Löwenzahn Pesto: Leckeres Rezept mit frischen Wildkräutern

Überarbeitet: April 2026

Löwenzahn für Pesto

Löwenzahn ist neben Giersch das erste leckere Wildkraut im Jahr. Aber nicht nur im Frühling ist der Löwenzahn eine frische Zutat für ein wildes Löwenzahnpesto. Du findest bis in den Herbst hinein überall frische grüne Löwenzahnblätter.

Bei einem Spaziergang oder im Garten können Löwenzahnblätter großzügig gepflückt werden. Ich verwende schön aussehende junge Blätter, die ca. 8-10 cm groß sind. Sie kommen in meinen Salat, in den Kräuterquark oder den Smoothie. Da es jetzt so viel Löwenzahn gibt, kannst du auch ein kräftiges Pesto herstellen:

Rezept für ein Glas Löwenzahn-Pesto:

  • 2 Hände voll junger Löwenzahnblätter
  • 1 Hand voll weitere Kräuter wie Giersch, Schafgarbe, Sauerampfer oder junge Radieschen-Blätter
  • 2 Hände Walnuss-Kerne (alternativ Sonnenblumen- oder Pinienkerne)
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • etwas Salz
  • optional Hefeflocken

Löwenzahnblättchen und weitere Kräuter sammeln, waschen und gut abtropfen bzw. trocken schleudern. Die Walnüsse direkt verwenden oder in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten und abkühlen lassen. Die Kräuter grob kleinschneiden und in ein hohes Gefäß oder den Mixer füllen. Anschließend den kleingeschnittenen Knoblauch, Walnüsse etwas Salz und Olivenöl dazugeben. Mit einem Pürierstab oder im Mixer wird alles zu einer groben bis feinen Masse gemixt.
Das Löwenzahn-Pesto wird zum Aufbewahren in ein Schraubglas gefüllt. Im Kühlschrank ist das Pesto einige Tage haltbar. Eine Schicht Olivenöl über dem Pesto macht es länger haltbar.

Verwendung von Löwenzahn-Pesto

Das Löwenzahn-Pesto passt prima aufs Brot oder zum Salat. Es eignet sich für Pasta-Gerichte, Gnocchi und als Dip mit Gemüsesticks.

Löwenzahn ist ein Wildkraut, welches gegen vielerlei Zipperlein und zur allgemeinen Stärkung verwendet wird. Vor allem die Leber und die Verdauungsorgane profitieren vom Löwenzahn. Die vielen Vitamine und gesunden Inhaltsstoffe verleihen ihm oft den Beinamen „Wunderkraut“.

Der Löwenzahn ist auch kultiviert in Biomärkten erhältlich. Im Garten kann er „wild“ angebaut werden. Es gibt sogar Kräutertöpfe und Samen des kultivierten Löwenzahns im Handel käuflich zu erwerben.

Löwenzahn: Der bessere Salat

Viele sehen ihn noch als „Unkraut“ – dabei ist Löwenzahn eines der nährstoffreichsten heimischen Wildkräuter und gehört eigentlich mitten auf den Teller.

Seine Blätter liefern reichlich Vitamin A, C und K sowie Mineralstoffe wie Kalium und Calcium. Besonders wertvoll sind die enthaltenen Bitterstoffe: Sie regen die Verdauung an, unterstützen Leber und Galle und bringen den Stoffwechsel sanft in Schwung.

Geschmacklich überzeugt Löwenzahn mit einer angenehm herben, leicht nussigen Note – irgendwo zwischen Rucola und Chicorée, nur ursprünglicher. Genau diese Bitterkeit sorgt für mehr Tiefe im Salat und macht auch dein Pesto spannender.

Greife am besten zu den jungen, zarten Blättern – sie sind milder und ideal für die rohe Küche. In Kombination mit anderen Wildkräutern entsteht daraus ein lebendiger, kraftvoller Salat, der nicht nur satt macht, sondern auch spürbar guttut.

Löwenzahn ist kein Ersatz – er ist die ursprünglichere, nährstoffreichere Alternative zum klassischen Salat. Kombiniere für den Anfang deinen wilden Salatteller mit einem Mix aus Blattsalaten und Löwenzahn.

Du willst mehr über die Integration von Wildkräutern in der Ernährung oder in deinem Garten erfahren? Nimm an einem Gartenrundgang oder einer Wildkräuterführung in meinem Permkultur-Garten im Spreewald teil.

Weitere Links

Löwenzahnhonig und -Gelee
Wildkräuter-Butter
Kohlrabisalat mit Wildkräutern

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Rhabarber-Buttermilchkuchen

4 Tassen Mehl
2 Tassen Buttermilch
2 Tassen Zucker
2 Eier
Backpulver

1kg Rhabarber
1 Becher Sahne oder ein halbes Stück Butter

Den Rhabarber putzen und kleinschneiden. Aus den obigen Zutaten einen cremigen Teig rühren und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Rhabarber-Stücke verteilen und für 20 Minuten bei 180 °C backen. Danach die Sahne mit einem Löffel auf dem heißen Kuchen verteilen. Alternativ können auch Butterflöckchen oder zerlassene Butter die Sahne ersetzen.

Für alle die es süß mögen, kann der Kuchen mit Zucker bestreut werden.

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Hefeteig, Vanillepudding, Rhabarber, Butterstreusel

1 kg Rhabarber
Zucker

Hefeteig
1 Würfel Hefe
250 ml Milch
500g Mehl
100g Zucker
1 Ei
100g Butter
abgeriebene Zitronenschale

Vanillepudding
Vanillepuddingpulver
2 Esslöffel Zucker
500 ml Milch

Butterstreusel
200g Butter
Mehl und Zucker zu gleichen Teilen

Zuerst wird der Rhabarber geputzt und in kleine Stücke geschnitten. Ich verwende den Rhabarber ungezuckert. Wer es süßer mag, kann den vorbereiteten Rhabarber einzuckern. Danach muss der eingezuckerte Rhabarber ein paar Stunden ziehen. Der Zuckersaft wird vor der Verwendung abgegossen.

Danach einen Hefeteig bereiten und ruhen lassen. Den gegangenen Teig auf das Backblech drücken und den Vanillepudding (kann noch warm sein) auf den Teig verteilen. Die abgetropften Rhabarberstücke auf dem Pudding verteilen.

Für die Butterstreusel die Butter zerlaufen lassen und dann immer zu gleichen Teilen Mehl und Zucker mit einer Gabel unterrühren bis die Masse streuselig wird. Die Streusel auf dem Kuchen verteilen und ab in den Ofen. Der Rhabarberkuchen benötigt ca. eine halbe Stunde bis er fertig gebacken ist. Wenn der Boden leicht braun wird, ist es soweit. Fertig!

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Spinat zu Pasta

Spinat wächst schnell. Ruckzuck bilden sich viele große Blätter. Diese wollen geerntet und verarbeitet werden. Im Folgenden findet Ihr ein Spinat-Rezept, welches herrlich zu Pasta passt.

Für etwa 4 Personen
Zubereitung: 30 Minuten

500 g frischer Spinat (eine große Schüssel voll)
1 Zwiebel
150 ml Milch
½ Becher Frischkäse
neutrales Pflanzenöl
Salz, Pfeffer, Muskat

Vegane Variante: Statt Milch und Frischkäse wird Sojasahne o.ä. verwendet.

Die Spinatblätter werden gepflückt oder über dem Herz der Pflanze abgeschnitten. Spinat fällt beim Kochen stark zusammen, daher braucht man eine wirklich große Schüssel voll mit den dunkelgrünen Blättern. Anschließend wird der Spinat gewaschen und in einen großen Topf mit kochendem Wasser gegeben. Den Spinat kurz aufkochen lassen. Danach den Spinat abschöpfen und in ein Küchensieb zum Abkühlen geben. Meistens passen nicht alle Blätter auf einmal in den Topf, dann kann dieser Vorgang wiederholt werden. Das Kochwasser wird weggegossen.
Die Zwiebel kleinschneiden und mit ein wenig neutralem Öl andünsten. Den abgekühlten Spinat kleinschneiden und zu den Zwiebeln geben. Anschließend wird mit Milch abgelöscht und gut mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt. Zum Schluss kommt der Frischkäse hinzu. Umrühren – fertig!

Wer den Spinat lieber püriert mag, kann mit einem Pürierstab nachhelfen. Wir mögen unseren Spinat nur grob geschnitten.

Frischer Apfel-Holunder-Tee

Heiß beliebt bei meiner Familie – Fruchtig und gesund in den Herbst

  • 10 Falläpfel
  • 3-4 Dolden schwarze Holunderbeeren
  • brauner Rohrzucker
  • ca. 2 Liter Wasser

Wenn ich Falläpfel für Kompott oder Kuchen zerschneide, sammle ich die Schalen und Kerngehäuse, die unversehrt sind. Es kommen wirklich nur die schlechten Stellen in den Abfall. Die guten Schalen und Kerngehäuse wasche ich noch einmal gut ab und gebe sie in einen großen Topf. Dazu kommen abgewaschene schwarze Holunderbeeren. Die reifen Beeren zupfe ich von den Stängeln. Den Topf fülle ich mit Wasser auf und gebe noch etwas braunen Rohrzucker dazu. Nach einer Kochzeit von ca. 10-15 Minuten darf der Tee noch ein Weilchen auf dem Herd ruhen. Somit lösen sich weitere Apfelbestandteile im Tee. Durch ein Sieb in eine Kanne gegossen, kann der Tee heiß oder kalt genossen werden.

Größere Mengen können heiß in Glasflaschen abgefüllt einige Tage aufbewahrt werden.

Palmkohl-Pesto

für ein kleines Glas

  • 5-6 Palmkohl-Blätter
  • 50-75g Cashew-Kerne
  • Olivenöl
  • Salz

Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Das Blattgrün wird von der Mittelrippe geschnitten oder gezupft und gewaschen. Danach blanchiere ich die Blätter in dem kochenden Salzwasser. Nebenbei röste ich die Cashew-Kerne in einer Pfanne an. Palmkohl und Cashew-Kerne lasse ich etwas abkühlen und kommen in ein Püriergefäß oder einen Mixer. Dazu kommt Olivenöl und Salz. Alles zusammen wird püriert. Das Pesto ist ideal für schnelle Pasta-Gerichte, zum Dippen oder einfach aufs Brot.

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