Mangold
  • Paprika
  • Tomaten
  • Grüne Bohnen
  • Magentamelde
  • Zwiebelgrün der Winterheckenzwiebel
Bunter Mangold

Die Mangold-Stangen säuberte ich und dünstete sie kleingeschnitten in Kokosöl an. Hinzu kamen grüne Bohnen und Paprika, ebenfalls kleingeschnitten. Ich löschte die Pfanne mit Wasser ab und gab die Triebspitzen der Magentamelde hinzu. Die Blätter der Mangold-Stangen hackte ich klein und gab sie ebenfalls in die Pfanne.

Ich würzte mit Salz und Pfeffer sowie ein wenig Garam Masala und deckte die Pfanne mit einem Deckel ab.

Es gibt oft geplatzte Tomaten im Spätsommer. Das hängt mit den Temperatur-Unterschieden zwischen Tag und Nacht oder/und zu viel Feuchtigkeit zusammen. Diese Tomaten sind ideal zum Verarbeiten. Sie werden gewaschen und kleingeschnitten. Für Mangold-Gerichte verwende ich gern Tomaten.

Die kleingeschnittenen Tomaten kamen ebenfalls in die Pfanne, die ich mit Deckel kurz köcheln ließ. Zum Schluss rührte ich, in die nicht mehr kochende Pfanne, die grünen Zwiebelringe der Winterheckenzwiebel unter.

Dazu gab es heimisch wachsende Hirse in etwas Brühe gekocht.

Eine leckere, leichte Sommer-Mahlzeit

Unser Familienleben spielt sich größtenteils im Freien ab. So essen wir die gesamte Saison gern draußen. Bis zum Sonnenuntergang wird anschließend im Garten und auf dem Hof gewerkelt.

Gesund zu essen, hat auch viel mit der Herkunft der Lebensmittel zu tun. Frische Zutaten sind dabei sehr wertvoll. Sie sollten biologisch und aus dem Freilandanbau kommen, um ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu haben. Zudem ist der Erntezeitpunkt für die Inhaltsstoffe von Bedeutung. Ein eigener Garten kann diese frischen und gesunden Lebensmittel liefern. Es wird weder Verpackung noch der Transport benötigt.

Wie genau ein Selbstversorgergarten funktionieren kann, zeige ich dir gern bei einem Gartenrundgang.

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Sommerglück: Zurück im Selbstversorgergarten

Ich melde mich zurück aus der Sommer-Pause. Wir hatten einen aktiven Familien-Urlaub in den Bergen. Wir sind viel gewandert und konnten die Berge so richtig genießen. Ich saß auf üppig blühenden Almwiesen und studierte Wiesenkräuter, wanderte staunend durch uralte Fichten-, Lärchen- und Zirbelkiefern-Wälder und konnte mich gedankenverloren treiben lassen.

Zurück im Selbstversorgergarten kam ich ebenfalls nicht aus dem Staunen heraus. Es hatte 14 Tage immer mal wieder ergiebig geregnet. Die Folge war grenzenloses Wachstum, ja ein quirliges Durcheinander! Ich kam und komme teilweise noch nicht überall hin. 

Blick aufs Acker, August 2025
Neues Blumen-Hügelbeet, August 2025

Vor Jahren noch, hätte mich dieser Wildwuchs zum Verzweifeln gebracht. Aktuell macht es mich glücklich, einen so lebendigen und nährstoffreichen Garten mein Eigen zu nennen. 

Gut zwei Wochen nach unserem Urlaub sieht es noch nicht wesentlich anders aus. Ich konnte die Puffbohnen für Saatgut ernten und gewann so ein neues Beet. Hier nahm ich neue Aussaaten vor: Kopfsalate, Wintersalate, Rettiche, Rübchen und Radieschen. 

Hauptsächlich nutze ich meine wenige freie Zeit fürs Ernten und Verarbeiten. 

Für das tägliche Wohl ernte ich im Gemüsegarten:

  • Tomaten
  • Zucchini
  • erste Paprika
  • letzte Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohlrabi
  • Zwiebeln und Zwiebelgrün
  • Blätter vom Blattkohl (Grünkohl, Braunkohl und Palmkohl)
  • Petersilie, Basilikum und viele andere Küchenkräuter
  • Wildkräuter vom Acker: Magentamelde, Krause Malve, Franzosenkraut
  • Wildkräuter von der Wiese: Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerich, Schafgarbe, der Rote Wiesenklee

Verarbeitet werden müssen regelmäßig:

Bald werden reif:

  • Pfirsiche (die Bäume hängen brechend voll)
  • Aroniabeeren
  • Holunder
  • Pflaumen
  • Herbst-Himbeeren

Du siehst, es ist jetzt vor allem wichtig, die Ernte einzufahren und zu verarbeiten. Wenn Zeit ist und das Wetter bzw. die vielen Mücken es zulassen, werden neue Gemüsepflanzen in Lücken gesetzt. Mit dem rausgezogenen Beikraut mulche ich länger stehende Kulturen. Nach und nach werden so neue Flächen frei, um Herbst- und Wintergemüse anzubauen. 

Sommerastern im Hügelbeet
Meine Lieblingsdahlie: Orange Bauerndahlie

Aber alles gemach, gemach … mein Augenmerk liegt derzeit auf “den Sommer genießen” und “die Natur beobachten”, ganz im Hier und Jetzt einzutauchen, das Üppige und den Überfluss zu fühlen.

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Der Apfel von der Streuobstwiese: Vitalstoffe for free

Kennst du den Unterschied zwischen einem „konventionellen/herkömmlichen“ Apfel, einem Bio-Apfel bzw. einem Apfel von der naturbelassenen Streuobstwiese?

Es liegen Welten dazwischen!

Nicht nur geschmacklich, auch die Inhaltsstoffe sind in ihrer Intensität sehr unterschiedlich. Demzufolge kann niemand die gesundheitliche Wirkung eines x-beliebigen Apfels genau ermitteln. Das Sprichwort “An apple a day keeps the doctor away!” gilt meiner Meinung nach lediglich für Äpfel aus alten Bauerngärten oder von der naturbelassenen Streuobstwiese.

Aber warum ist der Apfel von der Streuobstwiese so besonders?

Die Unterschiede im Apfelanbau, Lagerung und Lieferketten sowie hunderte Züchtungen hin zum optimalen Apfel lassen schon erahnen, dass dieses Thema sehr komplex ist. Ebenso verhält es sich mit den gesundheitlichen Vorteilen eines Streuobstwiesen-Apfels. Einen Überblick erhältst du in diesem Beitrag.

Alte Apfelsorten und Apfelbäume sind heute sehr wertvoll.

Der “konventionelle/herkömmliche” Apfel aus dem Supermarkt ist ein selektiertes, speziell für den Handel gezüchtetes Produkt. Es gibt nur ein paar gängige, optimierte Sorten. Der moderne Apfel sollte möglichst süß und saftig schmecken. Er muss resistent gegen sämtliche Krankheitserreger sein. Dabei gleicht ein Apfel dem anderen. Sie sind makellos, wachsen in endlosen Monokulturen, teilweise unter Folien und Netzen, werden mit Pestiziden behandelt, unter “Kontrollierter Atmosphäre” kühl gelagert und sehr weit transportiert. 

Der Bio-Apfel hat es da schon wesentlich besser. Zwar werden auch hier selektierte und speziell für den Handel gezüchtete Sorten angebaut. Diese Äpfel werden allerdings nicht mit Pestiziden behandelt. Monokulturen, Netze und Folien können dennoch eingesetzt werden. Die Nachhaltigkeit und Bodenbeschaffenheit hängt stark vom jeweiligen Apfelbauer und der Region ab. 

Es gibt Bio-Apfel-Bauern, die auf einen natürlichen Anbau Wert legen. Neben speziell gezüchteten Sorten finden sich meist auch alte Apfelsorten. Diese Äpfel findest du direkt auf diesen Bauernhöfen, auf regionalen Märkten oder ausgewählten Bioläden. Erkennbar sind diese Äpfel zum Teil an der Größe und der Beschaffenheit der Schale.
Ein Bio-Apfel ist meistens kleiner und hat eine kräftige, teils raue/feste Schale. Zudem verfärben sich alte Apfelsorten beim Anschnitt schneller braun. (Was ein gutes Zeichen ist.)

Noch besser für die Inhaltsstoffe eines Apfels wären jedoch Agroforst-Betriebe. In der Agroforstwirtschaft wird nach den Prinzipien der Permakultur gearbeitet. Diese Unternehmen bauen u.a. Apfelbäume in Mischkultur mit Sträuchern und Kulturgemüse an. Der Boden wird aktiv gestärkt und vielseitig aufgewertet. Alles wächst im ökologischen Gleichgewicht und profitiert voneinander. Gibt’s nicht? Doch aber derzeit nur sehr vereinzelt.  

Aber hey: Wir hier in Mitteleuropa könnten alle unsere Äpfel völlig stressfrei frisch von der Streuobstwiese hinterm Haus aufsammeln – in Bioqualität – kostenfrei – mit und ohne Wurm – sowie den besten gesundheitlichen Vorteilen ever! Und das ist nichts Neues. Unsere Vorfahren wussten, wo die besten Äpfel wuchsen.

Lageräpfel werden gepflückt und sorgfältig kühl gelagert. So halten sich manche Sorten bis in den März/April hinein.

Was macht den Apfel von der Streuobstwiese so besonders?

In jedem alten Garten steht mindestens 1 Apfelbaum. Manchmal finden sich auch alte Apfelbäume in Parkanlagen, verwildert in Hecken oder eben auf Streuobstwiesen. Diese natürlich gewachsenen Apfelbäume sind sämtlichen Standort- und Umwelteinflüssen (Sonne, Wasser, Regen, Wind, Schädlingen) ausgesetzt und müssen sich selbst vor diesen schützen.
Wenn ein Apfel heranreift, werden in ihm diese im Laufe der Zeit gesammelten Informationen, Wirkstoffe und Eigenschaften gespeichert, um sie der kommenden Generation weiterzugeben. Somit enthält der Apfel viele verschiedene Inhaltsstoffe, die auch uns beim Verzehr stärken.

Einem in Monokultur, unter Folie oder Netzen gewachsener Apfel wurde es immer leicht gemacht. Er hat ständig Wasser zur Verfügung, gegen Pilze, Parasiten und Schädlinge gibt es Pestizide und direkte Konkurrenz kennt er auch nicht. Nährstoffe werden künstlich zugefügt, Wind und Sonne kommen durch die dichten Bepflanzungen in den endlosen Plantagen gar nicht überall hin. Der Boden wird seit vielen Jahren einseitig beansprucht.

Eigenschaften eines Streuobst-Apfels

1. Inhaltsstoffe und Nährstoffdichte

  • Polyphenole und sekundäre Pflanzenstoffe: Alte Apfelsorten von Streuobstwiesen sind oft deutlich reicher an Polyphenolen, Flavonoiden und Anthocyanen. Diese wirken antioxidativ, entzündungshemmend und schützen Zellen vor Schäden.
  • Vitamine: Vitamin C, B-Vitamine und Provitamin A sind in beiden Äpfeln enthalten. Streuobstwiesen-Äpfel, die nicht auf Hochglanz getrimmt sind, weisen jedoch oft wesentlich höhere Werte auf, weil sie ohne übermäßige Stickstoffdüngung in Mischkultur langsamer reifen und mehr Abwehrstoffe bilden.
  • Mineralstoffe: Kalium, Magnesium und Spurenelemente sind im Apfel generell reichlich vorhanden. Untersuchungen zeigen, dass Streuobst durch tiefere Wurzeln oft mehr Mineralstoffe aufnehmen kann als Plantagenobst. Der Boden wird nicht überdurchschnittlich beansprucht und Synergien zwischen den Mischkulturen fördern ein breites Spektrum an Mineralstoffen.

2. Unterschiedliche Wachstumsbedingungen

  • Vielfalt statt Monokultur: Auf Streuobstwiesen wachsen Bäume ohne chemisch-synthetische Spritzmittel und oft in Mischbeständen, zudem sind sie meistens schon sehr alt. Dadurch sind sie Stressfaktoren wie Pilzen, Insekten und Umweltfaktoren ausgesetzt. Der Apfel enthält mehr Schutzstoffe, die wiederum auch für den Menschen gesund sind.
  • Bodenleben: Alte Bäume mit tiefem Wurzelwerk sind stark mit dem Bodenmikrobiom vernetzt, was zu einem breiteren Nährstoffspektrum im Apfel führt.
  • Reifeprozess: Streuobstäpfel reifen am Baum bis zur Pflückreife. Supermarktäpfel werden oft früh geerntet und in Kühlhäusern monatelang gelagert, was den Vitamin- und Aromagehalt mindert.

3. Gesundheitliche Vorteile für den Menschen

  • Bessere Verträglichkeit: Manche Menschen, die auf Supermarktäpfel mit Bauchschmerzen reagieren, vertragen alte Sorten deutlich besser. Grund dafür sind die höheren Polyphenolgehalte.
  • Antioxidativer Schutz: Durch die Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffen wirken Streuobstwiesen-Äpfel stärker antioxidativ, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen und sogar bestimmten Krebsarten vorbeugen kann.
  • Darmgesundheit: Der Ballaststoff Pektin ist in allen Äpfeln reichlich enthalten. Streuobstwiesen-Äpfel, die kleiner und aromatischer sind, bringen aber oft ein komplexeres Zusammenspiel von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen mit. Das unterstützt die Darmflora.

Meiner Erfahrung und Meinung nach sind natürlich gewachsene Äpfel reine Vitalstoffbomben in jeglicher Hinsicht. Sie stärken uns, liefern ein breites Spektrum an Vitaminen und Mineralstoffen und verbinden uns mit der Natur und Mutter Erde. Vor allem aber schmecken Sie total lecker.

Aber aufgepasst: Natürlich gibt es einen Qualitäts-Unterschied. Es ist nicht egal ob du einen Apfel in freier Natur, einer Großstadt, an einer befahrenen Straße oder zwischen mit Pestiziden behandelten Feldern aufliest. Auch ein Apfelbaum kann ein zu viel an Umweltgiften nicht wiedergutmachen. Daher sieh genau hin, wo du deine Äpfel sammelst.

Natürlich wachsende Apfelbäume liefern köstliche Früchte mit vielen Vitaminen und weiterten Inhaltsstoffen.

Es lebe die heimische Streuobstwiese

Wir pflegen und genießen eine Streuobstwiese im Selbstversorgergarten. Diese Wiese existiert wahrscheinlich schon ewig. Wir sammeln hier bereits fast 30 Jahre lang Äpfel und andere Früchte auf. In den letzten 20 Jahren pflanzten wir immer wieder neue (alte) Sorten, um die Streuobstwiese zu erhalten. Wir ließen Bäume aus Reisern veredeln, um alte Arten zu bewahren und achteten bei der Sortenauswahl darauf, dass wir uns von Juli bis in den März-April hinein mit frischen Äpfeln versorgen können. 

Einzig im Jahr 2024 gab es durch einen heftigen Spätfrost kaum Obst, sonst können wir uns gut mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen und anderen Früchten selbst versorgen. 

Wenn wir ehrlich sind, fallen in guten Jahren zu viele Früchte vom Baum. Wir fahren dann zum Mosten und verteilen gern an Nachbarn und Freunde. Auch stelle ich übriges Obst vor unseren Hof, zum Mitnehmen für vorbei radelnde Touristen. Leider gibt es nicht viele Menschen, die einen natürlich gewachsenen Apfel schätzen können. 

Gewaschene Äpfel für radelnde Touristen und Einheimische zum Mitnehmen, stehen bei uns oft vor dem Hof.

Zukunftsvision für natürliche Äpfel

Viele Menschen fahren in den Wald, um Pilze zu sammeln. Warum planst du nicht auch einen Landausflug zum Äpfelauflesen oder den Besuch eines Bio-Apfelhofes? Ich bin mir sicher, jeder kennt Menschen, die im ländlichen Bereich leben und Apfelbäume im Garten oder eben hinter dem Garten stehen haben. Selbst auf einsamen oder landwirtschaftlich genutzten Wegen gibt es alte, teils verwilderte Apfelbäume. 
Beim wilden Sammeln ist es wichtig, die möglichen Besitzer der Bäume ausfindig zu machen. Fragen kostet nichts. Als Dankeschön freuen sich Besitzer auch über ein nettes Tauschangebot.

Selbst hier bei uns kenne ich mehr als 5 Apfelbäume, die am Wegesrand wild und frei wachsen. Die Äpfel warten nur darauf, gepflückt zu werden.

Auf freien Flächen könnten Gemeinden neue Streuobstwiesen anlegen. Das sieht nicht nur besonders schön aus, es fördert die Gemeinschaft, versorgt alle mit frischem, gesunden Obst und hilft nebenbei der Umwelt.

Wer will da schon einen in Folie verpackten Apfel aus dem Supermarkt essen? Völlig unnötig und gesundheitlich besonders fraglich!

Für mehr Apfelwissen und Verarbeitungsmöglichkeiten schreibe mir gern oder kommentiere diesen Beitrag. Gern kannst du unsere Streuobstwiese auch besuchen kommen, natürlich inkl. Verkostung (Mitte Juli bis März, solange unser Vorrat reicht).

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Magentaspreen & Weißer Gänsefuß – Farbenfrohe Kraftpakete

Ob pink glitzernde Blätter oder zarte grüne Triebe – Magentaspreen und der Weiße Gänsefuß bringen nicht nur Farbe, sondern auch echte Vielfalt in deinen Selbstversorgergarten. Diese alten Kulturpflanzen sind pflegeleicht, essbar und erstaunlich robust – perfekt für alle, die ihren Garten zukunftsfähig und genussvoll gestalten wollen.

Was ist Magentaspreen – und warum solltest du die farbige Variante des weißen Gänsefußes kennen?

Magentaspreen oder auch Magentamelde (Chenopodium giganteum), ist eine alte Kulturpflanze aus den Himalaya-Regionen Indien, Nepal und Tibet, die nicht nur ihre dekorative Seite in unseren naturnahen Gärten und Selbstversorgerbeeten feiert. Mit ihrem leuchtenden Magentaton an den jungen Blatttrieben zieht sie alle Blicke auf sich. Verwandt ist Magentaspreen mit dem Weißen Gänsefuß (Chenopodium album), beide wilden Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Was viele nicht wissen: Auch Spinat und Quinoa zählen zur großen Familie. Und genau wie seine Verwandten ist Magentaspreen oder auch der Weiße Gänsefuß nicht nur eindrucksvoll, sondern auch essbar, pflegeleicht und robust. 

So erkennst du den Weißen Gänsefuß

  • einjährig, krautig
  • wächst als ein Trieb oder buschig verzweigt
  • kann bis zu 2 Meter hoch werden
  • gräulich-weißer, mehliger Belag auf jungen Blättern
  • Blätter wachsen wechselständig, dreieckig, leicht gezähnt
  • Blätter und Wuchs kann je nach Standort sehr unterschiedlich ausfallen.
  • Stängel ist oft rötlich angelaufen
  • Die Blüten sind unscheinbar, 5 mm klein, grünlich-weiß und sehr zahlreich in ährenartigen Rispen

Magentaspreen hat dunklere Blätter. Bei mir wachsen sie breiter und größer als beim weißen Gänsefuß. Die Triebspitzen und die Unterseiten junger Blätter sind magentafarben.

Triebspitze des Weißen Gänsefußes
Triebspitze der Magentaspreen

Magentamelde im Selbstversorgergarten: Mehr als nur eine Spinat-Alternative

Ich lernte die Magentamelde in einem Wildkräuter-Kurs kennen und integrierte sie wenig später in meinem Garten. Den Weißen Gänsefuß kannte ich bereits als wilde Ackerpflanze bzw. lästiges Unkraut. Beide Pflanzen werden bis zu 2 Meter hoch. Die asiatische Magentaspreen wird sogar bis zu 3 Meter hoch, weshalb sie oft auch Baumspinat genannt wird. Die Gänsefußarten bilden immer wieder neue Triebspitzen. Somit erhöht sich die Erntedauer, je fleißiger man erntet.

Im Vergleich zum herkömmlichen Spinat sind Magentaspreen und Weißer Gänsefuß deutlich weniger krankheitsanfällig, schießen nicht so schnell in Blüte und kommen mit Trockenheit und Wärme erstaunlich gut zurecht. Ideal also für die Selbstversorgung mit wenig Aufwand. 

Beide Sorten schließen zudem die Spinatlücke im Sommerhalbjahr. Während herkömmlicher Spinat bereits Anfang Mai in die Blüte übergeht, starten die wilden Vertreter erst ab Mai und bieten junge Blätter bis in den August hinein. Im Herbst können Blütenstände und später Samen geerntet werden. Ab dem Spätsommer wird der kältetolerante Kulturspinat ausgesät und versorgt uns über die dunkle Jahreszeit hinweg. Die wilden Gänsefußarten sind frostempfindlich.

Der Weiße Gänsefuß findet sich wild überall da, wo Erde rasch bedeckt werden sollte, auf Brachflächen und Schutthalten.

Anbau und Pflege: So kultivierst du Magentaspreen und Weißer Gänsefuß erfolgreich

Die Aussaat erfolgt ab Mitte April direkt ins Beet. Beide Gänsefußgewächse sind Lichtkeimer, das heißt: Saatgut ausbringen und nur leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. Sobald die Pflanze etabliert ist, wächst sie schnell und zuverlässig.

Ein sonniger bis halbschattiger Platz ist ideal. Du brauchst weder viel Wasser noch Dünger. Wichtig: Die jungen Pflanzen wachsen zart und können leicht übersehen oder versehentlich gejätet werden – also gut markieren. Je nahrhafter der Boden, desto üppiger wachsen die Pflanzen.

Wer die Samen nicht selbst gewinnt, findet sie bei Anbietern wie Dreschflegel oder Magic-Garden-Seeds. Ich selbst lasse beide Gänsefuß-Arten unterdessen sich selbst aussäen. Die Samen des Weißen Gänsefußes können 30 und mehr Jahre im Boden überdauern.

Ernte & Verwendung: Magentaspreen und Weißer Gänsefuß kannst du fast das ganze Jahr über nutzen

Die ersten jungen Blätter erntest du bereits wenige Wochen nach der Aussaat ab Mitte Mai. Sie schmecken mild-nussig, etwas herzhaft und erinnern an Spinat. Auch die Triebspitzen und später sogar die Blütenstände bzw. Samen lassen sich verarbeiten.

Am liebsten nutze ich die Triebspitzen und junge Blätter roh im Salat oder Smoothie, blanchiert als Spinatersatz oder in Gemüsepfannen. Die Samen kannst du wie Quinoa kochen oder ein Mehl daraus herstellen. Es ist auch möglich, im Winterhalbjahr Microgreens aus dem Samen zu ziehen.

Powerpakete: Inhaltsstoffe für mehr Wohlbefinden

Der Weiße Gänsefuß enthält dennoch viele wertvolle Inhaltsstoffe und darf deshalb immer mal wieder den Speiseplan ergänzen:

  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Kalium
  • Zink
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Eisen
  • Saponine
  • Oxalsäure

In den Samen sind reichlich Mineralien, Vitamin B3, Spurenelemente und Proteine enthalten. Der rote Farbstoff in der Magenta Melde ist Betalaine und wirkt antioxidativ.

Mein Lieblingsrezept: Grüner Smoothie mit Magentaspreen

Wenn ich durch den Garten gehe, pflücke ich mir meistens 2–3 Blätter des magentafarbenen Gänsefußes. Ich falte die Blätter und knappere sie direkt roh. Sie schmecken würzig bis aromatisch.

Jetzt im Sommer, wenn der Salat eine Pause einlegt und der Kohl noch nicht so üppig wächst, kommen in meinem Smoothie vermehrt Wildkräuter. Unter anderem dürfen 3–4 Triebspitzen der Magenta-Melde nicht fehlen. Die Farbe zaubert mir jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht.

Grüner Smoothie, ein Sommerrezept

ergibt 3 Portionen

  • 1 Wedel Grünkohl (alternativ Kohlrabiblätter oder Wirsing)
  • 2 Handvoll Salatblätter (Pflücksalate, wie Eichblattsalat)
  • Wenn vorhanden, etwas Selleriegrün und/oder Rote Beete Blätter
  • 3–4 Triebspitzen Magentaspreen oder Weißer Gänsefuß
  • 1–2 Handvoll Wildkräuter (Löwenzahn, Spitzwegerich, Giersch, Schafgarbe, Knopfkraut)
  • 1 Banane (alternativ ½ Mango)
  • 1 Apfel (gerne ein selbst geernteter Klarapfel)
  • 1 Portion süßes Obst nach Wahl (Birne, Aprikosen oder Pfirsich)
  • ½ Zitrone (wer mag mit Schale)
  • 500 ml Wasser

Das Grün, wenn nötig, waschen, etwas zerkleinern und in einen Mixer geben. Obst ebenfalls vorbereiten und kleinschneiden. Zusammen mit dem Wasser cremig mixen. 

Optimal sind 2/3 Grün und 1/3 Obst – starte mit einem Verhältnis 1:1.
Wenn du es cremiger möchtest, nimmst du weniger Wasser.

Je nachdem, wie hoch der rote Anteil in deinem Gemüse bzw. Obst ist, kann der grüne Smoothie nicht ganz so grün aussehen, wie man vermutet. Die roten Farbstoffe im Blattgemüse und Obst lassen das Grün nicht ganz so quietschig aussehen. Geschmacklich ändert sich nichts – immer total lecker!

Wer Wildkräuter nicht kennt und nicht gewöhnt ist, sollte langsam beginnen, Wildkräuter zu integrieren. Auch solltest du 100%ig sicher sein, bei der Bestimmung von Wildkräutern. In meinen Führungen zeige ich dir gerne die wichtigsten und häufig verwendeten Wildpflanzen aus dem heimischen Garten.

Weitere Smoothie-Rezepte:

Wildkräuter-Smoothie: Energy-Kick im Frühling
Maigarten-Smoothie

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Klimawandel im Garten: Warum der Weiße Gänsefuß und Magentaspreen Pflanzen der Zukunft sind

In Zeiten zunehmender Trockenperioden und Extremwetterlagen brauchen wir Gemüsepflanzen, die mit diesen Bedingungen klarkommen. Baumspinat ist so eine Art Klimawandel-Gewinner:

  • Er wächst auf nahezu allen Böden,
  • kommt mit Wärme und weniger Wasser aus,
  • vermehrt sich durch Selbstaussaat extrem gut,
  • und hat kaum Schädlinge.

Wilde Gänsefußgewächse in der Permakultur

Auch wenn er botanisch einjährig ist, kommen beide Gänsefußarten bei mir jedes Jahr zuverlässig wieder. Er sät sich wunderbar selbst aus. Jahrelang habe ich ihn mühevoll entfernt, unterdessen dürfen die Pflanzen an geeigneten Stellen ungestört wachsen.

Im Permakulturgarten ist es wichtig, einen Mix aus verschiedenen Pflanzen gemeinsam zu kultivieren. Die Gänsefußarten helfen dabei:

  • als Schattenspender für empfindliche Pflanzen,
  • zur Bodenabdeckung bzw. als frisches Mulchmaterial
  • als Stickstoffspeicher im Gründünger,
  • und als essbare Strukturpflanze im naturnahen Beet.
  • Zudem befördern die langen Wurzeln wichtige Nährstoffe nach oben
  • und versorgen damit die Nachbarpflanzen bzw. den Boden.
  • Sie sind wichtige Nahrungspflanzen für Raupen und Vögel (Samen).

Der Weiße Gänsefuß wächst gerne ungestört in meinen Kartoffelreihen. Auf den übrigen Beeten lasse ich nur wenige Exemplare stehen, da sie sehr groß werden. Sie können aber auch zurückgeschnitten werden, um den Platzbedarf einzuschränken.

Fazit: Einmal gepflanzt – für immer begeistert

Kaum eine Pflanze hat mich so positiv überrascht wie Magentaspreen. Sie ist dekorativ, essbar, pflegeleicht, klimaresistent und passt perfekt in naturnahe Selbstversorgergärten. Magentaspreen hat mir auch die Augen für den Weißen Gänsefuß geöffnet. Wenn im trockenen, heißen Brandenburger Sommer nichts mehr richtig wachsen will, diese beiden Pflanzen sind immer da!

Übrigens: Kinder lieben die pinken Blätter – es ist fast, als ob Feen sie bepinselt hätten. Probier’s aus: Dein Garten wird es dir danken.

Aktuelle Beiträge

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Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) – Die Wildpflanze mit Heilkraft für deinen Garten

Die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis) ist eine lange übersehene Verwandte der bekannten Garten-Ringelblume. Sie wächst im Süden Europas wild auf Äckern, Brachflächen und sonnigen Wegrändern – und ist doch eine wahre Schatzpflanze für Naturgärtner*innen, Permakultur-Begeisterte und Pflanzenheilkundige. Als robuste, wilde Variante der Ringelblume spielt sie eine wichtige Rolle für die Biodiversität und die Gesundheit des Bodens – ihre Heilkraft ist längst kein Geheimtipp mehr.

In meinem Selbstversorger-Garten darf sich die wilde Schwester der Ringelblume seit 3 Jahren ungestört entfalten. Sie ist unheimlich beliebt bei den Insekten und hat auch sonst einige Vorteile gegenüber der Garten-Ringelblume. Lass dich überraschen.

Insektengarten: lange Blühzeit von April bis Oktober

Botanic der Acker-Ringelblume (Calendula arvensis)

Die Acker-Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihre zarten, gelben Blüten sind wesentlich kleiner als die der großen Schwester, dafür aber reich an Nektar. Die Pflanze wächst niederliegend bis locker aufrecht, wird etwa 10–30 cm hoch und bildet von April bis Oktober immer wieder neue Blüten. Selbst im Winterhalbjahr konnte ich noch Blüten entdecken.

Typisch sind die klebrigen, behaarten Stängel und Blätter, die der Pflanze ihren leicht würzigen, harzigen Duft verleihen. Ursprünglich stammt Calendula arvensis aus dem Mittelmeerraum, ist aber auch in Mitteleuropa verbreitet – besonders auf nährstoffarmen, trockenen Böden, so die Theorie. 

Meine Beobachtungen zeigen auch, dass die Acker-Ringelblume zwar gut mit Trockenheit und Wärme umgehen kann, jedoch wächst sie umso üppiger, je feuchter und humoser sie es hat.

Acker-Ringelblume: Blüht nur Vormittags
Acker-Ringelblume: Blüht nur Vormittags

Ein Fest nicht nur für Insekten: Ringelblumen sind beliebt

Die Acker-Ringelblume ist ein Magnet für alle Arten von Bienen, Schwebfliegen und andere Bestäuber. Ihre lange Blütezeit macht sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle im zeitigen Frühling wie im späten Herbst. 

Im Permakultur-Garten lässt sie sich vielseitig einsetzen. Die tiefe Durchwurzelung trägt zur Bodenlockerung bei. Zudem macht sie sich richtig breit und verdrängt Beikräuter. Dabei hält sie den Boden durch den dichten Wuchs schattig und feucht. Das freut die Bodenlebewesen. Genauso wie ihre Verwandte, die Garten-Ringelblume, ist sie gegen Schädlinge einsetzbar und fördert die Gesundheit der Pflanzen im Beet. 

Als Gründüngung oder Mulchmaterial bringt sie organische Masse in den Boden und unterstützt das Bodenleben. Zudem ist sie eine wertvolle Begleitpflanze in der Mischkultur, etwa mit Möhren, Salat oder Kohl. Auch als Baumscheibenbepflanzung bringt sie ähnlich gute Vorteile wie die Garten-Ringelblume.

Nichts leichter als das: Anbau und Pflege der Acker-Ringelblume

Die Acker-Ringelblume liebt sonnige Standorte – je durchlässiger und sandiger, desto besser. Die Aussaat erfolgt ab März direkt ins Beet. Sie ist unkompliziert, keimt schnell und blüht oft schon nach wenigen Wochen. Eine Nachsaat ist meist nicht nötig, denn sie versamt sich selbstständig

Blättervergleich: Garten-Ringelblume mit Acker-Ringelblume
Blättervergleich: Garten-Ringelblume mit Acker-Ringelblume

Die Samen sind recht groß im Verhältnis zur Blüte. Darum fallen sie meistens direkt auf den Erdboden. Eine natürliche Ausbreitung ist daher nur in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze zu erwarten.

Pflege braucht die Acker-Ringelblume kaum: Wässern nur bei starker Trockenheit, kein extra Dünger, kein Schnitt – eine ideale Pflanze für naturnahe, pflegearme Gärten. Allerdings kann ein Rückschnitt Sinn ergeben, wenn die Pflanze andere Gemüse- oder Blumenpflanzen erdrückt oder verdrängt. Denn die Acker-Ringelblume hat Power und Durchsetzungskraft.

Während die Garten-Ringelblume in feuchten Jahren und im Herbst zu Mehltau neigt, ist die Acker-Ringelblume robuster gegen den Pilzbefall. Auch Läuse habe ich an meinen Pflanzen noch nicht gesichtet.

Die wilde Ringelblume: Heilpflanze mit Tradition?

Sie wird oft als die Wildform der Garten-Ringelblume bezeichnet. Ganz sicher ist diese Aussage allerdings nicht. Funde beweisen zwar, dass die Verwendung der Acker-Ringelblume als Heilpflanze bis ins Mittelalter zurückreichen. Ungewiss ist aktuell jedoch, ob sie die direkte Vorgängerin der Garten-Ringelblume ist oder lediglich eine verwilderte Form, eine wilde Schwester. Die Acker-Ringelblume verbreitete sich durch den Ackerbau vom Mittelmeerraum bis nach Europa und ist in einigen Teilen als gefährdete Art eingestuft.

Auch wenn die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis) häufiger in Salben und Tees verwendet wird, hat auch Calendula arvensis eine ähnliche Heilwirkung. Ihre Blüten enthalten:

  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Saponine
  • Carotinoide

Diese wirken entzündungshemmend, wundheilend, antibakteriell und hautberuhigend. Die Acker-Ringelblume lässt sich für Tee, Tinktur, Ölmazerate, Salben oder Umschläge nutzen – vor allem bei Hautreizungen, kleinen Verletzungen und zur Unterstützung der Lymphdrainage.

Allerdings ist es mühsamer, an die wertvollen Blüten zu kommen. Die Blüten gehen spät am Morgen und nur bei Sonnenschein auf. Schon gegen Mittag sind sie wieder geschlossen. Auch beim Trocknen schließen sich die Blüten wieder. Im Gegensatz zur Garten-Ringelblume, die auch zu kosmetischen und medizinischen Zwecken genutzt wird, sind die Blüten viel kleiner, etwa nur 2 cm groß. Das macht das Sammeln etwas schwieriger.

Geduld ist gefragt. Gerade bei Ölauszügen ist es sinnvoll, die Blüten gut antrocknen zu lassen (mind. 1 Tag). 

Verwendung in Küche und Naturkosmetik

Die essbaren Blütenblätter (aus gezupft) eignen sich als farbenfrohe Garnitur für Salate, Suppen oder Brote. Ihr leicht herber Geschmack bringt aromatische Tiefe.

Für die Naturkosmetik kannst du ganz einfach selbst Ringelblumenöl oder -salbe herstellen. Die frischen (angetrockneten) oder getrockneten Blüten werden in Öl eingelegt (z. B. Oliven- oder Jojobaöl) und mehrere Wochen sonnig ausgezogen. So entsteht ein hautpflegendes Heilöl, das sich pur verwenden oder zu einer Salbe weiterverarbeiten lässt.

Acker-Ringelblume im Permakultur-Garten
Acker-Ringelblume im Permakultur-Garten

Die Acker-Ringelblume in der Permakultur

Im Permakultur-Garten ist die Acker-Ringelblume mehr als nur ein hübscher Hingucker:

  • Sie lockert den Boden mit ihren Wurzeln
  • Schützt die Nachbarpflanzen vor Schädlingen
  • Bringt durch ihre Blüten Farbe und Vielfalt ins Beet
  • Unterstützt das Mikroklima im Pflanzensystem
  • Ist eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten vom Frühjahr bis in den Spätherbst
  • Lohnt sich zur Gründüngung und als Mulchmaterial
  • Sie kümmert sich selbst! 🙂

Besonders in Kombination mit Lauchgewächsen, Kohl oder Tomaten entfaltet sie ihr Potenzial als gute Gildenpflanze.

In meinem eigenen Garten darf sie sich frei aussäen – inzwischen ist sie fast überall auf den Gemüsebeeten zu finden. Ich lasse sie stehen, wo sie sich wohlfühlt und keine Kulturpflanzen durch ihren starken Wuchs beeinträchtigt wird. 

Wo gibt´s das? Samen, Sorten und Bezugsquellen

Wer die Acker-Ringelblume gezielt anbauen möchte, findet samenfestes Bio-Saatgut bei Anbietern wie:

Wichtig: Die Acker-Ringelblume ist nicht mit der Kulturform (C. officinalis) zu verwechseln – sie ist kleiner, robuster und ideal für die natürliche Selbstvermehrung. Die Samenernte gelingt einfach: Nach der Blüte die trockenen Samenstände abnehmen, trocknen und dunkel lagern.

Größen-Vergleich: Garten-Ringelblume (orange) mit Acker-Ringelblume und deren Samenstand

Fazit: Kleine Blume mit großer Wirkung

Die Acker-Ringelblume ist ein echtes Multitalent im naturnahen Garten. Sie ist pflegeleicht, insektenfreundlich, heilkräftig und optisch ein Gewinn. Wer sie einmal im Beet hatte, möchte sie nicht mehr missen.

Ob als Begleitpflanze im Gemüsebeet, Wildblume für Bienen, Heilpflanze oder Zutat für DIY-KosmetikCalendula arvensis ist eine wertvolle Pflanze für alle, die im Einklang mit der Natur gärtnern möchten.

Unser Permakultur-Garten profitiert von ihrer robusten Gesundheit und den fröhlichen Farbtupfern im Gemüsebeet. Vor allem das Beschatten des Bodens und das Unterdrücken anderer Beikräuter ist bei uns willkommen. Die Acker-Ringelblume trägt aktiv zur Biodiversität bei.

Die Heilkraft werde ich in den kommenden Jahren weiter austesten. Da die Pflanze auf mich einen sehr kräftigenden, beruhigenden, ausdauernden und erdenden Charakter hat, rechne ich mir positive Heil- und Pflegewirkungen aus.

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Ist wirklich jedes Garten-Jahr anders?

Gartensprüche wie: „Jedes Jahr ist anders!“ oder „Nicht jedes Jahr ist gleich.“ Höre ich immer öfter. Aber ist es wirklich so?

Ich denke, dass sich die Garten-Jahre schon aufgrund wechselnder klimatischer Ereignisse ändern. Unterschiedliche Bedingungen lassen auch die Pflanzen unterschiedlich gut gedeihen.  Zudem entwickelt sich ein Garten von Jahr zu Jahr und passt sich den Gegebenheiten an. Gerade in einem naturnahem Garten ist die Dynamik groß.

Biene, Borretsch
Ein naturnaher Garten bietet vielen Tieren Nahrung.

Aus den Nachbargärten höre ich derzeit leider nur Fluchen und Schimpfen. Ein Kopfschütteln und Abwinken: „Kannste vergessen!“
Üblicherweise werden bei uns auf dem Land Kartoffeln, Zwiebeln, Gurken, Bohnen, Grünkohl und Tomaten angepflanzt. Wesentlich mehr ist es nicht und war es auch noch nie. Denn die Menschen hier auf dem Land hatten immer Nutztiere Sie standen an erster Stelle, für sie musste das Futter angebaut werden. Das war Arbeit genug. Sie verkauften Gurken oder legten diese ein, kultivierten Meerrettich oder Spargel und zogen sich ein paar Tomatenpflanzen. Vielfalt, wie wir es heute aus der Permakultur kennen, gab und gibt es nur sehr selten.

Heute ist das Wissen um die Selbstversorgung von vor über 100 Jahren überwiegend verloren gegangen. Große Nutztiere hat kaum einer mehr. Hühner werden auch immer weniger, da der Fuchs sich jedes Jahr aufs Neue bedient. Einen Bauern- oder Gemüsegarten haben nur noch wenige. Es sind meist nur die älteren Generationen, die sich mit frischem Gemüse selbst versorgen möchten. „Gibt ja alles zu kaufen!“

Traditioneller Gurkenanbau im Spreewald
Traditioneller Gurkenanbau im Spreewald

Und wieder: Ich höre es fluchen und schimpfen. Aber warum?

Meine Kartoffeln stehen aktuell gut. Allerdings weiß ich, dass ich sie mit den Maulwurfsgrillen teilen muss. Ich sehe die Löcher, die sie emsig graben. Ich hatte schon etliche Verluste. Nicht nur Kartoffelpflanzen und Kartoffeln werden abgefressen, auch Gurkenpflanzen, Tomatenpflanzen, Paprikapflanzen, Salat- und Kohlpflanzen sind über Nacht einfach weg. 

Was könnte ich tun? Gift, Nematoden oder Chemie einsetzen? Auf gar keinen Fall. Der Garten ist ein ökologisches System und mir persönlich heilig. Ich weiß: Wenn mein Selbstversorgergarten im Gleichgewicht wäre, würden die Maulwurfsgrillen gar nicht auffallen. So die Theorie.

Kartoffelkäfer
Kartoffelkäfer

Durch die Umstellung auf Permakultur vor etlichen Jahren fühlen sich nicht nur die Pflanzen bei uns wohl. Auch die Tierwelt merkt schnell, wo es sich paradiesisch leben lässt. 

Haben Schädlinge keine Gegenspieler, nehmen sie überhand. Ich habe etwas nachgeholfen und über 50 Pflanztöpfe in die Erde eingegraben. Ich bin mir sicher, dass dort auch jede Menge Maulwurfsgrillen drin landen. Leider bin ich immer zu spät. Es muss andere Tiere geben, die sich an den selbstgebauten Fallen laben. Ein Fuchs? Die Elstern vielleicht?

Ob es mir was bringt, kann ich noch nicht sagen. Es sind noch genügend Maulwurfsgrillen da, die täglich Löcher und Gänge graben, Jungpflanzen anfressen oder schädigen.

Maulwurfsgrillen in einer Falle
Maulwurfsgrillen können gut 5 cm groß werden. Sie graben fingerdicke Gänge und schädigen damit vor allem Jungpflanzen. Sie fressen eigentlich kleinere Tiere. Wenn Sie nicht genug Nahrung finden, knappern Sie gern an Wurzeln. Meine Maulwurfsgrillen scheinen alle Vegetarier geworden zu sein.

Aber deshalb laufe ich nicht fluchend durch den Garten. Im Gegenteil, es gibt so viel zu bestaunen, zu ernten und zu tun. Sicher … um die Verluste bin ich auch traurig und es ärgert mich, wenn wieder ein Zögling tot umgefallen ist. Aber es gibt Alternativen. 

Wenn die eine Gemüseart ausfällt, wird entweder nachgesät oder Plan B umgesetzt. Es gibt immer einen Plan B. Wichtig ist die Mischkultur und die Vielfalt. Im Garten sind wir ständig den Launen der Natur ausgesetzt. Mal sind es Läuse, mal Mehltau, Wühlmäuse oder Schnecken, mal Hagel, mal Hitze … und das ist jedes Jahr gleich.

Selbstversorgung: Mangoldblüten zur Samengewinnung
Selbstversorgung: Mangoldblüten zur Samengewinnung

Die Maulwurfsgrillen, die gab es hier schon immer. Mal mehr und mal weniger. Allerdings vermehren Sie sich nicht nur bei mir gut. In den Nachbargärten treten auch zunehmend Schadbilder auf. Die Bedingungen sind also günstig für die Maulwurfsgrillen.

Die Kunst ist es, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, auf Vielfalt zu setzen und zu schauen, was braucht mein Garten jetzt in diesem Moment? Was kann ich tun, damit es ihm auch in den kommenden Monaten und Jahren gut geht? Es geht um ein Miteinander, nicht um ein Gegeneinander.

Es ist nicht jedes Jahr gleich! Zum Glück, sonst wäre es ja langweilig. 

Die natürliche Aromatherapie: Mit Wildrosen stressfrei in den Feierabend

Kinder zupfen sich im Vorbeigehen oder beim Spielen unbedarft ein Blümchen ab und riechen daran. Sie lassen ihre Hände über das hohe Gras streichen, kauen am Grashalm oder klatschen den Baum ab, ähnlich einem Begrüßungsritual mit einem Kumpel.

Wann hast du das letzte Mal an einer Blüte, draußen in der Natur gerochen, weit weg vom Irrsinn dieser menschlichen Welt?

Erfahre im folgenden Beitrag, wie Wildrosen dir helfen, nach einem anstrengenden Arbeitstag zu entspannen. Lerne zudem weitere duftende Wildpflanzen kennen und lieben.

Wildrose: Blaue Hechtrose
Eine besondere Wildrose: Die blaue Hechtrose

Ich nehme mir nach der Arbeit regelmäßig Zeit und plane einen Ausflug in die Natur. Wenn ich es schaffe, gehe ich mit unserem Hund gut und gerne 1 bis 2 Stunden raus. Wir laufen nicht nur. Manchmal beobachten wir mit ein wenig Glück junge Füchse beim Spielen, begrüßen die Kühe sowie die neugierigen Kälber auf der Weide und sehen dem Storch bei der Futtersuche zu.

Aktuell blühen überall Holunderbüsche und Wildrosen. Der süße Duft des Holunders hüllt uns geradezu ein. So wandeln wir von Duftwolke zu Duftwolke.

Wildrosenduft für deine Auszeit: Entspannt Durchatmen mit natürlicher Aromatherapie

Wer Wildrosenduft mag, kann jetzt Ende Mai bis Juni bei einem Spaziergang im Spreewald aus dem Vollen schöpfen. Überall an den Straßen, Radwegen und Fließen stehen die wilden Vertreter der Rosen in voller Blüte.

Pflücke dir eine Blüte und schnuppere daran. Zwar riechen nicht alle Wildrosen so intensiv wie Duftrosen. Dennoch lohnt es sich. Die einen Wildrosen duften mehr, der anderen weniger. Probiere dich durch.

Die zarten Wildrosenblüten wirken beruhigend und stimmungsaufhellend. Sie schenken dir Freude und Leichtigkeit. Sie lassen dich durchatmen und innere Ruhe finden.

Auch unsere heimischen Insekten freuen sich über die zahllosen Wildrosenblüten

Es gibt sehr viele verschiedene Wildrosenarten in unserer Natur. Du kennst sie vielleicht als Hagebutten-Sträucher. Sie blühen von weiß über rosa bis zu violett. Auch die Düfte sind verschieden. 

Halte an und verweile bei den Blüten.
Nimm dir Zeit und lass dich darauf ein, die einfache und natürliche Schönheit zu genießen. 

Ich pflücke mir dann eine komplette Blüte ab und rieche auf meinem Weg immer wieder daran. Das ist ein bisschen wie Inhalieren, Aromatherapie pur. Ich atme den Duft durch die Nase ein und genieße die beruhigende Wirkung.

Das mache ich übrigens die gesamte Blühsaison über: Die Obstbaumblüten und Weißdornblüten sind die ersten im Jahr.
Jetzt im Sommer folgen die Wildkräuter Mädesüß und das echte Labkraut, meine Lieblingsduft-Blüten. Beide duften intensiv und haben ebenfalls besondere Wirkungen auf uns. 

Hast du beispielsweise schon mal an einer wilden Brombeerblüte gerochen? Die Brombeeren gehören ebenfalls zu den Rosengewächsen. Sie duften nicht so intensiv, aber sehr zart und fein. Ein bisschen anders eben.

Aus Wildrosen-Blüten werden Hagebutten.

Alternative zur wilden Aromatherapie

Wenn ich weniger Zeit habe, raus in die Natur zu gehen, warten etliche Duftrosen und Wildrosenarten in meinem Selbstversorgergarten. Auch sie wollen bewundert werden. 

Duftrose
Duftrose: Edelrosen duften wesentlich intensiver

Also gehe raus und fange an zu schnuppern, zu berühren und dich auffangen zu lassen von Mutter Natur. 


Hinweis: Pflücke nur, was du kennst und eindeutig bestimmen kannst. Auch unter den blühenden Pflanzen gibt es giftige Vertreter. 


Wenn du Spreewälder bist oder Urlaub im Spreewald machst, kannst du gerne an einer meiner Führungen teilnehmen. Ich biete Heilkräuter- und Wildpflanzen-Führungen im Selbstversorgergarten an.

Duftrose Gertrud

In unserem Selbestversorger- und Permakultur-Garten kannst du Edel- und Duftrosen sowie viele Wildrosen bestaunen. Sie blühen meist im Juni. Die Edelrosen blühen noch einmal im Herbst nach dem Rückschnitt. Meine Wildrosen wachsen naturbelassen in Hecken. Sie dienen den Insekten, Vögeln und kleinen Tieren als Nahrungsquelle und Unterschlupf.

Neben dem Duft der Blüten nutze ich die Blüten und Hagebutten für meine Kräutertee-Mischungen.

Noch mehr Blütenträume

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Die Zwiebeltute im Mundwinkel: Zwiebellaub jetzt verwenden

Kennst du das auch? Erst einmal zum Zwiebelbeet gehen und eine Zwiebeltute abpflücken. Diese wandert dann direkt in den Mund. Als Kind habe ich das zu gern gemacht und auch meine eigenen Kinder, sind oft mit Zwiebeltuten im Mund herumgelaufen.

In der Tat schmeckt das Laub der Zwiebel jetzt saftig und angenehm scharf. Ich verwende es gern für:

  • Quark, Joghurt
  • Soßen & Dips
  • Hummus
  • Über Salate
  • Über Gemüsepfannen
  •  Und natürlich auch zum sofortigen Snacken

Schwächt das Abpflücken dem Zwiebelwachstum?

Sicherlich wäre es optimaler, wenn die Zwiebel alle Ihre Zwiebeltuten behält. ABER – es wächst dennoch eine große saftige Zwiebel daraus, wenn du folgendes beachtest: Pflücke je Zwiebelpflanze nur eine Zwiebeltute ab. Ich wähle immer eine äußere (größere). Später, wenn reichlich Zwiebellaub vorhanden ist, kannst du auch eine zweite oder dritte Zwiebeltute abpflücken (zeitlich versetzt).

Was braucht die Zwiebelpflanze jetzt im Mai?

  • Wasser, nur wenn es zu trocken ist
  • Die Zwiebeln sollten unkrautfrei gehalten werden.
  • Hacken kann die Wurzeln beschädigen: Besser Unkraut mit der Hand entfernen
  • Mulch ist nicht geeignet – die Zwiebeln können im weiteren Verlauf schimmeln oder faulen.
  •  Düngen mit Pflanzenjauche

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Wann kann eine Zwiebel geerntet werden?

  • Eigentlich immer, wenn sie frisch verwendet werden soll
  • Zum Einlagern müssen Zwiebeln abtrocknen und möglichst trocken geerntet und gelagert werden

Kann ich jetzt noch Zwiebeln stecken?

  • Steckzwiebeln werden üblicherweise im März-April gesteckt.
  • Es spricht aber nichts dagegen, jetzt noch Steckzwiebeln in die Erde zu stecken.

Weitere Infos rund um die Zwiebel

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